purRegio Golf Spezial 2022

ImWohnmobil von Platz zu Platz Clever essen, besser scoren Husch, husch, ins Körbchen! Golf hat von der Pandemie profitiert. Jetzt müssen die vielen Spieler, die in Coronazeiten begeisterte Golfsportler geworden sind, langfristig bei der Stange gehalten werden. Gewinner Golf & Camping Golf & Ernährung Golf & Frisbee 2022 Aachen·Düren·Heinsberg kostenlos

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purInhalt 3 Golf zieht und Golf wird jünger – so kann man das Ergebnis der positiven Neuigkeiten zusammenfassen, die der Deutsche Golf Verband (DGV) Anfang des Jahres verkünden konnte. Die Langfassung: Noch nie haben so viele Menschen in Deutschland Golf gespielt wie im Corona-Jahr 2021. Der DGV verzeichnete gegenüber 2020 (und das war schon ein gutes Jahr) ein Plus von 3,5 Prozent, das sind 22.566 registrierte Mitgliedschaften mehr in den Clubs. Ganz besonders die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren und die der 21- bis 26-Jährigen ist gestiegen. Wer will da noch beharrlich behaupten, Golf sei ein Sport für die Generation Gold, die Silver Ager. Klar: Ist er AUCH – aber nicht NUR. Und das ist gut so! Die Pandemie hat den Clubs aber nicht nur mehr Kundschaft gebracht, sondern auch einen Trend verstärkt, nämlich die Verknüpfung von Golf und Caravaning – früher undenkbar. Tatsächlich haben wir in der Region auch ein Golfer-Ehepaar aufgetan, das in seinemWohnmobil von Platz zu Platz „tingelt“. Die Geschichte dazu finden Sie in diesem Magazin – ebenso wie die Geschichten vieler weiterer Menschen, in deren Alltag Golf eine Rolle spielt – mal mehr, mal weniger. Pures Lesevergnügen wünscht für das gesamte purRegio-Team purMagazin 4 Titelstory: Golfsport, deine Zahlen 6 „Wir haben’s gut gemacht“ Interviewmit Jörg Schlockermann vom DGV über Musterhaftigkeit, Mitgliederzuwächse und Möglichkeiten purGolf vor Ort 8 Nachwuchsgolfer Senkrechtstarter aus Immendorf 9 Vier Räder statt vier Sterne ImWohnmobil von Platz zu Platz 10 Spielverderber Schneeschimmel Ein lästiger Schädling auf den Greens 11 20 Jahre Egidius Braun Pokal 12 Golfanlage Rothenbach Kleiner Golfclub kommt groß raus purGolfspiel 13 Ein Jahr World Handicap System Gut oder so lala? Ein Gastkommentar purGesundheit 14 Golf – der gesündeste Sport der Welt? purClubs 18 Pures Golfvergnügen imDreiländereck Aachener Golf-Club, Mergelhof, Henri-Chapelle, Hoog Vaals, Kambach, Rothenbach, Schmitzhof, Düren, de Maastrichtsche, Wildenrath, Loherhof purBücher 26 Alexa Iwan Ernährung für Golfer purAusflüge 28 Discgolf Eine Liebesehe zwischen Golf und Frisbee purFragebogen 30 Letzte Seite Unter uns: Günter Meyer Titelfoto: ARochau – stock.adobe.com 6 9 4 18 30 14 Foto: Thomas Hannappel Fotos: presseatelier.de/Manfred Kistermann/Golf & Hotel Henri-Chapelle/tonjung-stock.adobe.com/Günter Meyer/torwaiphoto-stock.adobe.com

4 Es wird vermutet, dass das Golfspiel seinen Anfang in Schottland oder den Niederlanden nahm und von Hirten erfunden wurde, die mit Hilfe von Stöcken Steine in Hasenlöcher schoben. Hier kommen interessante Zahlen und Fakten rund um das Spiel mit der kleinen, keineswegs immer weißen Kugel. Golfsport, deine Zahlen

purMagazin 5 Die Frage, ob ein guter Abschlag oder ein gutes Puttspiel wichtiger für den Erfolg ist, wird äußerst kontrovers diskutiert. Spektakulärer wirkt natürlich der Drive. Fakt ist aber, dass Drives und Putts in etwa gleich wichtig sind. Foto: torwaiphoto/stock.adobe.com 40 Prozent der Golfspieler weltweit sind Frauen. Berühmte Golfspielerinnen in der Geschichte sind Katherine von Aragon, die erste Gattin Heinrichs VIII, und Mary, Königin von Schottland. Beide lebten im 16. Jahrhundert. 120 Jahre – und mehr noch –, wird in Deutschland Golf gespielt. Seit jeher aber kämpft der Golfsport mit dem Image eines Rentner- oder Schnöselsports – völlig zu Unrecht, wie wir nicht müde werden zu betonen! 0,78 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland spielen Golf. Nur! Im Verhältnis zu anderen Sportarten machen Golfsportler also nur einen geringen Prozentsatz der Bevölkerung aus. Dennoch ist Deutschland in Europa eine echte Golfnation, denn gemessen an der Anzahl der Golfplätze landet Deutschland auf Platz zwei hinter England. 675.000 US-Dollar strich Sophia Popov, erste deutsche Gewinnerin eines Majorturniers, nach ihrem Triumpf bei den British Open 2020 im alt ehrwürdingen Royal Troon Golf Club ein – mehr als das Sechsfache dessen, was sie zuvor in ihrer gesamten Karriere gewonnen hatte. 2 Herren aus Deutschland waren bislang bei einem Major erfolgreich: Bernhard Langer (Masters 1985, 1993) und Martin Kaymer (PGA Championship 2010, US Open 2014). 15 Major Turniere gewann bisher Eldrick Tont „Tiger“ Woods. Er liegt damit in der Bestenliste auf Rang zwei hinter Jack Niklaus. Mit einem geschätzten Jahresverdienst von rund 42,5 Millionen US-Dollar ist er einer der bestbezahlten Sportler der Welt. 2022 setzt die US Open in Sachen Preisgeld endlich neue Maßstäbe im Frauengolf. Statt bisher 5,5 Millionen Dollar werden bei den diesjährigen US Women’s Open zehn Millionen Dollar ausgeschüttet (Männer 12,5 Millionen US-Dollar). Möglich wird die Anhebung durch einen neuen Sponsorenvertrag. Ein erster Schritt in Richtung Equal Pay. 2 Jahrhunderte zuvor, genauer im Jahr 1811, sahen die „Preise“ bei einem offiziellen Turnier für Golferinnen in Schottland noch anders aus: Die Gewinnerin erhielt einen Schal und die Zweitplatzierte zwei spanische Taschentücher. 1948 war das Jahr, in dem die ersten Golfwagen auf der Bildfläche erschienen. Das allererste Modell war für Spieler mit Behinderungen gedacht. 1 Sand- oder Erdhäufchen ersetzte das Tee, bevor fertige Abschlaghilfen erfunden wurden. Die Bezeichnung „Tee“ soll aus dem Niederländischen kommen, wo man das Erdhäufchen „tuidje“ nannte. Heute gibt es eine kaum zu überblickende Anzahl von Tees in vielen verschiedenen Variationen. <

6 Trotz oder wegen der Corona-Pandemie befindet sich der Golfsport im Aufschwung. 2021 haben in Deutschland so viele Menschen wie noch nie organisiert Golf gespielt: 673.983. Das sind 3,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Es ist der größte prozentuale Anstieg seit dem Jahr 2009. Mit Jörg Schlockermann, Vorstand Kommunikation und Golfentwicklung des Deutschen Golf Verbandes (DGV), sprachKlaus Pastor über die Perspektiven, die sich daraus für den Golfsport ergeben. Corona und Krieg beunruhigen in hohem Maße. Die Nebensache Golf entwickelt sich hingegen überaus positiv. Wie passt das zusammen? J.S.: Kein Mensch kann sich ausschließlich um Krisen und Probleme kümmern: Corona, Klimawandel, Inflation, Krieg in der Ukraine – ohne Ablenkung kann das niemand ertragen. Der Golfsport ist, vielleicht neben Wettkampfangeln, die Sportart mit dem größten individuellen Platzangebot aller Sportarten. Wir haben bereits früh in der Pandemie nachgewiesen, verantwortungsvoll und angemessen mit der Situation umgehen zu können. Golf war und ist eine der, unter Pandemiegesichtspunkten, sichersten Arten Sport zu treiben. Aus diesem Blickwinkel haben wir sicherlich von der Pandemie profitiert, aber wir haben es auch gut gemacht. Die Coronarichtlinien wurden beispielhaft umgesetzt und der gesamte Golfsport hat sich außerordentlich diszipliniert verhalten. Der Trend setzt sich auch zu Beginn dieser Saison ungebrochen fort. Folgen nach siebenmageren Jahren nun sieben fette, ohne dass der Verband viel dafür tunmüsste? J.S.: So mager waren die Jahre gar nicht, vor allem im Vergleich zu den meisten anderen olympischen Sportarten. Nur ein Jahr ohne Wachstum – das war 2018 – zeigt das recht deutlich. Die letzten beiden Jahre liefen natürlich deutlich besser. Und selbstverständlich wünschen wir uns, dass es so weiter geht. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Gerade der Krieg in der Ukraine und die Folgen für die Wirtschaft können sich dramatisch auswirken. Unterdessen müssen wir uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren: ein gutes Produkt anbieten und für zufriedene Golfende sorgen. Nach dem überragenden Mitgliederzuwachs müssen viele Golfanbieter unter anderem zusehen, ausreichend Spielkapazitäten zur Verfügung stellen zu können, um all jene, die wir gewonnen haben, auch langfristig imGolfsport zu halten. Mitgliederbindung ist das Stichwort. Besonders für Frauen und Jugendliche schien der Golfsport in den letzten Jahren weniger attraktiv zu sein. Zeichnet sich auch in diesem Bereich eine Trendwende ab? J.S.: Gerade bei Kindern und Jugendlichen gibt es eine besonders erfreuliche Entwicklung. Hier haben wir mit einem Zuwachs von 6,6 Prozent (einschließlich der 18-Jährigen) sogar eine überproportional positive Steigerung. Das ist ein wirklich großartiges Zeichen und deutet darauf hin, dass in diesen Zielgruppen der Golfsport an Bedeutung gewinnt. Auch bei den Frauen können wir seit dem Jahr 2019 eine kontinuierliche Steigerung verbuchen. Der Zuwachs beträgt über die letzten drei Jahre 3,3 Prozent. Wir sind die Nation mit dem höchsten Frauenanteil und wollen dieses Niveau nach Möglichkeit natürlich weiter ausbauen. Rein sportlich betrachtet haben die deutschen Damen den Herren ohnehin ein wenig den Rang abgelaufen, sodass zurzeit deutlich mehr Damen als Herren in der absoluten Weltspitze spielen. Golf hat von der Pandemie profitiert. Nun müssen Spieler, die in Coronazeiten begeisterte Golfsportler geworden sind, langfristig bei der Stange gehalten werden. Themen wie Gesundheit und Nachhaltigkeit rücken bei den Bemühungen in den Fokus. Ein Interview über Musterhaftigkeit, Mitgliederzuwächse und Möglichkeiten. „Wir haben’s gut gemacht“ 2021 haben in Deutschland so viele Menschen wie noch nie organisiert Golf gespielt. Nach dem überragenden Mitgliederzuwachs müssen die Golfanbieter zusehen, ausreichend Spielkapazitäten zur Verfügung zu stellen, sagt Jörg Schlockermann (kl. Bild) vom Deutschen Golf Verband. Fotos: Pixabay Foto: presseatelier.de

7 Golf ist ein Sport mit einem riesigen individuellen Platzangebot unter freiem Himmel und ist damit eine der – unter Pandemiegesichtspunkten – sichersten Arten Sport zu treiben. Jede Sportart braucht Aushängeschilder. Die sportlichen Erfolge, die es unbestritten gibt, werden leider außerhalb der Fachmedien nur unzureichend wahrgenommen. Wie lange darf der 64-jährige Bernhard Langer noch Deutschlands bekanntester Golfer bleiben? J.S.: Bernhard Langer hat sich seinen Status über Jahrzehnte erarbeitet und verdient. Und bis irgendwann ein anderer deutscher Golfer zwei Masters-Siege vorweisen kann, wird es wohl auch noch dauern. Allerdings ist bei den deutschen Spitzengolfer/innen einiges in Bewegung. Im Amateurbereich ist der deutsche Golfsport heute absolute Spitze und seit Jahren der erfolgreichste europäische Verband. Gerade etwa haben unsere Damen die European-Nations-Championship gewonnen. Im Profibereich macht uns die wachsende Breite in der Spitze optimistisch. Bei den Herren ist der Weg ganz nach oben noch ein bisschen weiter, bei den Damen haben mittlerweile fünf Spielerinnen die Zulassung für die LPGA Tour in den USA. Mit Esther Henseleit und Caro Masson dringen zwei Proetten immer wieder in die Top Ten vor. Und bei den Herren haben Matti Schmid oder Hurley Long, um zwei Beispiele zu nennen, eine wirklich positive Entwicklung genommen. International ist der DGV im Nachwuchsbereich in den letzten Jahren unbestritten extrem erfolgreich. Dennoch wird Golf von der breiten Öffentlichkeit eher als Freizeitbeschäftigung für ältere Menschen angesehen. Ein Zerrbild oderWirklichkeit? J.S.: Wie gesagt ist die Breite in der Spitze deutlich gewachsen. Der Pool der Spitzenamateure mit Handicaps besser als 0 wird kontinuierlich größer. Der Wunsch, sich imProfigolf auszuprobieren, ist wieder erstrebenswert. Diese sportlichen Vorbilder und internationale Erfolge sind eine wichtige Voraussetzung für ein attraktives Image einer Sportart, die auf motivierten Nachwuchs angewiesen ist. Unabhängig davon finde ich es schwierig, die Freizeitbeschäftigung für ältere Menschen mit einem negativen Duktus zu versehen. Denn eines ist klar: die zum allergrößten Teil eigenfinanzierte Sportart Golf, und das schließt die Erstellung der Anlagen mit ein, kann nur durch die zahlenden Mitglieder aufrechterhalten werden und das sind in der Regel die Älteren. Im Idealfall lässt sich beides sinnvoll verbinden und die unterschiedlichen Zielgruppen profitieren voneinander. Golf und Gesundheit passen zusammen. Welche Rolle spielt diese Kombination in der DGV-Strategie? J.S.: Golf ist eine der Sportarten, die sich bis ins hohe Alter spielen lässt, aber auch jungen Sportmuffeln den Einstieg in Bewegungsangebote erleichtern kann. Je nach Anspruch kann der Golfsport also ein gemütliches Spazierengehen mit kognitiver Zusatzbelastung sein, oder anspruchsvoller Hochleistungssport. So kann sich jeder die zu ihm passende Art Golf zu spielen aussuchen und damit ein ideales Gesundheitsprogramm zusammenstellen. Das gilt ebenfalls für Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Denn: Seit diesem Jahr ist Rehasport ganz offiziell auch im Freien möglich und der Golfsport damit auch für den Rehasport geeignet. Unter bestimmten Umständen ist also Sport auf einer Golfanlage auf ärztliche Verordnung hin möglich. Das gilt aber nur für Golfanbieter, die dafür zugelassen sind und entsprechende Angebote machen. Wir gehen davon aus, dass der Megatrend Gesundheit zukünftig eine größere Bedeutung für den Golfsport gewinnen wird und nehmen aktuell Maßnahmen vor, damit in den kommenden Jahren bundesweit Rehasportkurse auf Golfanlagen angeboten werden. Was können regionale Clubs tun, um den positiven Trend zu verstärken? J.S.: Es ist schwer, Golfanbietern, die alle individuell positioniert sind, von außen passende Tipps zu geben. Es gibt aber natürlich ein paar allgemeingültige Anregungen. Zum Beispiel ist es wichtig, die Bedürfnisse der Golfinteressenten, die zuletzt in der Pandemie verstärkt in die Clubs gekommen sind, genau zu analysieren. Sie gehören teilweise zu anderen Zielgruppen, als die Einsteiger aus der Zeit vor der Pandemie. Möglichst viel Wissen über neue Golfinteressen ist auch für die Integration von alten und neuen Mitgliedern wichtig. Ein zentrales Thema der nächsten Wochen und Monate ist also die Golferbindung. Golfclubs, denen es gelingt, Golfinteressenten in ein funktionierendes vielschichtiges Betreuungssystem einzubinden, haben da einen strukturellen Vorteil. Hilfreich ist auch die Erweiterung des zentralen Themas Golfspielen mit ergänzenden aufwertenden Inhalten wie Nachhaltigkeit, Gesundheit, aber natürlich auch Sport und Wettkampf. <

purGolf vor Ort 8 Von Manfred Kistermann Den Driver schützt ein plüschiger Tigerkopf, und ein Logo mit den Initialen TW auf der Mütze signalisiert ganz klar: Hier handelt es sich um einen Fan von Tiger Woods. Für den 18-jährigen Jason Heinze aus Immendorf ist der Golf-Superstar das ganz große Idol und gleichzeitig auch ein Beispiel dafür, wie inspirierend ein Sportheld für einen jungen Menschen sein kann. „Ich bewundere seinen Schwung, seinen Rhythmus, auch wenn nach seinem schweren Unfall jetzt nicht mehr alles rund läuft und er sich nur noch unter Schmerzen auf dem Platz bewegt. Vor allem aber beeindruckt mich seine Beharrlichkeit und der Ehrgeiz. Woods lebt den Sport“, schwärmt Jason. Den Ehrgeiz und die Beharrlichkeit eines Tiger Woods beweist er täglich. Acht Jahre lang hat Jason intensiv Fußball gespielt, Golf war ihm schnuppe – bis er mal in den Sport hineinschnuppern konnte: Sein Vater, selber leidenschaftlicher Golfer, nahm den Filius vor anderthalb Jahren im Urlaub in Spanien mal im Kart mit auf einen schönen Golfcourse. Weg waren auf einmal alle Vorurteile beim Jugendlichen. Er war sofort begeistert von der Schönheit des Platzes, der Natur und von der Art des Spiels. Aus dem Urlaub zurück, meldete sich Jason direkt im Golfclub Loherhof in Geilenkirchen, unweit seines Wohnortes, zu einem Schnupperkurs an. Der dortige Jugend- und Kindertrainer Norman Dick erkannte schnell das Talent und nahm sich seiner an. Doch Jason wollte mehr: Fußball war passé, und die Spielekonsole wurde in die Kiste gepackt. Fortan spielte sich das Leben für Jason nach der Schule auf demGolfplatz ab. Jeden Tag trainierte er, fuhr im Winter fröstelnd mit dem Fahrrad zur Driving Range. Wann immer es ging spielte er eine Runde, manchmal auch zwei. „Ich verbrachte fast täglich fünf Stunden mit Golfen.“ Seine Freunde hat Jason trotzdem nicht verloren. Nach eigenem Bekunden tolerieren sie seinen Ehrgeiz – auch wenn mancher Jugendliche damit doch fremdelt. Möglichst schnell runter Das Ziel der Mühen war klar: Möglichst schnell mit dem Handicap runter zu kommen. Jetzt, nach gerade mal 18 Monaten seit dem Schnupperkurs, steht der Junior bei Handicap -5,7. Das reicht schon, um in der ersten Mannschaft des Clubs mitzumischen. „Das ist Gold wert“, sagt Jason, „denn jetzt kann ich viele andere Golfplätze in der Region kennenlernen“. Doch es ist noch nicht genug: Jason hat die Schule erfolgreich beendet und beginnt im Herbst eine Ausbildung im IT-Bereich. Bis dahin bleibt ihm viel Zeit. Und die verbringt er – wie könnte es anders sein – auf dem Golfplatz, dem Putting Green oder im Übungsbunker. Morgens um acht fährt die Mutter ihn zum Platz, abends um 17 Uhr kommt der Vater, und mit dem spielt Jason dann manchmal noch 18 Löcher. Jasons Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres das Handicap auf 0 heruntergeschraubt zu bekommen. Aber nicht etwa um eines Tages Golf professionell zu spielen. Nein, ihn reizt es, sich mit den besten anderen Amateuren bei Turnieren zu messen. Sein Trainer Norman Dick unterstützt ihn dabei und hat ihm schon früh den Rat gegeben, dass man „als guter Amateur die tollsten Turniere und die schönsten Plätze spielen kann“. „Talent allein genügt nicht“, unterstreicht der Trainer. Ständiges Spielen, vor allem mit guten Golfern, führe dazu, auch sein eigenes Spiel zu verbessern. Norman Dick hat im Golfpark Loherhof drei Kinder- und Jugendgruppen, die er regelmäßig trainiert und die auch Turniere bestreiten. Für die Saison 2022 hat er wieder eine Jugendmannschaft aufgestellt. Sie spielt in der Bezirksliga. Neben den Ligaspielen gibt es aber auch noch Freundschaftsspiele, offene Jugendturniere und Kooperationen mit anderen Jugendgruppen. < Innerhalb von 18 Monaten spielte sich der 18-jährige Jason Heinze von Handicap -54 auf -5,7 runter. Senkrechtstarter aus Immendorf Der Nachwuchsgolfer und sein Trainer Norman Dick in Aktion. Jason ist fast gar nicht mehr zu bremsen. Dass der 18-jährige zwölf Stunden pro Tag auf dem Golfplatz verbringt, ist keine Seltenheit. Sein Ziel ist, bis Ende des Jahres Handicap 0 zu haben. Fotos: Manfred Kistermann

purGolf vor Ort 9 Von Manfred Kistermann Man könnte meinen, die Sontags seien Sonntagskinder: Das Ehepaar Frauke und Helmut Sontag aus Roetgen strahlt, wirkt rundum zufrieden und hat sich einen Traum erfüllt. Die passionierten Golfer sind häufig im Wohnmobil unterwegs, erkunden aber nicht nur die Golfplätze, sondern auch die Schönheiten der Natur. In ihrem ausgebauten roten Kastenwagen, den sie liebevoll „Red Home“ nennen, ziehen sie durch die Lande. Ob Ardennen oder Erzgebirge, Eifel oder Münsterland, immer dort, wo es den beiden gefällt und nach Möglichkeit das Bag ausgepackt werden kann, da kommt das Red Home zum Stehen. Das Reisen mit dem Wohnmobil erlebt seit Corona-Zeiten bundesweit einen regelrechten Boom. Quasi als Gegenentwurf zum Vier-Sterne-Hotel mit Prosecco und Canapées ermöglicht ein vierrädriges Heim am Golfclub das Spiel an vielen Orten – mit einer rustikalen Grillrunde danach. Für Helmut Sontag, der schon seit fast 30 Jahren die Schläger in heimischen Clubs schwingt, kam nach dem Ruhestand der Drang in die Ferne. „Die Kombination Golfen und Spaß am Wohnmobilfahren gaben den Ausschlag, mir ein rollendendes Heim zuzulegen“, sagt der Ex-Banker. Klar war ihm aber auch, dass er „keine große Kiste“ haben wollte — nicht nur wegen der Kosten, sondern auch wegen der leichteren Handhabung. Da noch nicht viele Golfplätze auf den neuen Trend eingestellt sind, war es den Sontags wichtig, mit ihrem Fahrzeug autark zu sein. Doch woher nehmen? Vor vier Jahren startete die schier aussichtslose Suche nach einem entsprechenden Gefährt. Bis die Sontags einen Kastenwagen fanden, den sie bei einem Ausrüster auf die persönlichen Bedürfnisse einrichten ließen. Nun ist alles an Bord: Bett, Dusche, Küche, Toilette, Abfallbehälter, Wassertank, Stromversorgung, Platz für die Golfbags samt Trolley. „Wir haben Platz und Luft“, schwärmt Frauke Sontag. Platz? Na ja, man muss das Leben auf den paar Quadratmetern im Kastenwagen auf Basis eines Fiat Ducato schon mögen. Stehen kann man jedenfalls aufrecht, und die Fahrerabteilung ist offen. Im Juni letzten Jahres begann für die Sontags die „Tour de Golf“. Nicht wahllos gehen die beiden beim Ansteuern der Plätze vor. „Wir halten fairerweise nach Golfplätzen Ausschau, die keine eigene Hotellerie haben, rufen vorher an und fragen, ob wir willkommen sind“, so die Maxime und der Ratschlag an alle, die es den Red-Home-Fahrern gleichtun möchten. Richtige Infrastrukturen wie auf einem Campingplatz gibt es genau genommen kaum an Golfplätzen, berichten die Sontags. Nur vereinzelt habe man solche Bedingungen samt Stellplätzen, Stromund Wasseranschluss geschaffen. „Aber wir brauchen das gar nicht mehr zwingend, denn wir haben ja alles an Bord.“ Es zeichne sich aber auch ab, dass immer mehr Clubs und Betreiber den neuen Trend erkannt haben und entsprechende Angebote machen. Wichtig sei, dass man als campender Golfer die Clubstrukturen nutzen darf. Sprich: Umkleidekabinen, sanitäre Anlagen und die Gastronomie. Für manche Golfclubs sind das ja auch willkommene Zusatzeinnahmen, die sie ohne großen Aufwand bekommen. Einige Golfplatzbetreiber räumen sogar eine Greenfee-Ermäßigung ein, wenn jemand mit dem Wohnmobil anrollt. < Das Reisen mit demWohnmobil erlebt seit Corona-Zeiten bundesweit einen regelrechten Boom. Die „Tour de Golf“ von Frauke und Helmut Sontag aus Roetgen begann im Juni vergangenen Jahres. Vier Räder statt vier Sterne Bereit für die nächste Tour: Helmut und Frauke Sontag lieben das Unterwegssein in ihrem „Red Home“. Foto: Manfred Kistermann Golf-Wohnmobiler willkommen Von Deutschland über Schweden bis Schottland findet sich eine Vielzahl an Golfplätzen, auf denen man mit Wohnmobil willkommen ist. ˽www.golf-womo.de Die Initiative „Deutschland spielt Golf“ bietet einenWohnmobile Golf Guide. Hier gibt es einen Überblick über aller Golfanlagen, die sich über einen Besuch mit dem Wohnmobil freuen. Zudem liefert der Guide Details über die Infrastruktur für Wohnmobile auf den Golfanlagen. Sie beantworten auch Fragen wie diese: Gibt es einen Stromanschluss? Dürfen Hunde mit auf den Golfplatz? Wird eine Stellplatzgebühr erhoben? ˽www.deutschland-spielt-golf.de

10 Von Manfred Kistermann Es läuft nicht rund: Der kleine Ball hoppelt unkontrolliert über das Green, der puttende Golfer ist frustriert und schiebt es dem Greenkeeper in die Schuhe. Doch der Herr der Mähmaschine ist meist unschuldig. Es sind vielmehr Schädlinge, die immer mehr um sich greifen — vor allem auf Golfplätzen. „Schneeschimmel“ und die Larven der Wiesenschnake sind die Biester, die das Spiel verderben. Stefan Davids kennt sich mit den Schädlingen bestens aus. Er ist einer der wenigen PGA-zertifizierten Greenkeeper. Er war der Verantwortliche, als im Jahr 2000 die PGA-Europe-Tour auf der Golfanlage Kambach in Eschweiler abschlug. Die Profis waren so begeistert vom Zustand des Platzes, dass sie Davids als einen der wenigen Greenkeeper in Deutschland adelten. Er ist gelernter Landschaftsgärtner. Nach seiner Tätigkeit in Kambach wagte er sich an ein eigenes Projekt heran und baute in Geilenkirchen den Golfpark Loherhof mit großem Erfolg auf. Vor einem Jahr hat er auch seine alte Wirkungsstätte in Kambach als Betreiber übernommen. Und er möchte an alte Zeiten anknüpfen — zumindest was in Kambach den Platzzustand angeht. Mit Head-Greenkeeper Jakob Schönleber und seinem Team weiß er den Anspruch in guten Händen, wenn da nicht diese kleinen Störenfriede wären. Der Schneeschimmel hat mit der Winterpracht nichts zu tun, erklärt Stefan Davids. Vielmehr bildet der Pilz einen weißen Schleim, der zumNamensgeber wird. Was besonders gemein ist: Die Sporen verbreiten sich, wenn Golfer darüberlaufen, sie an ihren Schuhen hängen bleiben und so aufs nächste Grün übertragen werden. Nur der Einsatz chemischer Mittel könne Abhilfe schaffen, sagt der Fachmann. Aber gesetzliche Bestimmungen schränken die Auswahl ein, da Golfplätze als öffentlicher Raum gelten. Mechanische Bodenbearbeitung ist das Mittel der Wahl. Auch für die Larven der Wiesenschnake sind nicht-chemische Mittel gefordert: Die Insekten legen ihre Eier im Boden ab. In lauen Wintern überleben die Larven und verkriechen sich in den Aerifizierungslöchern auf dem Grün. Sie kommen nachts heraus und fressen dann die Grasränder auf dem Green ab, erklärt Stefan Davids. Dem Kahlfraß kommen die Greenkeeper am besten bei, indem sie eine dunkle Folie tagsüber auf die befallene Stelle legen und somit den Schädlingen Nacht vortäuschen. Wenn sie dann an die Oberflächen kommen, werden sie schnell per Hand entfernt. Bis zu 20 Schädlinge pro Quadratmeter seien keine Seltenheit, so Experten. All das behindert natürlich den Spielbetrieb, sei aber nötig. Deshalb bitten die Rasenpfleger um Verständnis, wenn solche Maßnahmen anstehen. Der Schneeschimmel ist übrigens im Sommer nicht zu sehen, was aber nicht heißt, dass er verschwunden ist. Er macht einen überlebenswichtigen Sommerschlaf und geht im Herbst wieder ans Werk. Unddann sinddanochdieKosten.Wieüberall steigen sie auch in Zusammenhang mit der Pflege von Golfplätzen. Materialien wie Saatgut und Dünger sind teurer geworden, ein Mäheinsatz an einem Tag verschlingt schnell mal 500 Euro, erklärt Stefan Davids. Da wundert es nicht, dass Greenkeeper nach modernen Methoden zur Kostenreduzierung suchen. Eine Möglichkeit ist ein vom Deutschen Raseninstitut entwickeltes Mittel zur Kurzhalmigkeit wie es auch Bauern auf den Feldern einsetzen. Die Halme werden dadurch kürzer, härter und windbeständiger. Wenn ein solches Mittel auf dem Golfplatz zum Einsatz kommt, braucht das Gras nur dreimal statt fünfmal in der Woche gemäht zu werden. Allerdings kommt es bei diesem Mittel auf eine genaue Dosierung an. „Weniger ist in diesemFalle mehr“, meint Stefan Davids. < Golfplatzbetreiber Stefan Davids (l.) und Greenkeeper Jakob Schönleber kämpfen gegen die Störenfriede an. Foto: Manfred Kistermann Wenn es auf dem Grün nicht rund läuft, kann das auch an einem lästigen Schädling liegen. Greenkeeper rücken ihmmit nicht-chemischen Mitteln zu Leibe. Das ist ganz schön aufwendig. Spielverderber Schneeschimmel

purGolf vor Ort 11 Nach zwei Jahren Corona bedingter Pause findet endlich das Jubiläum statt: Bayer 04 Leverkusen ist am 29. Juli 2022 Partner des 20. Egidius-Braun-Pokals. In die Freude über die Fortsetzung des Traditionsturniers mischt sich allerdings viel Wehmut, denn der Namensgeber und Ehrenpräsident des Deutschen Fußball-Bundes verstarb am 16. März im Alter von 97 Jahren. Seit 2001 wird die Veranstaltung auf Haus Kambach in der Nähe von Aachen, der Heimatstadt von Egidius Braun, ausgetragen. Beim ersten Turnier 2001 betrug der Reinerlös 17.500 D-Mark. Es war die allererste Spende, die die wenige Tage zuvor gegründete DFB-Stiftung erhielt. Bislang konnten durch die Golfturniere exakt 233.136,26 Euro an die „Mexico-Hilfe“, eine Herzensangelegenheit von Egidius Braun, überwiesen werden. Mit dem Geld wird seit 2013 das Schulzentrum La Barranca in der mexikanischen Metropole Guadalajara gefördert. „Das Golfturnier ist beispielhaft für viele Aktionen, die unserer Stiftung enorm helfen“, versichert Geschäftsführer Tobias Wrzesinski und ergänzt: „Besonders dankbar sind wir für die Unterstützung über so viele Jahrehinweg. Dadurchwird unsere Arbeit vor Ort planbar.“ Der Egidius-Braun-Pokal ist ein Mannschaftsturnier, bei dem Teams mit vier Spielern umden Sieg kämpfen. Dieser besondere Modus unterstreicht die Verbindung zwischen der Individualsportart Golf und dem Mannschaftsspiel Fußball. Die Veranstaltung wird abwechselnd von den drei traditionsreichen Vereinen des Fußballverbandes Mittelrhein unterstützt, aus dem Egidius Braun hervorgegangen war: Bayer 04 Leverkusen, der 1. FC Köln und Alemannia Aachen. Die Weltmeisterschaft 1986 war die Geburtsstunde der „Mexico-Hilfe“. Nach der Besichtigung eines Waisenhauses in Querétaro, dem Vorrunden-Spielort der deutschen Mannschaft, war die Betroffenheit über die vorgefundene Not und das Elend so groß, dass Spieler und Funktionäre unbedingt helfen wollten. Rudi Völler war der Erste, der 5000 D-Mark spendete. Es folgte eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft, an der der damalige Delegationsleiter Egidius Braun nicht ganz schuldlos war. Dass daraus eine Maßnahme wurde, die bis heute nachwirkt, konnte damals niemand ahnen. Nach dem Tod von Egidius Braun fühlen sich die Initiatoren des Golfturniers seiner Idee stärker denn je verbunden. [kjp] 20. Egidius-Braun-Pokal: Bayer 04 Leverkusen unterstützt das Jubiläumsturnier in Eschweiler, das am 29. Juli stattfindet. Traditionsturnier rundet Bis 2015 war Egidius Braun ständiger nicht golfender Gast beim Turnier der DFB-Stiftung. Foto: Marius Becker, dpa Neues „Networking“ der Club-Chefs in der Region Die Funkstille zwischen den in unserer Region ansässigen Golfclubs ist vorbei. Das erklärte Stefan Davids, Beteiber der Golfanlage in Kambach, der auch als leidenschaftlicher Golfspieler Präsident des Golfclubs Loherhof in Geilenkirchen ist. Nicht zuletzt durch neue junge Persönlichkeiten sei nun ein kleines Netzwerk der Club-Chefs in unserer Region entstanden. Ein Ergebnis dieses neuen Netzwerks ist die Austragung des Euregio-Herren-Golf-Cup am6. Juli auf der Anlage in Kambach. Für die Damen fand das Turnier bereits im Golfclub Düren statt. Geplant ist, den Cup jährlich wechselnd an fünf Plätzen unserer Region zu spielen. [mk] Wir wünschen Ihnen ein schönes Spiel! WOHNEN | SCHLAFEN | KÜCHEN | GARTEN | LICHT | ESSEN | TEXTILIEN DÜREN www.kelzenberg.com Die neue GartenmöbelKollektion bei uns. Mbrace Design Sebastian Herkner

purGolf vor Ort 12 Von Jupp Lentzen Wer die Golfanlage Rothenbach zum letzten Mal vor zwei Jahren gespielt hat und jetzt aufteet, wird sich in einem neuen Club wähnen: alles hell, einladend und tipptopp gepflegt. Beispielhaft für diesen Umbruch steht die Bahn 1, die vielen Golferinnen und Golfern in der Vergangenheit direkt den Score verhagelt hat. Bäume und hohe Sträucher bildeten einen engen Tunnel, ein Wasser auf halber Strecke flößte zusätzlich Furcht ein, die Fahne nach 137 Metern war oft nicht sichtbar – ein Graus zum Start. Das hat der neue Besitzer Eduard Müllenbruch nun geändert. In der Konsequenz heißt das: Länge auf 107 Meter verkürzt, das urwaldähnliche Dickicht ausgedünnt, freier Blick auf die Fahne – eine Wohltat zum Auftakt der Runde. Mit einem Charity-Turnier für die Ukraine wurde Rothenbach 2.0 jetzt eröffnet. Aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst hat den kleinen Club der Unternehmer Eduard Müllenbruch aus Heinsberg, Deutschlands größter Versicherer von Wohnmobilen. Als Alleinstellungsmerkmal ließ er eine Beleuchtungsanlage mit insektenfreundlichen LED-Lampen installieren, die in der dunklen Jahreszeit das Golfen bis 22 Uhr ermöglicht und bundesweit einzigartig ist. Parallel dazu wurde eine dringend nötige Fairway-Bewässerung für immer saftig-grüne Fairways installiert, die Gastronomie völlig neu aufgestellt, damit sich auch Nichtgolfer angesprochen fühlen und, und, und... Vorläufiger Schlusspunkt der immensen Investitionen – über die Höhe schweigt der Kaufmann – ist ein neuer großzügiger Parkplatz. Laut Müllenbruch scherzen manche schon: „Deutschlands kleinste 9-Loch-Anlage mit dem größten Parkplatz.“ Aber der immer in die Zukunft denkende Unternehmer ist auf Zuwachs eingestellt und kann stolz vermelden, dass sich 2021 fast 90 neue Mitglieder der Rothenbacher Golfanlage angeschlossen haben. Und keinen würde es wundern, wenn Eduard Müllenbruch nicht noch Pläne in der Schublade hätte, um die Attraktivität seines Clubs weiter zu steigern. Aber kommen wir nun von der „Zukunftsmusik“ zu den sportlichen Leistungen bei der Neueröffnung. Peter Spiertz betonte bei der Siegerehrung, dass sich von den 51 Teilnehmern ganze 17 an diesem Tag verbessert hätten, wenn das Turnier vorgabewirksam gewesen wäre. Bruttosieger wurde bei idealen Wetterverhältnissen Lucas Lausberg vom Golf- und Landclub Schmitzhof vor seinem Clubkameraden Alexander Mlaker und Markus Hofmann vom GC Rothenbach. Den Nettosieg sicherte sich Christiane Heubel (Golfanlage Jammertal) vor Daniela Düsterwald und Boris Franke (beide Rothenbach). Den Nearest to the Pin-Wettbewerb gewann Jupp Lentzen (GP Loherhof ), dessen Ball auf dem Par 3 der Bahn 1 nur 70 Zentimeter neben dem Loch landete. Besonders zufrieden war einer, der gar nicht mitgespielt hatte: Frank Sodermanns erhält für seine Ukraine-Hilfe den gesamten Reinerlös des Turniers von fast 9000 Euro. Jetzt kann er wieder in das kriegsgeschüttelte Land fahren und behinderte Menschen nach Deutschland holen. < Die Rothenbacher Golfanlage präsentiert sich nach zwei Jahren des Umbaus sehr einladend. Besitzer Eduard Müllenbruch hat keine Kosten gescheut, den Club aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Kleiner Golfclub kommt groß raus Erst einen Tag vor der Premiere fertig geworden: Die neue Bahn 1 präsentiert sich jetzt freundlich. Keine Spur mehr vom Furcht einflößenden grünen Tunnel früherer Tage (l.). Die Sieger des Neueröffnungsturniers mit Investor Eduard Müllenbruch (links) und Clubpräsident Hubert von Helden (rechts). Fotos: Jupp Lentzen Die 9-Loch-Anlage inWassenberg bietet ... ... viele kurze Fairways, einige Wasserhindernisse und Sandbunker sowie variantenreiche und anspruchsvolle Grüns. Darüber hinaus ist die Anlage › die erste DGV-geratete und handicapwirksame 9-Loch-Anlage der Region, › bestens geeignet für Anfänger aber auch für sportlich ambitionierte Golfer, › besonders beliebt bei Berufstätigen, die nicht immer 18 Löcher gehen möchten, › ungezwungen und familiär in der Atmosphäre, › mit großflächigen Übungsanlagen bestückt, › günstig in den Einsteigerangeboten und Schnupperkursen. › Und: Es gibt keine Aufnahmegebühren und Umlagen, nur Jahresbeiträge! ˽www.rothenbacher-golfanlage.de

purGolfspiel 13 Von Harry Liedtke Zu Beginn des Jahres 2021 wurde das neue World Handicap System (WHS) in Deutschland und Belgien eingeführt. Mittlerweile haben wir die erste Saison mit dem neuen WHS absolviert, Anlass genug für ein Zwischenfazit. Der grundlegende Gedanke, ein weltweit einheitliches Handicap-System zu schaffen, ist nach wie vor sehr begrüßenswert. Bei der Umsetzung in die Praxis gab es in der vergangenen Saison die zu erwartenden Anfangsschwierigkeiten. Unbestritten wird durch den neuen Modus die aktuelle Spielstärke eines Spielers realistischer wiedergegeben. Die Reaktionen der Golfer sind jedoch unterschiedlich. Ein Teil akzeptiert die Korrektur des Handicaps nach oben beziehungsweise freut sich sogar darüber, da es ihrer wahren Spielstärke entspricht und sie jetzt wieder die Gelegenheit erhalten, Netto-Preise zu gewinnen. Ein anderer Teil sieht sich jedoch um das jahrelang hart erkämpfte Handicap gebracht und spielt aus diesem Grund weniger oder gar keine Turniere mehr. Diese Spieler messen einer Zahl (Handicap--Index) offensichtlich mehr Bedeutung bei, als ihrer tatsächlichen Spielstärke und bringen sich somit um den Wettkampfspaß. Die Folgen für die Clubs sind gesunkene Turnierteilnahmen und dementsprechend gesunkene Einnahmen. Ein positiver Aspekt ist, dass der Wegfall der Pufferzonen dazu führt, dass eine gute Runde nicht mehr von einem Schlag mehr oder weniger abhängig ist und das Handicap dennoch aussagekräftig bleibt. Mit dem neuen WHS ist es durchaus möglich, mit 31 Nettopunkten eine Verbesserung seines Handicaps zu erzielen. Daraus resultiert deutlich weniger Stress auf den letzten Löchern. Der neue Berechnungsmodus hatte in der vergangenen Saison zur Folge, dass der neue Handicap-Index erst über Nacht berechnet wurde und man als Spieler direkt nach der Runde keine Aussage treffen konnte, ob oder wie sich das Handicap verändert hat. Der DGV hat dieses Problem erkannt und entsprechend reagiert. Ab der Saison 2022 werden bereits mit dem Turnierabschluss die voraussichtlichen neuen Handicaps ausgewiesen. Mögliche Anpassungen durch die Playing Conditions Calculation (PCC) erfolgen weiterhin über Nacht. Es kann also in seltenen Fällen zu einer nachträglichen Änderung des Handicaps kommen. In der vergangenen Saison gab es auf demMergelhof in keinem einzigen Fall eine PCC-Anpassung. Zusammenfassend kann man sagen, dass das neue WHS im Grunde mehr positive als negative Auswirkungen hat. < Seit 2021 gilt das „neue“ World Handicap System (WHS). Es vereinheitlichte die vorher vielen unterschiedlichen länderspezifischen Handicapund Vorgabesysteme. Gut oder schlecht? Unser Gastkommentator Harry Liedtke findet ersteres. „Das Positive überwiegt“ Harry Liedtke ... ist Mitglied im Internationalen Golfclub Mergelhof. Er hat den World Handicap Index (WHI) 2,9. Auf vielen Plätzen als leidenschaftlicher Golfer unterwegs: Harry Liedtke. Foto: Liedtke Auch Samstags von 10.00 bis 13.00 Uhr Distelrather Straße 7 52351 Düren noldendueren.de 02421/93520 FÜR RÄUME VOLLER LICHT Wintergärten von Solarlux Markisen von markilux Neue Ausgabe 2022 nur 9,90 € Erhältlich im Buch- und Zeitschriftenhandel, beim Medienhaus Aachen und online: medienhausaachen.de/ bestellformular-guides Ein Angebot aus dem Abenteuer & Entspannung im Dreiländereck

14 Von Felix Grewe Golfer leben länger. Wissenschaftliche Studien belegen immer wieder, dass Golf zu den gesündesten Sportarten überhaupt gehört. Denn Golf hält in Bewegung, bietet nahezu allen Menschen eine ausreichende körperliche Aktivität. Golf birgt ein vergleichsweise geringes Verletzungsrisiko. Es verbindet athletische und kognitive Anforderungen und auch für das seelische Gleichgewicht ist Golf hilfreich — natürlich unter der Voraussetzung, dass man das Spiel als ein solches erkennt und nicht zu ernst nimmt. Hier sind neun Gründe, warum Golf guttut! 1) Wer eine Runde zu Fuß absolviert, legt etwa 11.000 bis 17.000 Schritte zurück, das entspricht einer Distanz von 6,5 bis 13 Kilometern. Dabei verbraucht man rund 1200 Kilokalorien. 2) Auch bei einer per Golf-Cart absolvierten 18-Löcher-Runde werden erstaunliche Aktivitätswerte erreicht: im Durchschnitt rund 6000 Schritte beziehungsweise 6,5 Kilometer. Und immerhin verbraucht man auch fahrend noch 600 Kilokalorien. 3) Rund 150 Minuten Golfspiel pro Woche können ausreichen, um die Anforderungen für die körperliche Aktivität zu erfüllen. Das sagt die Weltgesundheitsorganisation WHO. 4) Je aktiver man ist, desto mehr kann man das Risiko chronischer Erkrankungen reduzieren — zum Beispiel Depression und Demenz um 20 bis 30 Prozent, Schlaganfälle undHerz-Kreislauf-Erkrankungen sogar um 20 bis 35 Prozent. 5) Auch die Gefahr für Brustkrebs (-20 Prozent) und Darmkrebs (-30 Prozent) sinken. 6) Diabetes-Erkrankungen treten 30 bis 40 Prozent seltener auf, wenn man sich ausreichend bewegt, und Hüftfrakturen sogar um 36 bis 68 Prozent weniger. 7) Golf sorgt für ein besseres Wohlbefinden, mehr Selbstachtung, Selbstwert und Selbstvertrauen. 8) Gerade ältere Menschen verbessern durch regelmäßiges Golfspielen sowohl ihre Balance als auch ihre Kraft — und auch die Lungenfunktion profitiert. 9) Am Ende bleibt das Wichtigste: Golfer leben länger. Punkt. Golf hält in Bewegung und gilt deshalb als besonders gesunder Sport. Aber das ist nicht der einzige Vorteil. Hier sind neun Gründe, warum Golf guttut. Der gesündeste Sport derWelt? Vor dem Golfspiel sind Aufwärmübungen ratsam, um die Gefahr von Verletzungen zu minimieren. Foto: tonjung_stock adobe.com Training neben demGolfplatz Um Beschwerden vorzubeugen, ist es empfehlenswert, sich vor dem Spiel gezielt zehn Minuten lang aufzuwärmen. Für das Training neben dem Golfplatz wird ein 30- bis 60-minütiges Ausdauerworkout ein- bis zweimal pro Woche empfohlen (Joggen, Fahrrad fahren, Schwimmen, Laufband, Crosstrainer, Rudergerät) und ein 60-minütiges Krafttraining zweimal die Woche, bei dem alle Körperpartien beansprucht werden. Für die Beweglichkeit sind Yoga oder Stretching ideal – so oft wie möglich. Die über 60-seitige Golf & Fitness-Broschüre des DGV mit Informationen und 21 Fitnessübungen für ein besseres und gesünderes Golfspiel ist als PDF herunterladbadbar unter https://serviceportal.dgv-intranet.de unter dem Reiter Presse & Publikationen. purGesundheit

Dr. med. Thomas Quandel ist seit April 2017 Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin im MARIEN und selbst leidenschaftlicher Golfer (Handicap 14). Dr. Quandel spielt mit seinem Team des Aachener Golf-Clubs 1927 e.V. in der Jung-Senioren Mannschaft AK 50. Seit seinem Start in Burtscheid hat seine Klinik enorm an Zuspruch gewonnen und inzwischen schenken ihm mehr als 2.500 Patient*innen pro Jahr ihr Vertrauen. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Hüft-, Knie- und Schulterprobleme. Sobald diese Beschwerden chronisch werden und sich konservativ nicht mehr in den Griff bekommen lassen, kann eine Operation helfen. In Deutschland gehört die Implantation eines künstlichen Hüftoder Kniegelenkes mittlerweile zu den am häufigsten durchgeführten operativen Verfahren. So werden jährlich ca. 400.000 geschädigte Gelenke durch künstliche Gelenke (Endoprothesen) ersetzt, um den betroffenen Patient*innen Schmerzfreiheit, Mobilität und eine insgesamt verbesserte Lebensqualität zurückzugeben. Was ist das Besondere an der Behandlung in der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin im Marienhospital Aachen? Als zertifiziertes Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung legen wir viel Wert darauf, dass wir unsere Patient*innen schon vor dem Krankenhausaufenthalt umfassend informieren. So bieten mein Team aus Ärzt*innen und Therapeut*innen und ich mehrmals im Jahr Infoabende an – sowohl zu fachlichen Themen, aber auch zu den Abläufen vor, während und nach einem operativen Eingriff. In der CovidPandemie habe ich diesen Patienteninformationsvortrag digitalisiert. Dieser kann auf unserer Homepage abgerufen werden. Dadurch, dass zu uns nur gut informierte Patient*innen kommen, haben diese schon das beste Rüstzeug in der Hand, um auch schnell wieder fit und mobil entlassen zu werden. Dies ist in denmeisten Fällen nach vier oder fünf Tagen der Fall. Was sind die Vorteile Ihres neuen Behandlungskonzeptes zur schnellen Mobilisation der Patient*innen? Da die Wenigsten ihre Zeit gerne im Krankenhaus verbringen, ist es uns einAnliegen, die uns anvertrauten Menschen schnell, professionell und sicher durch unser Behandlungskonzept zu führen. Natürlich auch im Sinne des bestmöglichen medizinischen Ergebnisses. Durch unsere gezielten Patient*innenschulungen vor der Operation, durch einen schonenden Zugang zu den Gelenken, eine Reduzierung des Blutverlustes und ein optimiertes Schmerzmanagement in den Tagen nach dem Eingriff, bekommen unsere Patient*innen ein ausgeklügeltes Gesamtkonzept geboten, das wir viele Jahre erprobt haben und mit dem wir und die von uns behandelten Personen sehr zufrieden sind. Wie sieht der Ablauf in Ihrer Klinik konkret aus? Durch eine optimale Planung der OP können individuelle Aspekte wie die Erwartungen des*der Patienten*in, die Wahl des Implantates und die Verankerungsmethode sowie das individuelle Risiko einer Infektionschon vor der Aufnahme ins Krankenhaus geklärt werden. Bereits am Aufnahmetag beginnt das Training mit den Gehstützen – so gehen die Patient*innen gut vorbereitet in die OP und kommen danach besser mit den Gehstützen zurecht. Auch der vollkommene Verzicht auf Drainageschläuche und Schmerzkatheter trägt mit zu einer schnelleren Mobilisation unserer Patient*innen bei. Dafür wesentlich verantwortlich ist auch ein effektives Schmerzmanagement, denn je weniger Schmerz ein*e Patient*in spürt, umso leichter fällt es ihm*ihr, das Bewegungsprogramm nach der OP zu absolvieren. Denn bereits am OP-Tag erfolgt die erste krankengymnastische Einheit mit Mobilisation. Von da an hat der*die Patient*in täglich Krankengymnastik und Mobilisationstraining, begleitet wird dies durch Lymphdrainage. Kurz nach demoperativen Eingriff laufen viele Patient*innen schon ganz ohne Gehhilfen und können sogar Treppensteigen. Wenn die Heilung gut verläuft, können sie bereits ab dem vierten Tag nach der Operation nach Hause oder direkt in die Rehabilitation entlassen werden. Alle Infos zum zertifizierten EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung Marienhospital Aachen gibt′s unter: marienhospital.de/endoprothetikzentrum Schnelle MobiliSation – Schnelle entlaSSung Neue Behandlungsansätze bei endoprothetischen Eingriffen im Marienhospital Aachen Dr. med. Thomas Quandel (Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin im Marienhospital Aachen) ist begeisterter Golf Spieler.

MarienhoSpital aachen %lini%für orthopädie, unfallchirurgie und SportMedi"in unSer är"t#innen!teaM Zeise 4 · 52066 Aachen · Telefon: 0241/6006-1401 · Fax: 0241/6006-1409 orthopädie@marienhospital.de · www.marienhospital.de www.facebook.com/marienhospital.aachen Alle Infos EndoProthesenZentrum der Maximalversorgung Marienhospital Aachen gibt‘s unter: www.marienhospital.de/endoprothetikzentrum Sprech"eiten Alle Sprechstundenfinden Sie unter: www.marienhospital.de/klinik-orthopädie-sprechzeiten Chefarzt Dr. med. Thomas Quandel Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Facharzt für Chirurgie Spezielle Orthopädische Chirurgie Spezielle Unfallchirurgie Ltd. Oberarzt Dr. med. Michael Lörken Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie Spezielle Unfallchirurgie, Sportmedizin ATLS-Instruktor Oberarzt Dr. med. Lars Goecke Facharzt für Orthopädie Physikalische Therapie und Balneologie, Akupunktur Oberarzt Dr. med. Klaus Dück Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Spezielle Orthopädische Chirurgie Zertifizierter Knie-Chirurg (DKG) Zertifizierter Schulter-Ellenbogen-Chirurg (DVSE) AGA-Arthroskopeur Oberärztin Dr. med. Saskia Mooij Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie Zertifizierte Fußchirurgin (GFFC, DAF) Spezielle Unfallchirurgie, Sportmedizin Dr. Valentin-Paul Pavel Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Oberarzt Vasileios Tziotzios Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Fachärztin Dr. med. Ursula Keuken Fachärztin für Chirurgie Zertifizierte Fußchirurgin (GFFC)

purClubs 18 Wir leben in einem herrlichen Stück Europa: Das Dreiländereck zwischen Belgien, Deutschland und den Niederlanden ist durch die große Vielfalt an Sprachen, Landschaften und Kulturen gekennzeichnet, die auch über die Grenzen hinweg geschätzt und erlebt werden. Das macht sich auch in golferischer Hinsicht bemerkbar. Von hügeligen Landschaften mit herausfordernden Balllagen bis hin zu anfängerfreundlichen flachen Topografien liegt dem Golfer im Dreiländereck alles zu Füßen. Das bieten ganz sicher auch andere Golf-Regionen. Kaum anderswo jedoch haben Golfer die Möglichkeit, an nur einem Wochenende in gleich drei Ländern zu spielen und dabei auch noch die kulinarische und kulturelle Vielfalt derselben zu genießen. So ist zum Beispiel der Golfclub „De Maastrichtsche“ – nur zehn Minuten von der Maastrichter Innenstadt entfernt – der einzige grenzüberschreitende Golfplatz in Europa, bei dem man in den Niederlanden abschlagen und in Belgien weiterspielen kann. Diesen und zehn weitere Plätze stellen wir auf den folgenden Seiten vor – alles ideale Orte, um eine Runde mit Freunden mitten im Grünen zu spielen oder abends in der Dämmerung schnell noch 9 oder 18 Loch zu genießen. Pures Golfvergnügen imDreiländereck Foto: pixabay Maastricht Geilenkirchen Herzogenrath Baesweiler Alsdorf Würselen Eschweiler Heinsberg 10 10 11 11 7 7 6 6 9 9 1 1 4 4 8 8 5 5 2 2 3 3 ÜbachPalenberg Erkelenz Jülich Düren Rurberg Stolberg Aachen

purClubs 19 Als einer der ältesten Golfclubs Deutschlands bietet der Aachener Golf-Club mitten im Dreiländereck eine natürlich gewachsene, idyllische und sportlich anspruchsvolle Anlage. Der Platz wurde 1927 vom berühmten Golfplatz-Architekten Harry S. Colt geplant und wird heute kontinuierlich und behutsam weiterentwickelt. Der Club bietet sowohl sportlich ambitionierten als auch geselligen Golfern eine Heimat. Leicht hügelig mit gepflegtem alten Baumbestand verlangt das Platzlayout präzise Abschläge. Dazu von auswärtigen Spielern als trickreich empfundene, kleine ondulierte Grüns machen den besonderen Reiz dieser Anlage aus. < 1 AACHENER GOLF-CLUB Idyllisch und sportlich anspruchsvoll Foto: Aachener Golf-Club Aachener Golf-Club 1927 e.V. Schurzelter Straße 300 52074 Aachen info@agc-ev.de www.aachener-golfclub.de 0 241/12 501 Präsidentin: Caroline Effert Geschäftsführer: Oliver Röckerath Spielführer: Oliver Rychter Anzahl der Bahnen: 18 - Par 72 Länge/Slope: Herren: 5.803 m / Slope 128 Damen: 5.207 m / Slope 128 Greenfee: Mo-Fr: 18-Loch max. 80 € WE+FT: 18-Loch max. 90 € Ermäßigungen u.a. in Begleitung von Mitgliedern Jugendliche/Studenten: Mo-Fr: 18-Loch 25 € WE+FT: 18-Loch 40 € Die Golfanlage wurde Ende der 1980er Jahre auf einem ehemaligen Gutshof unweit des Dreiländerecks errichtet und zwischen 1991 und 1997 zu einer 27-Loch-Anlage mit Hotel und Restaurant umgebaut. Fernab jeglichen Straßenlärms können sich Damen und Herren den sportlichen Herausforderungen mit zahlreichen natürlichen Hindernissen stellen und dabei wunderbare Ausblicke ins hügelige Mergelland genießen. Eine 9-Loch-Par-3-Anlage bietet neben dem 18-Loch-Platz jedem Spielertyp die Möglichkeit, seine Schläge zu üben und zu perfektionieren. Die Par-3-Anlage ist ohne Mitgliedschaft für ein geringes Tages-Greenfee offen. < 2 MERGELHOF Wie ein Urlaubstag Foto: Mergelhof Internationaler GolfclubMergelhof 254 Rue de Terstraeten B-4851 Gemmenich info@mergelhof.com www.mergelhof.com +32/(0)87/789280 Präsident: Klaus Pastor Spielführer: Hans Roseboom Anzahl der Bahnen: 27 Länge/Slope: Herren: 5.842 m / Slope 137 Damen: 4.757 m / Slope 130 Greenfee: Mo-Fr: 18-Loch 60 € 9-Loch 40 € WE+FT: 18-Loch 70 € 9-Loch 50 € Par-3-Platz (Tageskarte): Mo-Fr: 20 €, WE+FT 22,50 € Jun. bis 21 Jahre (nur 18-Loch): Mo-Fr: 25 €, WE+FT:35 € Golf AkademieMGHF: Stefan Felser, 32/(0)477/223674

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