Unser Sommer

15 Anzeigensonderveröffentlichung Fortsetzung von Seite 13 Zahlreiche Mulitmedia-Stationen laden alle Gäste zudem zum Erleben mit allen Sinnen ein. Und das nicht nur für die erwachsenen Besucher, sondern auch für Kinder. Überhaupt liegt deren Interesse der Direktorin besonders am Herzen. Für die jungen Besucher gibt es ein spezielles Vermittlungskonzept, das gleich mehrere Sinne anspricht: Eine Duftwand gibt einen Eindruck der damaligen Gerüche wieder, ein Spieltisch lädt zum Ausprobieren antiker Spiele ein und ein begleitender Comic führt an die einzelnen Themen heran. Beliebt sind auch die nächtlichen Museumstouren, bei denen die meist jugendlichen Gäste mit Taschenlampen bewaffnet durch das Haus ziehen. Außerdem bietet das Museum ein breites Angebot an Veranstaltungen wie Kindergeburtstage, Workshops und Vorträge. Auch können externe Veranstalter Räume mieten. Fester Bestandteil des Alltagslebens Herzstück und wichtigstes Exponat des Museums sind allerdings die Reste des römischen Badehauses. Bei den Römern war der Besuch des Badehauses ein fester Bestandteil des Alltagslebens. Neben der Körperreinigung ging es dort auch um Entspannung und Genuss, körperliche Betätigung und Pflege sozialer Kontakte. Ein Film mit Szenen aus einem typischen römischen Badehaus führt dies anschaulich vor Augen. In der Thermenanlage selbst, die in römischer Zeit in erster Linie Funktionsbau war, markiert eine Lichtinstallation die unterschiedlichen Bereiche des Bades und den Ablauf des Badevorgangs. An insgesamt fünf Stellen gab es Feuerplätze, an denen warme Luft erzeugt und in das Heizungssystem unter den Fußböden eingespeist wurde. Besonderes Merkmal der Zülpicher Thermen sind die zum Teil gut erhaltenen Fußböden aus Terrazzo und die darunter liegenden Warmluftkammern. So ergibt sich ein besonders guter Raumeindruck. Nicht weniger interessant als die römischen Relikte sind die Ausstellungsstücke aus den weiteren Epochen. Schließlich spielte die Badekultur entgegen gängigen Klischees auch im Mittelalter eine bedeutende Rolle. In jeder größeren Stadt gab es zahlreiche Badestuben, deren Einrichtung in der Ausstellung exemplarisch dargestellt wird. Als sich die Körperpflege aus diversen Gründen zum Ende des 14. Jahrhunderts ins Private verlagerte, fanden sich in immer mehr Haushalten eigene Badewannen. (Axel Keldenich) LVR-Freilichtmuseum Kommern – Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde Es ist, als sei die Zeit stehengeblieben. Der Duft von frischgebackenem Brot zieht in die Nase. Gänse und Hühner laufen aufgeregt über das Kopfsteinpflaster. Aus der Schmiede dringt das laute Schlagen des Hammers auf den Amboss. Das ganze Jahr über können Sie einen Einblick in das dörfliche Leben in der ehemaligen preußischen Rheinprovinz gewinnen. Im ganzen Rheinland wurden Häuser abgebaut und auf dem Museumsgelände wiederaufgebaut. Beim Bummel durch die Dörfer begegnen Sie auch „echten“ Menschen aus der Vergangenheit, wie beispielsweise der Ordensschwester Clara Fey oder der Bäuerin Anna Ippendorf. Nur ein paar Schritte sind es vom dörflichen Alltag bis in die jüngere Vergangenheit. Der Marktplatz Rheinland lässt die 1950er bis 1990er Jahre wieder lebendig werden. info Kontakt: LVR-Freilichtmuseum Kommern – Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde Tel. 02443/99800, Eickser Straße 53894 Mechernich-Kommern www.kommern.lvr.de facebook und instagram #freilichtmuseumkommern Öffnungszeiten: täglich 9 – 19 Uhr (April – Oktober); November –März: 10 – 17 Uhr Preise: Erwachsene 9,50 €; Ermäßigt 7,50 €, Kinder unter 18 Jahre frei Jeden 2. Freitag imMonat freier Eintritt für alle! Fotos©LVR-Freilichtmuseum Kommern, Hans-Theo Gerhards Das Kombi-Ticket für 26Museen im Herzen der Euregio Maas-Rhein. Erhältlich in den Ticketshops des Medienhaus Aachen und auf büro G29 aufinsmuseum.eu auf ins museum! gefördert durch: auf ins museum: ein Projekt der Region Aachen regionaachen.de

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