Weihnachtsmagazin Eifel

An eigensond e rveröffentlichung 16 MONSCHAU Es gab eigentlich nichts, was es nicht gab. Metzger, Apothe- ker, Senfmüller – nichts fehl- te. Selbst „Piefe-Schnitzler“ hatte seine Adresse in Mon- schau, genauer gesagt in der Stadtstraße 21. Und von den fünf Tankstellen in Monschau befanden sich allein vier an der Laufenstraße. „Heute gibt es alles, was der Tourist, aber nichts, was der Einheimische braucht“, beschreibt Heinz Mertens den kompletten Wan- del innerhalb der letzten Jahr- zehnte auch mit einem wei- nenden Auge. Wenn Heinz Mertens vom Monschau der 50er oder 60er Jahre spricht, dann kommt er immer ins Schwärmen. Schließlich ist er Alt-Mon- schauer mit Leib und Seele, kennt sein Städtchen aus Kin- dertagen und ist ein Stadtfüh- rer, dem keine Ecke fremd ist. Zudem hat er bereits in jungen Jahren, die Altstadt von einer ganz anderen Seite kennen- gelernt. „Als ich im jugendlichen Al- ter meine Ausbildung bei der Monschauer Verwaltung antrat, wies man mir dort ei- nen „freien“ Schreibtisch zu. Darin befanden sich die Mon- schauer Flurkarten im Maß- stab von 1:625. Die habe ich im Laufe der Lehrzeit natürlich ganz genau studiert“, erinnert sich Heinz Mertens an sei- ne ersten Jahre bei der Stadt Monschau und an diese wah- re Fundgrube für ursprüngli- che Namen, Lage- und Flurbe- zeichnungen. Und genau mit dieser Histo- rie Monschaus befasst sich momentan der Arbeitskreis „Monscher Verzällche“, der sich im März 2017 erstmals zusammengefunden hat. Seit dem trifft er sich regelmäßig. Gut 14 bis 16 Leute jeden Al- ters kommen zu den Treffen, die sich anfangs damit be- fassten, die Geschäfte von anno dazumal zu notieren und so in Erinnerung zu be- halten. Es waren angestamm- te Geschäfte, kleine Famili- enbetriebe wie sie in kleinen Städtchen eben üblich wa- ren. Peu à peu verschwanden sie und machten Raum frei für Geschäfte, die sich an dem wachsenden Tourismus orien- tierten. „Nachdem wir dieses Thema bereits im Mai ‚abgehakt’ hat- ten, nehmen wir uns jetzt die „Gewanne“ (= Lagebezeich- nung innerhalb der Flur) und die alten Flurbezeichnungen vor“, sieht der Vorsitzende des Ortskartells Heinz Mertens noch reichlich Gesprächsstoff und Recherchearbeit für die kommenden Monate. Je mehr sie sich in das Thema vertie- fen, umso mehr Namen kön- nen sie ihrer Sammlung bei- fügen. Ganz eigene Namen tra- gen nicht nur Aussichtsstel- len oder Häuser in Monschau. Auch die Treppen bekamen spezielle Namen. Da die Stadt einen Höhenunterschied von 110 Metern hat, auf allen Ebe- nen Häuser stehen, gibt es un- zählige Stufen und Treppen- pfade, die direkt nach oben und unten führen. Die „Kohpädd“ etwa, die gleich gegenüber vom Rathaus zur Haag hochführt. Ganz in der Nähe befindet sich auch das „Geessepäddche“, der Ziegenpfad. Vis-à-vis des Ro- ten Hauses beginnen die „Tut- tele Treppcher“, das Damen- treppchen. „Tuttele“ meinen nach volkstümlicher Überlie- ferung einfältige oder ängst- liche Menschen, die „lang- sam und zögerlich denken und handeln“. Auch wenn der AK „Mon- scher Verzällche“ dieses Ka- pitel irgendwann schließt, bleibt sicherlich noch weite- rer Gesprächsstoff. Wie Heinz Mertens vorab verrät, wurde da auch schon eine Idee ge- äußert: „Die Spitznamen alter Monschauer wären sicherlich interessant. Allerdings müsste man sich diesem Thema etwas sensibler nähern, um keinen zu verunglimpfen und keinem auf die Füße zu treten.“ (Mi- chaela Leister) Arbeitskreis „Monscher Verzällche“ trifft sich seit mehr als zwei Jahren regelmäßig Heinz Mertens kennt Mon- schau wie seine Westenta- sche. Foto: Leister Ein rotes Schild weist auf das „Tuttele Treppcher“ hin, das vis- à-vis des Roten Hauses direkt aufwärts führt. Foto: Leister Was die alten Flurnamen verraten www.kaminundofen.com Trierer Straße 214 Monschau-Imgenbroich Tel. +49 (0)2472 9702497 Kamine & Gaskamine Feuererlebnis pur Kachelöfen 100% Handwerk Kaminöfen Form & Funktion Specksteinöfen Wärme made in Finnland Service & Reparatur kompetent ausgeführt WIR machen Feuer . So. 8. 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