jaehrlicher_depotcheck

Ausgabe 49 / Dezember 2024 3 Depotcheck Zeit für den Depotcheck Beim Depotcheck gibt es keine vorgeschriebenen Zeiträume wie bei den Inspektionsterminen von Autos, die von den Herstellern empfohlen werden. Stattdessen liegt es nahe, für sich regelmäßig Zeitpunkte zu definieren, zu denen man die eigenen Investments unter die Lupe nimmt. Generell schauen viele Börsenexperten und Finanzmedien gerne zum Jahreswechsel auf die 12-Monats-Performance bestimmter Werte. Die letzten Wochen oder Tage eines Jahres sind zudem nicht nur bei der Geldanlage ein Aufhänger, die Vergangenheit Revue passieren zu lassen. Die Weihnachtstage und besonders Silvester regen häufig dazu an, Bilanz zu ziehen. Natürlich können Sie sich Ihr Depot auch zu ei-nem anderen Zeitpunkt genauer ansehen und überlegen, ob das Gesamtportfolio eine Auffrischung benötigt. Beispielsweise zu Ihrem Geburtstag oder einem anderen festen Monat im Jahr. Hauptsache, Sie machen es. Ansonsten könnten Sie unnötig den Überblick und – ohne den regelmäßigen Kontrollblick – viel Geld verlieren. Positionen auf Verluste überprüfen Eine schlechte Angewohnheit vieler Anleger ist es, einzelne Positionen, mit denen sie Verluste erleiden, nicht abzustoßen – in der Hoffnung, dass sie irgendwann wieder in die Gewinnzone kommen. Die Prozentrechnung macht klar, dass diese Haltung schnell zum Wunschdenken und Ausblenden der Realität führen kann. Wenn Sie zum Beispiel mit einer Aktie 50 Prozent im Minus sind, muss die Aktie von diesem niedrigeren Niveau aus wieder 100 Prozent steigen, damit Sie bei „Null“ sind. Beispiel: Die gekaufte Aktie stand zu Jahresbeginn bei 100 Euro. Am Jahresende notiert sie nur noch bei 50 Euro. Jetzt muss der Titel um 100 Prozent zulegen, um wieder die 100 Euro zu erreichen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, Ihre Investments nach Anlageklassen zu ordnen. Sollte beispiels-weise ein Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz ETF) in einem Jahr zehn Prozent an Wert verlieren, heißt das noch lange nicht, dass es sich hierbei um schlechte Investments handelt. Denn mit einem ETF setzen Sie darauf, dass sich ein ganzer Markt, beispielsweise der Deutsche Aktienindex (Dax), über einen langen Anlagezeitraum von zehn Jahren oder mehr positiv entwickelt. Da kann es zwischendurch schonmal eine Delle geben. Mit einem Dax-ETF investieren Sie dabei in die 40 wichtigsten börsennotierten Unternehmen Deutschlands. Tipp: Wie der Vermögensaufbau mit Indexfonds gelingt, erklärt Ihnen ein Ratgeber auf biallo.de zum Thema ETF-Sparen für Einsteiger. Prae_Studio/ Shutterstock.com

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