Unser Sommer

6 Anzeigensonderveröffentlichun Friedliche Schatzjäger in der Region Begonnen hat die als Geocaching bezeichnete Outdoor-Schatzjagd offenbar bereits Mitte des 19. Jahrhunderts als „Letterboxing“ in Südengland: Der Wanderführer James Perrott versteckte 1854 eine Glasflasche mit seiner Visitenkarte im Dartmoor und ermutigte andere Wanderer sie zu suchen und ebenfalls ihre Visitenkarte zurückzulassen. Die Flasche wurde irgendwann durch eine Blechdose ersetzt und ein so genanntes Logbuch hinzugefügt, in das sich die Finder eintragen konnten. Diese ursprüngliche Form der Schatzjagd mithilfe von Hinweisen, einer Landkarte und einem Kompass in der Natur versteckte Behälter aufzuspüren, ist der Vorläufer des heutigen Geocachings, bei dem die Verstecke mithilfe von GPS-Koordinaten gesucht werden. Mit dem Ersetzen des Begriffs Stash (Versteck) durch „Geocaching“ wurde auch eine Website initiiert, auf der bis heute über drei Millionen aktive Geocaches verzeichnet sind, davon mehr als 360.000 in Deutschland und allein rund 56.000 Stück in NRW und laut Angabe der App mehr als 6.000 in der Nähe von Aachen. Auf Schatzsuche Mit der kostenlosen App kann man gleich nach der Freischaltung mit der Schatzsuche beginnen. Schon bei der ersten Geocache-Beschreibung „Kupfer, Gold und Schwimmbad“ in der Nähe der Auferstehungskirche in Aachen-Forst gibt es im Beschreibungstext interessante Informationen zur Umgebung, beispielsweise den Anfängen der Metallverarbeitung in Aachen und den vier Kirchenglocken mit der Tonfolge e‘ –fis‘ – g‘ – a‘. Auch wenn der dort versteckte Cache nicht gefunden wurde, gab es einige Informationen zu Geschichte und Umgebung. Im Aachener Norden gibt es gleich mehrere Caches, darunter einer auf dem Gelände der ehemaligen Automobilfabrik Fafnir samt interessanter Hintergrundinformationen zu diesem fast vergessenen Industriezweig in Aachen, der in seiner Hochzeit einen eigenen Rennstall führte, was auch Thema des Multis „Eifelrennen“ ist. Auch zum Thema Tanzsport gibt es ganz in der Nähe einen Cache, der tatsächlich leicht zufinden ist, denn – wer hätte das gedacht – Aachen ist eine deutsche Tanzsportmetropole mit vier Vereinen und einer aktiven Salsa- und Tango-Szene. Die nächste Tour führt nach Alsdorf, auch dort sind eine ganze Reihe von Caches versteckt. Der Titel „Die Lore im Broichbachtal“ ist nicht nur ein Hinweis zum Versteck, sondern verweist auch auf die Bergbaugeschichte Alsdorfs. Auf dem Gelände der ehemaligen Grube Anna II ist heute das Energeticon, ein Energie-Erlebnismuseum, zufinden, wo 2017 ein großes Geocaching-Event Schatzsucher aus mehr als zehn Ländern zusammenbrachte. Bei einer gemütlichen Runde um den Barmener See in Jülich fallen die vier Personen zunächst gar nicht auf, zahlreiche Spaziergänger sind im Naturschutzgebiet unterwegs und erfreuen sich am milden Frühlingswetter. Als die Gruppe aber an eine Parkbank stoppt und sich plötzlich alle – außer dem etwas gelangweilt wirkenden Hund – um die Bank herumbewegen und sie von allen Seiten absuchen. Und tatsächlich heißt es bald: „Ich hab‘ sie!“ und einer der Männer zeigt stolz eine Filmdose, die unter der Bank befestigt war. Im Gespräch bestätigen sie, dass sie seit Jahren begeisterte Geocacher sind, vor allem im Urlaub, aber auch einfach mal zwischendurch, wie jetzt hier beim Hundespaziergang. Die Finderdaten werden noch auf den Zettel im „Logbuch“ geschrieben, dann wird die Box wieder verstaut und es geht weiter. Nicht immer finden sich die Caches so einfach, das kann mitunter frustrierend sein, wenn andere Schatzsucher kundtun, wie leicht der Cache zufinden sei und man selber selbst im zweiten oder dritten Anlauf erfolglos bleibt. So ging es uns am Friedhofstor an St. Katharina in Aachen, auch wenn der Hinweis „zwischen Leben und Tod“ Aufschluss geben könnte. Die Box haben wir nicht gefunden und nach dem Entdecken eines Vogelnests mit Eiern in den Büschen auch die Suche eingestellt, dafür gab es aber ein Wiedersehen mit der geschichtsträchtigen Forster Linde. (Belinda Petri) www.geocaching.com www.opencaching.de Geocaching ist ein interessantes Outdoor-Hobby, das viele Anhänger hat und auch mit Kindern jede Menge Spaß macht. Erfolgreich: Dieser Sucher ist fündig geworden. Foto: Belinda Petri www.tierpark-alsdorf.de Seit über 50 Jahren der einzige eintrittsfreie Tierpark in der Euregio! Von Amsel bis Ziege - viele Tiere und natürlich Sport, Spiel, Spaß... Tierpark Alsdorfer Weiher Ansprechpartner: Tierparkleiter Stefan Heffels, Mobil: 0157 73 52 00 36 Email: info@tierpark-alsdorf.de Für Patenschaften, Grillhütte und Tierparkverein: Swen Jeurissen, Telefon: 0 24 04 90 60 49

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