purRegio Golf Spezial 2022

purMagazin 5 Die Frage, ob ein guter Abschlag oder ein gutes Puttspiel wichtiger für den Erfolg ist, wird äußerst kontrovers diskutiert. Spektakulärer wirkt natürlich der Drive. Fakt ist aber, dass Drives und Putts in etwa gleich wichtig sind. Foto: torwaiphoto/stock.adobe.com 40 Prozent der Golfspieler weltweit sind Frauen. Berühmte Golfspielerinnen in der Geschichte sind Katherine von Aragon, die erste Gattin Heinrichs VIII, und Mary, Königin von Schottland. Beide lebten im 16. Jahrhundert. 120 Jahre – und mehr noch –, wird in Deutschland Golf gespielt. Seit jeher aber kämpft der Golfsport mit dem Image eines Rentner- oder Schnöselsports – völlig zu Unrecht, wie wir nicht müde werden zu betonen! 0,78 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland spielen Golf. Nur! Im Verhältnis zu anderen Sportarten machen Golfsportler also nur einen geringen Prozentsatz der Bevölkerung aus. Dennoch ist Deutschland in Europa eine echte Golfnation, denn gemessen an der Anzahl der Golfplätze landet Deutschland auf Platz zwei hinter England. 675.000 US-Dollar strich Sophia Popov, erste deutsche Gewinnerin eines Majorturniers, nach ihrem Triumpf bei den British Open 2020 im alt ehrwürdingen Royal Troon Golf Club ein – mehr als das Sechsfache dessen, was sie zuvor in ihrer gesamten Karriere gewonnen hatte. 2 Herren aus Deutschland waren bislang bei einem Major erfolgreich: Bernhard Langer (Masters 1985, 1993) und Martin Kaymer (PGA Championship 2010, US Open 2014). 15 Major Turniere gewann bisher Eldrick Tont „Tiger“ Woods. Er liegt damit in der Bestenliste auf Rang zwei hinter Jack Niklaus. Mit einem geschätzten Jahresverdienst von rund 42,5 Millionen US-Dollar ist er einer der bestbezahlten Sportler der Welt. 2022 setzt die US Open in Sachen Preisgeld endlich neue Maßstäbe im Frauengolf. Statt bisher 5,5 Millionen Dollar werden bei den diesjährigen US Women’s Open zehn Millionen Dollar ausgeschüttet (Männer 12,5 Millionen US-Dollar). Möglich wird die Anhebung durch einen neuen Sponsorenvertrag. Ein erster Schritt in Richtung Equal Pay. 2 Jahrhunderte zuvor, genauer im Jahr 1811, sahen die „Preise“ bei einem offiziellen Turnier für Golferinnen in Schottland noch anders aus: Die Gewinnerin erhielt einen Schal und die Zweitplatzierte zwei spanische Taschentücher. 1948 war das Jahr, in dem die ersten Golfwagen auf der Bildfläche erschienen. Das allererste Modell war für Spieler mit Behinderungen gedacht. 1 Sand- oder Erdhäufchen ersetzte das Tee, bevor fertige Abschlaghilfen erfunden wurden. Die Bezeichnung „Tee“ soll aus dem Niederländischen kommen, wo man das Erdhäufchen „tuidje“ nannte. Heute gibt es eine kaum zu überblickende Anzahl von Tees in vielen verschiedenen Variationen. <

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