purRegio für Heinsberg & Region - 02-2022

02-2022 Mai/Juni kostenlos Bierbrauer Wilhelm Fell macht jetzt auch Senf Kunst hat in der Region Hochkonjunktur Willi Achten liest aus seinem neuen Roman Auch Windräder brauchen regelmäßige Check-ups. Servicetechniker prüfen dann in 100Metern Höhe, ob noch alles funktioniert – wie auf dieser Anlage zwischen Wassenberg und Wegberg. Schwindelerregend Köstlich Farbenfroh Unterhaltsam

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purInhalt 3 ich finde, Mai und Juni sind die schönsten Monate im Jahr. Das Wetter wird zunehmend sonnig, die Temperaturen bewegen sich in angenehmer Mitte zwischen nicht zu kalt und nicht zu warm, die Natur explodiert, die Menschen zieht es nach draußen — aufs Rad, in Parks und ja, auch in Biergärten, auf Konzerte, Feste und Partymeilen. Veranstaltungen sind wieder so üppig im Angebot wie lange nicht mehr. Was für ein irres Gefühl! Ein irre schönes! Uns erwartet der Deutsche Mühlentag und der Internationale Museumstag im Kreis Heinsberg, ein Burgberg Open-air-Festival und die Frühkirmes in der Stadt Heinsberg, das Spargelfest in Effeld, das Mittelalterfest und der Kunst- und Kulturtag in Wassenberg, das Bike’n’BBQ-Wochenende, das Reitturnier, ein Citylauf, das Electricity Festvial sowie der Lambertusmarkt in Erkelenz aber auch Auftritte von Musik-Größen in Mönchengladbach und auf dem Pinkpop-Festival in Landgraaf — nur ummal ein paar Veranstaltungen herauszupicken. So kommt es, dass auch wir mit dem Magazin erstmals nach zweieinhalb Jahren und acht Ausgaben wieder mit einem Terminkalender erscheinen. Natürlich gibt es daneben wie immer Geschichten über Menschen und Orte, die eine Geschichte wert sind. Blättern Sie einfach um! Pures Lesevergnügen wünscht für das gesamte purRegio-Team purMagazin 4 Ein Ort, viele Zahlen Mühle Breberen in Gangelt 6 Titel: Wirken in riesiger Höhe Servicetechniker auf Windrädern purHeimat 8 Man lernt, nicht immer alles so ernst zu nehmen Ehrenamtlerin Lara Freire 9 Spargelfest ganz ohne Spargel Partysause auf neuem Gelände purGastro 10 Versuch macht klug Bierbrauer Wilhelm Fell macht jetzt auch Senf 11 Trio im Sternenlicht Michelin-Stern für Troyka 12 Per Klick vom Feld direkt nach Hause Wochenmarkt24 neu im Kreis 13 30 Gäste amAbend sind genug Vintage in Erkelenz purBauen&Wohnen 14 Ökologisches Heizen Kreis setzt auf erneuerbare Energien 15 Schlicht in Grau Haustüren mit Art-Beton 16 Strom sparen, ohne dass es wehtut Alltagskniffe purKultur 18 Entdeckungsreise imMuseum Internationaler Museumstag imMai 19 Eine Stadt imKunstrausch Kunst- und Kulturtag in Wassenberg purKino 20 Neu auf der Leinwand „Top Gun 2: Maverick“, „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“, „Elvis“ purBücher 21 Kraxeln amAbgrund Willi Achten: „Rückkehr“ purTermine 20 Highlights imMai und Juni Stadtradeln, Frauenkunst, Ballett, Electricity, Kunstschätzung, Pfingstdampf, Sarah Connor, Mark Forster u.a. 24 Termine & Tipps purAusflüge 28 Schloss Rheydt in neuemGlanz Frische Museumsakzente nach der Renovierung 29 Pinkpop Nach zwei Jahren Pause wird es wieder laut und lebhaft purLetzte Seite 30 Unter uns Tamara Peters 8 10 18 20 22 28 Foto: Thomas Hannappel Fotos: Dettmar Fischer, Anna Petra Thomas, Begas Haus, Paramount Pictures, Jens Koch, Städt. Museum Schloss Rheydt

4 DieMühle Breberenwurde als Getreidemühle errichtet und mit Unterbrechungen bis 1961 gewerblich betrieben. Bis heute ist sie voll funktionsfähig. Man kann sie sich auch anschauen. Wir kennen weitere Zahlen und Fakten. EinOrt, viele Zahlen Fotos: Dettmar Fischer 17 Meter ragt die Turmhaube der Breberner Mühle empor. Andreas Ohlenforst aus Nachbarheid, ein winziger Ort in „Steinwurfweite“ zur Mühle gelegen, hatte die Breberner Mühle einst erbauen lassen.

purMagazin 5 1842 ist das Jahr, in dem die Turmwindmühle nordwestlich des zur Gemeinde Gangelt zählenden Ortes Breberen erbaut wurde. Sie macht noch heute als Museumsmühle das Müllerhandwerk einer vergangenen Zeit den Besuchern anschaulich. 6. Juni — diesen Termin sollten sich Interessierte vormerken. An diesem Tag ist die Breberner Mühle mit dem angeschlossenen Café aan de Müehle anlässlich des Deutschen Mühlentags, der für diesen Pfingstmontag eingeplant ist, geöffnet. 170 Zentimeter dicke Mauern hatte Andreas Ohlenforst für den unteren Bereich der Mühle aufschichten lassen. „Er war Junggeselle und gut mit Goldstücken bestückt. Sogar ein Feldweg wurde nach ihm benannt, der ‚Ohlenforsterweg‘, der heute noch in der Gemarkung Breberen besteht“, schrieb Arnold Schmitz, auch „Schaps Nöll“ genannt, in einem Bericht über die Breberner Mühle, die sich einst im Besitz seiner Familie befunden hatte. 4 Fenster hat die Mühle, die dem Müller den Blick in alle vier Himmelsrichtungen ermöglichte. Allerdings war das Ausschauhalten nach dem richtigen Wind nur bis 1844 von Bedeutung, denn in diesem Jahr wurde der Mahlbetrieb von Windenergie auf Motorenbetrieb umgestellt. 1937 führte der Vater von Arnold Schmitz, Ludwig Schmitz aus Schöndorf, eine Renovierung der seit 1920 stillgelegten Mühle durch und ließ die aus Holz bestehenden Flügel gegen Eisenflügel austauschen. Turmkappe und Flügelkreuz konnten damals noch von Hand verstellt, die Flügel bei wenig Wind mit Segeltuch bespannt werden. 1945 verzog sich der Pulverqualm des Zweiten Weltkrieges. Der Mühlenturm stand nun ohne Hut da. Auch hatte die Breberner Mühle einen ihrer vier Flügel durch Beschuss eingebüßt. Aber man reparierte sie notdürftig, da ohne Mehl kein Brot zu backen war. 1950 wurde die Renovierung der kriegsbeschädigten Mühle in Angriff genommen. Von der Hermannsmühle in Kevelaer wurden Metallflügel nach Breberen geschafft, die der Offizier, Konstrukteur und Erfinder Kurt Bilau und der Physiker Professor Albertz Betz einst in der Flugzeugtechnik entwickelt hatten. Die zweiteiligen stromlinienförmigen Flügel mit beweglichem Heckteil nutzen den Wind optimal und gleichmäßig, so dass eine konstante Drehgeschwindigkeit des Mühlrades gewährleistet ist. 1954 ereignete sich am Heiligen Abend ein tragischer Unfall. Der damalige Müller, der 27-jährige Heinz Schmitz, stürzte beim Versuch ein Flügelchen an der Windrose zu reparieren, in den Tod. 1986 wurde die Breberner Mühle als technisches Denkmal unter Schutz gestellt. Sie befindet sich heute im Besitz der Gemeinde Gangelt. Pächter der Mühle ist die Familie Tholen, Nachfahren der Erbauerfamilie Ohlenforst und der ehemaligen Besitzerfamilie Schmitz. Karl-Heinz Tholen ist zudem Vorsitzender des Vereins Historische Mühlen im Selfkant, der sich um den Erhalt der Mühlen in Breberen, Kirchhoven, Haaren und Waldfeucht kümmert. Zusammengestellt von Dettmar Fischer Links: Die Breberner Mühle mit ihren markanten Bilau-Metallflügeln wird vom Verein Historische Mühlen im Selfkant instand gehalten Oben: Das drehende Werk befindet sich unter der Haube der Turmwindmühle. Oben: Das Café aan de Müehle liegt im Schatten der Mühlenflügel. Links: Karl-Heinz Tholen, Rainer Bär und Uwe Kröger (v.l.n.r.) vom Verein Historische Mühlen im Selfkant kümmern sich um die Breberner Mühle.

6 Von BenjaminWirtz Er bewegt sich sicher in 100 Metern Höhe. Er robbt nicht auf Knien die paar Meter von einem Ende der Gondel zum anderen, wie es die meisten tun würden, sofern sie sich überhaupt in diese schwindelerregende Höhe trauen. Er geht sicher im aufrechten Gang — als würde es wenige Zentimeter neben seinem Fuß nicht in die tödliche Tiefe gehen. Er geht an die Kante, beugt sich darüber und schaut nach unten. Es macht ihm nichts aus. Was für viele ein Extremereignis ist, ist für Tim Bottermann alltägliche Routine. Er ist Servicetechniker für Windräder. Täglich bewegt er sich oben auf Windkraftanlagen. Mit einem Nabenseil ist er gesichert. Das Wetter und die Aussicht könnten nicht besser sein heute. Doch Bottermann kann das nur nebenbei genießen. Er überprüft konzentriert die Windfahne, die die Windrichtung bestimmt, das Anemometer, das die Windgeschwindigkeit misst, und die Flugbefeuerung, also die rote Beleuchtung in der Nacht. Ist der Anschluss okay? Hat die Schraubverbindung keine Mängel? Es sieht alles gut aus. Mit dem Walkie-Talkie ist er jederzeit mit seinem Kollegen Sven Dohmen verbunden. Der arbeitet einen Meter unter ihm im Inneren der Gondel. Er hat mit einer Videoskopie begonnen. Eine Sonde, an der eine Kamera angebracht ist, schiebt er ins Getriebe der Windkraftanlage, um dessen Zustand zu überprüfen — ähnlich wie bei einer Magenspiegelung. Bottermann hat oben jetzt kurz Zeit, den Blick in die Weite zu genießen. Die umliegenden Dörfer und die Felder liegen ihm zu Füßen. Den Tagebau knapp 25 Kilometer östlich kann man allerdings nicht erkennen. Schwindelfrei und sportlich Bis 2030 möchte Deutschland aus der Kohleenergie aussteigen. Gleichzeitig möchte man sich von anderen Ländern wie Russland weniger abhängig machen. Die Energiegewinnung durch Windkraft galt daher immer als wichtige Alternative zu Kohle und Atomkraft. Doch die Zahl der Windräder in NRW sinkt. 2021 standen rund 3545 Windräder in NRW. Ein Jahr vorher waren es noch knapp 300 mehr. Was seinen Job angeht, blickt Servicetechniker Sven Dohmen aber positiv in die Zukunft: „Die Windkraft wird immer spannender. Immer höher, schneller. Die Technik wird immer besser.“ Und jede Technik muss inspiziert werden. Jeden Tag nehmen sich Dohmen und Bottermann eine andere Anlage vor. Heute ist es eine zwischen Wassenberg und Wegberg. Morgens um acht geht es los. Sie legen sich Helm und Sicherheitsausrüstung an und betreten den großen Turm durch eine kleine Tür. Ihr Equipment ziehen sie mit einem Seilkran nach oben. Dann geht es für sie selbst in die Höhe. Man muss für den Job schwindelfrei und sportlich sein. Denn um nach oben in die Gondel zu kommen, muss man einige Leitersprossen erklimmen. Zwar gibt es einen Aufzug. Doch der führt nicht über die ganze Strecke. Der erste und der letzte Teil des Weges müssen über Leitern zurückgelegt werden. Wenn man möchte, kann man auch die gesamte Strecke über Leitern klettern. Da sind die Techniker bei dieser Anlage fast sogar schneller. Zehn Minuten braucht der offene Lift Für viele Menschen wäre ihr Job der absolute Albtraum: Tim Bottermann und Sven Dohmen sind Servicetechniker auf Windrädern. Wirken in riesiger Höhe Arbeiten in 100 Metern Höhe ist für Tim Bottermann inzwischen alltägliche Routine. Fotos: Benjamin Wirtz

7 bis zur obersten Plattform. Die Anlage wurde 2002 erbaut. Damit hat sie ihr Leben bald hinter sich. 20 Jahre darf ein Windrad in Betrieb sein. Dann muss ein Gutachten feststellen, ob es noch weiter betrieben werden kann oder erneuert oder abgebaut werden muss. Für das Windrad bei Wegberg steht die Entscheidung bald an. Jetzt muss es erstmal inspiziert werden. Tim Bottermann ist für die Inspektion der Anlage zuständig. „Im Prinzip ist es wie mit dem TÜV beim Auto“, sagt der 25-Jährige. Er schaut etwa ob er Risse im Bauwerk sieht, aber auch, ob alle Erste-Hilfe-Kästen vorhanden sind. Der gelernte Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik hat eine Checkliste, die er abhakt oder in die er Anmerkungen reinschreibt. Mit Fotos und den Erkenntnissen aus Dohmens Videoskopie wird daraus der Bericht für den Kunden, den Anlagenbetreiber, erstellt. Kleinere Mängel teilen sie demBetreiber mit, der dann die Wartung beauftragen muss. Bei größeren Mängeln legen sie das Windrad sofort still. Die Betreiber der Windräder können unterschiedliche Institutionen sein: Oft sind es die Stadtwerke, manchmal Investoren oder Landwirte, auf deren Boden das Windrad gebaut wird. Häufig schließen sich auch normale Bürger zu Genossenschaften zusammen, um gemeinsam in ein Windrad zu investieren. Windkraft ist die Zukunft, heißt es häufig. Doch einen Platz für ein Windrad zu finden, gestaltet sich nicht immer einfach. 1000 Meter Abstand muss es in NRW zu Wohngebäuden in Gebieten mit Bebauungsplänen haben. Auch sind Windräder nicht bei allen beliebt. Tierschützer schlagen Alarm, weil sie häufig in Brutgebiete gebaut werden. Anwohner stören sich an den Geräuschen und an den Schatten, die die Anlagen in ihre Gärten werfen. Auch von der nächtlichen roten Beleuchtung fühlten sich so viele Bürger gestört, dass Windräder, die über 100 Meter hoch sind, nur noch rot blinken dürfen, wenn sich ein Flugzeug nähert. Bis 2025 müssen die Anlagen dahingehend ausgestattet werden. Tim Bottermann muss in der Höhe inzwischen zur anderen Seite der Gondel — auf die Nabe, dort, wo die drei Rotorblätter zusammentreffen. Dafür müssen die Rotorblätter in Y-Position gebracht werden. Danach klettert der 25-Jährige vorn amWindrad ein Stück hinunter, öffnet die Abdeckung und inspiziert die Nabe. Die Höhe macht ihm nichts aus. „Wenn man monatelang jeden Tag auf einem Windrad ist, gewöhnt man sich dran“, sagt er, „aber der erste Monat war schon schlimm.“ Wind kommt auf. Die Kabine in 100 Metern Höhe beginnt, sich leicht zu bewegen. Es ist wie auf einem Schiff beim Wellengang. Bottermann und Dohmen fällt es kaum auf, sie sind es gewohnt. „Die Bewegung muss so sein“, erklärt Bottermann, „sonst würde das Windrad ja brechen wie ein Streichholz.“ Das Wetter müssen die beiden Techniker stets im Blick haben. Bei Regen oder Schnee darf nicht oben auf dem Dach der Gondel gearbeitet werden. Und auch wenn die Windstärke zehn Minuten lang durchgehend 18 Meter pro Sekunde beträgt, darf es nicht betreten werden. „Bei meinem ersten Einsatz hier draußen waren es 17 Meter pro Sekunde“, erinnert sich Bottermann. Um die kaufmännische und technische Betriebsführung solcher Windräder kümmert sich dasUnternehmenWPDWindmanager Erkelenz, bei dem auch Sven Dohmen und Tim Bottermann angestellt sind. 80 Mitarbeiter betreuen am Standort in Erkelenz Solar- und Windkraftanlagen. Dohmen und Bottermann sind Profis. Sie sind auf ihren Job gut vorbereitet worden. Neben technischen Fortbildungen haben sie auch ein Höhen- und Höhenrettungstraining gemacht, das sie jedes Jahr erneuern müssen. Höhentauglichkeit ist bei dem Job Pflicht — offensichtlich. Auch eine Ersthelferausbildung beim Roten Kreuz ist Pflicht. Bei einem Notfall — etwa ein verletzter Kollege oder ein Brand — können sie sich samt Kollegen außen am Windrad abseilen. Das 160 Meter lange Seil dafür liegt immer bereit. Die Techniker sind stets zu zweit unterwegs. Nach fünf Stunden sind Bottermann und Dohmen mit der Arbeit durch. Die Inspektion und die Videoskopie sind erfolgreich verlaufen. Auch der Testlauf zeigte keine Probleme. Sven Dohmen und Tim Bottermann können ihr Werkzeug zusammenpacken, dann geht es mit Leiter und Aufzug wieder hinunter. Am folgenden Tag geht es für beide aufs nächste Windrad. Viele Menschen wollen in ihrem Job ganz nach oben kommen. Sven Dohmen und Tim Bottermann schaffen das — jeden Tag. < „Der ersteMonat war schon schlimm.“ Tim Bottermann Morgens um acht beginnt die Arbeit. Im Inneren des Windrads, in der Gondel, überprüft Servicetechniker Sven Dohmen das Getriebe (re.).

purHeimat 8 Von Dettmar Fischer Lara Freire ist 19 Jahre alt. Sie wohnt in Immendorf bei Geilenkirchen und arbeitet seit vier Jahren ehrenamtlich im Team der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Geilenkirchen mit. Über ihre Nachbarin, die Diakonin Anja Erdner, hatte sie von dieser Tätigkeit gehört. Sie hatte anschließend mal vorbeigeschaut und sich schnell eingegliedert. Projekte mit Kindern werden in vielfältiger Form angeboten. Es können Sommerferienspiele sein oder auch spezielle Projekte wie eine Kinderbibelwoche, die gemeinsam mit Diakonin Anja Erdner und den anderen Teamern erarbeitet werden. Nach vier Jahren möchte Lara Freire ihre ehrenamtliche Tätigkeit auf keinen Fall mehr missen. Auch wenn sie ihr Studium der Informatik nach dem Abitur, das sie gerade an der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule macht, in eine andere Stadt verschlagen sollte, möchte sie dort wieder eine ähnliche Aufgabe wahrnehmen. „Es macht unglaublich viel Spaßmit Kindern zu arbeiten“, sagt Lara Freire. Mit den Kindern zu lachen und Projekte wie eine Theateraufführung gemeinsam erfolgreich voran zu bringen, das sei eine schöne Abwechslung zum Schulalltag. „Es tut mir gut, mit den Kids unterwegs zu sein“, hat Lara Freire festgestellt. Ehrenamt hört sich staubig an, ist es aber nicht, weil ... es total vielseitig ist. Man lernt immer was Neues kennen. Es gibt immer was Neues zu tun. Ich mache es so, dass ... ich genauso viel Spaß habe wie die Kinder. Das merken die auch. Und das überträgt sich dann auch wieder auf die Kinder. Manchmal, wenn ich keinen guten Tag habe, färbt die gute Laune der Kinder auch auf mich ab. Die meiste Zeit geht dafür drauf ... mit den Kindern zu spielen und zu basteln. Manchmal treibt es mir Tränen in die Augen …vor Lachen, wenn Kinder mit ihrer Leichtigkeit ohne lange Nachzudenken etwas sagen. Davon könnten wir uns manchmal eine Scheibe abschneiden. Mich hat das Ehrenamt dahingehend verändert, dass ... ich mehr Selbstverantwortung übernehme. In einer Gruppe zu arbeiten — auch mit stärkeren Persönlichkeiten — macht auch mich stark. Und man lernt, nicht immer alles so ernst zu nehmen, manche Dinge auch mal so zu belassen, wie sie gerade sind. Man bekommt dabei starke Nerven. Um es (noch) besser zu machen, bräuchte ich die Handynummer von ... niemandem. Bei uns tut jeder, was er kann. Wenn es mal nicht so laufen sollte, suchen wir uns selber Unterstützung. Mehr Ehrenamtler wären aber schön. Ein großes, starkes Team ist immer gut. Ich würde jedem raten, ein Ehrenamt auszuüben. Es eröffnet Neues, was man sonst vielleicht nicht machen würde. Es zieht einen aus dem Alltag heraus, und man kommt mit Leuten in Kontakt, die man sonst vielleicht nicht kennen lernen würde. Es ist immer interessant, wenn unterschiedliche Leute zusammen kommen. < Lara Freire arbeitet ehrenamtlich in der Kinderund Jugendarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Geilenkirchen mit. „Man lernt, nicht immer alles so ernst zu nehmen“ Lara Freire hat so viel Spaß an ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit, dass sie eine ähnliche Aufgabe auch dann wahrnehmen möchte, wenn sie demnächst Informatik in einer anderen Stadt studieren sollte. Foto: Dettmar Fischer Lichtdesign auf über 300 m² Verkaufsfläche. www.leuchtenhaus-erkelenz.de Hauptstr. 2 · 41812 Erkelenz-Lövenich 02435/5679164 Ihr Bestattermeister am Torbogen Hochstraße 18! Heinsberg! 02452 18 09 101 www.bestattungen-wallraven.de Wir geben Ihnen Zeit und Raum.

purHeimat 9 Von Anna Petra Thomas Treffender hätte das Festkomitee seinen Neustart nach zweijähriger Corona-Zwangspause nicht betiteln können. „Wir sind wieder da“ ist die Party überschrieben, die traditionell an Christi Himmelfahrt, zugleich Vatertag, also am 26. Mai über die Bühne gehen soll. Allerdings ist bei dieser 37. Auflage des Festes außer dem Traditionstermin eigentlich alles anders, als es die Besucherinnen und Besucher bisher gewohnt waren. So hat sich das Festkomitee entschlossen, auf den Straßenmarkt, der bisher das Fest auf dem Martinusplatz begleitet hat, zu verzichten. Hier, in und vor der Bürgerhalle, wird künftig auch gar nicht mehr gefeiert, denn die Organisatoren haben die verbleibende Open-air-Party auf das neu gestaltete Gelände an den Effelder Sportplatz verlegt. Dennoch ist Armin Herfs, Sprecher des Festkomitees, überzeugt, „dass wir uns auf einen großartigen Tag freuen können, an dem wir endlich wieder gemeinsam fröhlich und ausgelassen feiern werden.“ Das Programmauf der ebenfalls neuen Bühne soll dem Publikum eine bunte Mischung bieten aus kölschen Tön, Klassikern und Party-Rock. Mit dabei ist als Garant für die Stimmung mit kölschem Flair Torben Klein. Ohrwürmer wie „Für die Iwigkeit“, „Dat es Heimat“ oder „Wenn ich träum in der Nacht“, stammen allesamt aus seiner Feder und aus seiner Zeit als Frontmann der Band Räuber. Seit kurzem ist Klein solo unterwegs und hat mit Songs wie „Fründe für et Levve“ oder „Südstadtmädche“ bereits die kölsche Musikszene aufgemischt.Mit Markus kommt ein Star der Neuen Deutschen Welle (NDW) nach Effeld. Sein Titel „Ich will Spaß“ ist Kult und das Duett mit Nena bei „Kleine Taschenlampe brenn“ legendär. 40 Jahre alt wird die NDW in diesem Jahr, und „wir werden die alten Zeiten aufleben lassen und zeigen, dass sie auch heute noch richtig rocken und Party-Garanten sind“, verspricht der Musiker, der in Effeld gemeinsam mit Ehefrau Yvonne auftreten wird. Für ausgelassene Party-Stimmung sorgt die Band Fahrerflucht. „Eine einfach verboten gute Band“, so Herfs. „Keiner schafft es von Helene Fischer zu AC/DC in weniger als drei Sekunden und begeistert dabei Schlager- und Rockfans gleichermaßen.“ Ebenfalls beste Laune verspricht schließlich die Formation „BSF — die etwas andere Band“ um den Effelder Musiker Jürgen Günder. „Hier ist der Name Programm“, erklärt Herfs, „Party und Spaß pur mit besonderen Versionen bekannter Hits“. Restkarten sind erhältlich im Effelder Dorfladen oder über effelder-spargelfest@web.de < 26.05. 37. Effelder Spargelfest Waldseestr., 41849 Wassenberg ˽www.effelder-spargelfest.de Die große Partysause bei freiem Eintritt auf dem Effelder Martinusplatz ist auch Geschichte. Am 26. Mai findet das Open-air-Spargelfest erstmals auf dem neu gestalteten Gelände am Sportplatz statt. Spargelfest ohne Straßenmarkt Torben Klein, die Band Fahrerflucht oder Sänger Markus (v.l.n. r.) – sie alle sorgen beim Open-air-Spargelfest für ausgelassene Partystimmung. Fotos: ?????? ÜBERGEWICHT? Jetzt Termin vereinbaren f ein kostenloses Infogesprä ANRUFEN, ABNEHMEN! Heilpraktikerin Marlies Esser Xantener Allee 5, 41812 Erkelenz 0 24 31/9 74 71 20 www.heilpraktikerin-esser.de ür ch. BETREUUNG ZUHAUSE EINFACH PERSÖNLICHER Unsere Kunden schätzen uns für: Betreuung zuhause & außer Haus · Demenzbetreuung · Unterstützung bei der Grundpflege · Hilfe im Haushalt Brauchen Sie Unterstützung? Rufen Sie uns an! Betreuung & Alltagsbegleitung AT GmbH, Apfelstraße 36, 52525 Heinsberg, www.homeinstead.de/heinsberg, Heinsberg 02452 96447 -0, Erkelenz 02431 81241 -0, Baesweiler 02401 39498 -0 KUNDENZUFRIEDENHEIT BEFRAGUNG 2021 98

purGastro 10 Von Anna Petra Thomas Einfachmal selber machen wollen!“ So beschrieb Wilhelm Fell aus Hilfarth, Meister im Korbmacher-Handwerk, vor drei Jahren die in den 1980er Jahren geborene Idee, sein eigenes Bier zu brauen. Die Verkostungen in seinem Brauhaus, bei denen Gäste auch deftige Leckereien zum Bier verzehren, brachten ihn auf eine weitere Idee fürs Selbermachen: Senf herstellen. Inzwischen hat der engagierte Tüftler guter Lebensmittel seine eigene Senfmanufaktur eröffnet — in Hilfarth gleich hinterm Brauhaus. Im Bierbrauen hat Fell den Meisterbrief und seinen ersten Azubi zum zweiten Landessieg in NRW begleitet. „Die Herstellung von Senf ist jedoch kein eigener Lehrberuf“, erzählt er. „Sie fällt unter das Müllerhandwerk.“ Also versuchte er, sich selbst schlau zu machen, fand aber keine deutschsprachigen Fachbücher. Für Fell kein Grund aufzugeben: Er besorgte sich ein Buch in Englisch, machte sich dem Motto „Versuchmacht klug“ folgend selbst Mut, kaufte eine Mühle, in der die Senfkörner zwischen zwei Korundscheiben schonend zermahlen werden, und legte los. „Die Senfkörner dürfen sich dabei nicht aufheizen, weil sie dann ihre Aromen verlieren“, sagt der neue Senfexperte. Schwieriger entpuppte sich die Beschaffung von Rohstoffen. Doch über einen Jagdfreund in Oberfranken, wo er einst seinen Braumeister gemacht hatte, kam er in Kontakt zu einem Thüringer Landwirt, der alle drei bekannten Senfsorten – gelben, braunen und schwarzen Senf –, anbaut. Der gelbe sei mild, der braune habe etwa die Schärfe der Extra-Sorte aus der Landeshauptstadt Düsseldorf, der schwarze sei eher schwierig zu beschaffen und zeige neben seiner Schärfe auch eine orientalische Note, erklärt Fell. In der Senfmanufaktur werden nun einmal pro Woche die Senfkörner, die in großen, braunen Papiersäcken angeliefert werden, in Portionen von je zweieinhalb Kilogramm geschrotet. Wasser, Essig, Zucker und Salz kommen hinzu und „in Nuancen“ Gewürze, die Fells Geheimnis sind. „Aber die Senfnote soll natürlich im Vordergrund bleiben“, betont er. Anders als die Industrie verarbeite er auch kein Senfmehl, erklärt er. In 350-Milliliter-Tontöpfen verkauft er derzeit fünf Sorten: reinen gelben, braunen und schwarzen Senf, dazu die eigenen Kreationen „Süßer, mildfein“ in einer Kombination aus Gelb mit ein wenig Braun sowie die aktuell beliebteste Sorte „Honig-Mohn-Bockbier“. Dabei werde ein Teil des Wassers durch Bockbier und ein Teil des Essigs durch Honig ersetzt sowie dem gelben Senf ungeschroteter Mohn hinzugefügt“, verrät der Lebensmittel-Tüftler. Er ist ganz in seinem Element. „Zwölf sind das Ziel“, erklärt er zur angepeilten Sortenvielfalt. Angedachte Zutaten sind Aprikose, Chili oder Mango, verrät er. Wie beim Bier ist ihm aber auch in diesem Zusammenhang wichtig, die Zutaten dann zu Senf zu erarbeiten, wenn die Landwirtschaft sie saisonal auch hergibt. Die Mischung alleine macht jedoch noch keinen Senf. Je nach Senfart ruht sie mindestens zwei Tage in einem Maischefass und wird dann erst in die Tontöpfe der Hilfarther Senfmanufaktur abgefüllt. „Senf ist sehr lichtempfindlich“, erklärt Fell zur Wahl seiner Verpackung. Ein Jahr Haltbarkeit haben seine Senfprodukte, „wobei die reinsaatigen Senfe nahezu unendlich haltbar seien, erklärt er — und zwar aufgrund der beigemischen natürlichen Konservierungsstoffe Essig, Salz und Zucker. Genau so wie er das Bier in Zwei-LiterFlaschen oder Fünf-Liter-Fässchen nur mit Pfand anbietet, macht er es jetzt auch mit dem Senf. Eine Laborprüfung habe ergeben, dass sich die Tontöpfchen problemlos reinigen lassen und nach der neuen Befüllung lediglich mit einem neuen Deckel versehen werden müssen, sagt Fell. Wenn das Brauhaus geöffnet ist, verkauft er nun auch seinen Senf. Für die Sommersaison plant er sogar eine Verkostung, „vielleicht ein Teller mit Schinkenwurst-Würfeln und drei Sorten Senf dazu“. < ˽www.hilfarther-brauhaus.de Bierbrauer Wilhelm Fell ist unter die Senfhersteller gegangen. Das Wissen dazu hat er sich selbst angeeignet. Bis zu einem Dutzend Sorten möchte er in seiner Manufaktur herstellen. „Versuchmacht klug“ Wilhelm Fell beim Einfüllen gelber Senfkörner in die Mühle mit Korundscheiben, die er eigens für die Senfmanufaktur angeschafft hat. Foto: Anna Petra Thomas

purGastro 11 Trotz der Corona-Krise haben sich im vergangenen Jahr so viele Spitzenköchinnen und -köche einen Michelin-Stern für ihr Restaurant erkocht wie nie zuvor. Im aktuellen Restaurantführer „Guide Michelin“ sind erstmals 327 Restaurants in Deutschland mit Sternen ausgezeichnet worden. Zu dieser Elite gehören vier Restaurants in der Region Aachen-Düren-Heinsberg. Das La Becasse in Aachen, das Christof Lang seit 1981 betreibt, das St. Benedikt in Kornelimünster von Maximilian Kreus und das Brockel und Schlimbach auf Burg Nideggen haben ihren Stern behalten. Neu dabei ist das Restaurant Troyka des Dreigespanns Alexander Wulf, Marcel Kokot und Ronny Schreiber in Erkelenz-Immerath (Neu). Entsprechend euphorisch war hier die Reaktion, obwohl das Team ohnehin fest davon ausgegangen war, den Michelin-Stern zurück in den Kreis Heinsberg zu holen: „Bei all denWidrigkeiten nach Corona und mit dem Krieg (...) sind wir megastolz darauf, was unser Team und wir geleistet haben und nehmen die positiven Vibes als Ansporn.“ Man habe „richtig Bock“ in fünf oder sechs Jahren vielleicht den zweiten Stern anzupeilen. 2020 kehrten Wulf, Kokot und Schreiber der Burgstubenresidenz in Randerath den Rücken, die einst Rainer Hensen zur ersten Adresse im Kreis Heinsberg gemacht hatte. Im 1986 eröffneten Restaurant holte er 2002 erstmals den begehrten Stern und übergab das Restaurant an seinen damaligen Küchenchef AlexanderWulf. Der hatte den Stern zuvor schon erkocht und verteidigte ihn bis zum Schlussstrich in Randerath. Danach hätte das Trio Wulf, Kokot und Schreiber in jede Metropole gehen können, um wieder ein Gourmetrestaurant zu eröffnen. Aber sie blieben imKreis Heinsberg und bauten in Erkelenz-Immerath (Neu) ein neues Restaurant. Mit dem Umzug verloren sie aber auch ihren Michelin-Stern, den sie nun zurückerobert haben. „Der Stern ist das, worauf wir hingearbeitet haben“, sagt Schreiber. Eine andere Auszeichnung hatte das Troyka-Team schon vorher bekommen – mit der Kür zur besten Restaurant-Neueröffnung des Jahres des Hotel- und Restaurantführers „Der große Guide“. Dieser würdigte das „einzigartige Gesamtkonzept“ des Restaurants – auch im Hinblick auf die Faktoren Innovation, Nachhaltigkeit und Qualität. „Der große Guide“ ist einer von fünf maßgebenden Restaurantführern in der Welt der Gastronomie. „Es ist wichtig für uns, bei allen fünf gut abzuschneiden“, so Schreiber. [bep] Das Restaurant Troyka hat sich einen MichelinStern erkocht. Jetzt peilt das Teamweitere an. Trio imSternenlicht Foto: Daniel Gerhards Ausgezeichnetes Dreigespann: Alexander Wulf, Ronny Schreiber und Marcel Kokot (v.l.) freuen sich nun auch über einen Michelin-Stern. Carlsplatz 10 • 52531 Übach-Palenberg • 0 24 51-4 95 75 Drei Optiker Meister für Ihr gutes Sehen. Gutes Sehen = Lebensfreude! Nicht mehr gut sehen zu können, greift erheblich ins Leben ein. Wenn man die Tageszeitung nicht mehr lesen kann, die Gesichter der Leute, die auf der Straße entlanggehen nicht wiedererkennt, dann ist das ein großes Problem. Eine auf Sie zugeschnittene Brille verhilft Ihnen zu einem gesunden, selbstbestimmten Leben im Alter. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Termin mit uns, wir beraten Sie gerne! Wassenberger Spargel Zegra Spargelwelt GmbH & Co. KG | Ossenbrucher Weg 10 | 41849 Wassenberg | 0 24 32/89 27 34 | www.zegra.de •Topqualität – täglich frisch geerntet und beliefert •25 Standortein der Euregio •Lieferservicefür Restaurants

purGastro 12 Von Michèle-Cathrin Zeidler Für Berufstätige ist es oft nicht einfach, vormittags den Wochenmarkt zu besuchen oder während der häufig kurzen Öffnungszeiten beim Bauern um die Ecke vorbeizuschauen. Das weiß auch Lukas Terporten. Seit zehn Jahren steht er für den elterlichen Hof Terporten aus Wegberg auf Wochenmärkten und verkauft dort je nach Saison Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Pflaumen, Kirschen und Kartoffeln. „Es kommen immer weniger Besucher“, erzählt Terporten. Gleichzeitig weiß er aber aus Gesprächen, dass viele Menschen vermehrt Wert auf regionale Produkte legen. „Sie würden gerne beim Bauern um die Ecke einkaufen, schaffen es zeitlich aber nicht“, so Terporten. Zudem sei der logistische Aufwand groß, wenn man erst beim Metzger Fleisch holt und dann für das Obst und die Milchprodukte zwei weitere Höfe ansteuern muss. Gerade in der Pandemie hätten sich zwar Lieferdienste wie Picnic und Flaschenpost etabliert. „Kleine und mittelständische Betriebe haben allerdings keine Chance, ihre Waren auf diesen Plattformen abzusetzen“, so Terporten. Dadurch sei die Idee geboren, einen regionalen digitalenWochenmarkt für den Niederrhein auf die Beine zu stellen. Seit kurzem können Menschen in Erkelenz, Wegberg, Mönchengladbach, Schwalmtal, Niederkrüchten, Brüggen und Dülken auf Wochenmarkt24 direkt vom Erzeuger aus der Region bestellen. „Dafür muss man sich online registrieren“, erklärt der Regionalleiter für den Niederrhein den Ablauf. Anschließend können Kunden unter der Woche bis 18 Uhr und am Samstag bis 14 Uhr ihre gewünschten Produkte bestellen. „Wir haben so ziemlich alles im Sortiment, was es auch auf einem großen Wochenmarkt gibt“, so Terporten. Insgesamt 13 Erzeuger bieten ihre Waren an. „Wenn man bis 18 Uhr bestellt hat, erfolgt die Lieferung in der darauffolgenden Nacht bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr“, erklärt Terporten weiter. Ein großes Lager für die Produkte gibt es nicht: „Die Erzeuger machen die Bestellung fertig und kennzeichnen sie mit einem QR-Code. Fahrer holen die Produkte am Abend ab und wir sammeln alles auf unseremHof inWegberg. Anschließend werden die Einkäufe gebündelt und verteilt“. Auf diese Weise sei alles frisch. „Am Nachmittag noch auf dem Feld und am nächsten Morgen schon beim Kunden“, fasst Terporten zusammen. Die Lieferung wird an der Haustür in wasserfesten Mehrwegboxen mit Kühlakkus abgestellt: „Bei der nächsten Lieferung nimmt der Fahrer die leere Kiste wieder mit.“ Ein halbes Jahr hat Terporten von der Idee bis zur ersten Lieferung gebraucht. Die Plattform Wochenmarkt24 gibt es bereits seit 2018. Der Niederrhein ist die fünfte Region und Terporten sieht hier großes Potenzial. < Die PlattformWochenmarkt24 liefert frische regionale Produkte vom Bauern um die Ecke. Im Kreis werden nun Erkelenz und Wegberg beliefert. Heinsberg, Wassenberg und Hückelhoven sollen folgen. Per Klick vomFeldnachHause Lukas Terporten hat den digitalen Wochenmarkt für den Niederrhein an den Start gebracht. Über 400 Kunden hatten sich in den ersten Tagen registriert. Foto: Michèle-Cathrin Zeidler Heinsberg, Wassenberg, Hückelhoven Interessenten außerhalb des aktuellen Liefergebiets können sich jetzt registrieren. Denn: „Heinsberg, Wassenberg und Hückelhoven sollen folgen, sobald wir genügend Interessenten haben“, sagt Terporten. ˽www.niederrhein.wochenmarkt24.de Die richtige Adresse für Feinschmecker und Geniesser. Fisch Lemmen Aachener Str. 9 41812 Erkelenz

purGastro 13 Seit Simon Hoeren das Vintage in Erkelenz vor knapp 15 Jahren eröffnete, hat sich in dem kleinen Lokal in der Brückstraße 9-11 eine Menge verändert. „Ich wollte eine eigene Gastronomie in Erkelenz eröffnen — eine Verbindung aus Weinhandel und frischer Küche“, blickt der 37-Jährige zurück. Angefangen hat er mit einem kleinen Bistro mit einer größeren Schinken- und Tapasauswahl. Schritt für Schritt kamen ein Mittagstisch und eine kleine wechselnde Tageskarte mit sechs bis zehn Gerichten auf einer Tafel hinzu. Seit 2019 schmeißt Hoeren das Vintage zusammen mit Ivonne Larbalette — sie steht in der Küche, er betreut die Gäste. „In der Pandemie haben wir uns noch einmal völlig verändert“, sagt Hoeren. „Nun sind wir ein richtiges Restaurant mit Menü-Angebot.“ Die Karte sei wesentlich aufwendiger geworden, aber noch immer wird alles frisch gekocht. Die Gäste können sich ihr Zwei- bis Vier-Gänge-Menü frei zusammenstellen — zum Beispiel Entenbrust an Orangen und Erbsen gefolgt von Wildfanggamba mit Risotto, Bärlauch und Spargel, danach ein Flat Iron Steak an Kartoffeln, Speck-Zwiebeln, Champignons und Jus und Rhabarber-Crumble mit Tonkabohne, Karamell und Eis zum Abschluss. Vier Gänge gibt es schon für 45 Euro. „Alle zwei Monate überlegen wir uns gemeinsam eine neue Karte“, sagt Larbalette. „Unser Fokus ist dabei eine saisonale, internationale und frische Küche.“ Die Zutaten bezieht das Duo von Händlern in der Nähe. In der Pandemie musste das Vintage umdenken. „Wir haben einen Smoker vor die Tür gestellt und mit einer BBQ-Woche unser Außer-Haus-Geschäft gestartet“, so Larbalette. Der Zuspruch der Erkelenzer sei enorm gewesen. „Das war unsere Rettung“, sagt Hoeren. „Durch das Außer-Haus-Geschäft kommen heute neue, andere Gäste zu uns“, freut sich Larbalette. „Gerade bei jüngeren Gästen war da sonst noch eine Hemmschwelle“, weiß Hoeren. Doch dafür gibt es keinen Grund, im Vintage wird niemand bei der Weinauswahl belehrt: „Wir regen immer dazu an, dass die Gäste sich durch unsere offenen Weine probieren — da findet jeder etwas.“ 30 Gäste können es sich am Abend im Restaurant schmecken lassen. Größer möchte das Duo Hoeren/Larbalette nicht mehr werden. [mcz] ˽@VintageErkelenz Das Restaurant Vintage in Erkelenz startete als Wein- und Tapasbistro. Heute kann man sich hier leckere Menüs zusammenstellen. „30 Gäste amAbend sind genug“ Foto: Michèle-Cathrin Zeidler Gutes Team: Ivonne Larbalette steht in der Küche, Simon Hoeren betreut die Gäste. Wir sind mit über 1100 Mitarbeiter*innen ein stark aufgestellter und stetig wachsender Verband. Dadurch sind wir immer auf der Suche nach neuen Mitarbeiter*innen wie Pflegefachkräfte Alltagsbetreuer*in Verwaltungsmitarbeiter*in Azubis Erziehung Sozialpädagoge*in Ergotherapeut*in Pädagogische Fachkräfte Sozialarbeiter*in Erzieher*in Azubis Pflege Duales Studium Soz. Arbeit A Azubis Verwaltung Fahrer*in Menüservice Freiwilliges soziales Jahr Bundesfreiwilligendienst Jahrespraktikant*in So will ich arbeiten!

14 Von Nicola Gottfroh Die Energiewende macht sich bemerkbar — auch im Kreis Heinsberg. Erneuerbare Energien lösen zunehmend konventionelle Energieträger ab. Bei der Beheizung neuer Wohngebäude mit umweltfreundlichen Technologien war der Kreis Heinsberg in diesem Bereich laut Landesbetrieb Statistik und Dienstleistungen IT NRW im Jahr 2020 Spitzenreiter im Land Nordrhein-Westfalen. Der Anteil der Bauvorhaben mit umweltschonenden Heizenergien war im Kreis am höchsten, denn Bauherren setzten bei den Neubauten in 79 Prozent der Fälle auf erneuerbare Energien. In Düsseldorf dagegen planten Bauherren mehrheitlich mit konventionellen Heizenergien. Lediglich 19,6 Prozent setzten in der Landeshauptstadt auf erneuerbare Energien beim Heizen, in Münster waren es 31,8 Prozent und auch in Köln gerade einmal 33,3 Prozent. Dass der Kreis Heinsberg die Nase vorn hat, liegt nach Meinung von Landrat Stephan Pusch an verschiedenen Faktoren. Zum einen — wie in allen Teilen der Republik — an der staatlichen Förderung für moderne Heizanlagen. Im Hinblick auf die in den vergangenen Jahren immer stärker gestiegenen Kosten für fossile Energieträger rechne sich einemoderne Heizanlage auch dank der Fördermittel durchaus. Vor allem die hohe Zahl der Neubauvorhaben, bedingt auch durch die Umsiedlung ganzer Dörfer und das Entstehen neuer Dorflagen, scheint ein bedeutender Faktor für die hohe Zahl im Kreis Heinsberg zu sein. „Im Kreis Heinsberg bauen viele Menschen selbstgenutztes Eigentum. 60 bis 70 Prozent der Neubauten sind Wohnimmobilien für den Eigengebrauch. Und weil es für die eigene Zukunft bestimmt ist, setzen die Bauherren auf zukunftsträchtige Technik statt auf veraltete Technik und teure fossile Energie“, so Pusch. Umgekehrt sei es Bauherren in den Städten weniger wichtig, mehr Geld in umweltfreundliche Heizanlagen zu investieren, weil sie viel häufiger zur reinen Vermietung der Immobilien bauten. „Da sind die in den vergangenen Jahren gestiegenen Energiekosten beim Bau eher nebensächlich, denn die Kosten werden später auf die Mieter umgelegt“, erklärt Landrat Stephan Pusch. ÖkologischesHeizen liegt imTrend Der Anteil der Bauvorhaben mit umweltschonenden Heizenergien war im Kreis am höchsten, denn Bauherren setzten bei den Neubauten in 79 Prozent der Fälle auf erneuerbare Energien. Auch diese Tagespflege von Via Nobis in Erkelenz wurde mit diesen Heizenergien ausgestattet und sogar als Passivhaus errichtet. Foto: Nicola Gottfroh Spitzenreiter in NRW: Bei 79 Prozent aller Projekte im Kreis Heinsberg wird auf erneuerbare Energien gesetzt. purBauen&Wohnen Fenster · Türen · Rolladen · Markisen · Insektenschutz Leo Nybelen GmbH Fensterbau & Co. KG Geilenkirchener Straße 51 · 52538 Gangelt-Birdgen · Tel.: 0 24 54 - 98 90 30 · Fax 0 24 54 - 88 70 HEIZUNG, SANITÄR, FLIESEN Kohlwey Bad & Wärme GmbH Hinter der Mauer 8 · 52525 Heinsberg Tel.: 02453/3317 · Fax: 02453/3450 info@kohlwey.de · www.kohlwey.de In10 TAGEN ZUM NEUEN BAD! Copyright: Geberit

purBauen&Wohnen 15 Ein weiterer Faktor für die hohe Zahl der Bauvorhaben mit umweltschonenden Heizenergien ist bei den Nahversorgern zu suchen. „Für viele lohnt es sich nicht mehr, die Infrastruktur für die Gasversorgung in die Straße zu legen. Das gilt insbesondere für die Umsiedlungsgebiete“, sagt Pusch. Das bestätigt die NEW auf Anfrage. Laut Sprecherin Ann-Kathrin Schwarz werde die überwiegende Anzahl der Neubauimmobilien in den Umsiedlungsorten nicht mehr mit Erdgas versorgt. „Der Trend zur Wärmepumpe zeichnet sich bei den Bauherren bereits seit einiger Zeit ab. In Neubaugebieten erreichen wir höchstens 20 Prozent Anschlussquote an das Gasnetz. Bei dieser Anzahl von Kunden lässt sich eine Gasversorgung nicht wirtschaftlich darstellen“, so Schwarz. Damit seien auch diejenigen 20 Prozent, die sich für eine Gasheizung entschieden hätten, gezwungen, eine Alternative zu suchen, die sie dann in staatlich geförderten Biomasse- und Wärmepumpenanlagen fänden. Die NEW-Sprecherin hält es für wahrscheinlich, dass sich künftig noch mehr Menschen für umweltschonende Heizenergie entscheiden werden — nicht nur in Umsiedlungsstandorten. „Es liegt nahe, dass der Ukraine-Krieg und die Diskussion um die Abhängigkeit russischer Gaslieferungen dazu führen, dass nach alternativen Heizmöglichkeiten Ausschau gehalten und die Umstellung deutlich beschleunigt wird“. < Schlichte Haustüren, die optisch spannende Details bieten, liegen im Trend. ZumBeispiel mit Elementen aus grauem Art-Beton. Dieses Material sieht aus wie Beton und fühlt sich an wie Beton, ist aber keiner – sondern ein Kunstharz in Betonoptik. Das Besondere: Es macht selbst die Haustür von der Stange zum Unikat, denn der Art-Beton hat Lufteinschlüsse, deren Anzahl und Verteilung bei jeder Tür anders ausfallen. Dieser Verbundwerkstoff mit einer mineralischen Basis wird laut den Angaben des Verbands Fenster + Fassade in einer Stärke von nur circa drei Millimetern auf eine Trägerplatte aufgebracht. Somit ist eine Tür damit nicht besonders schwer. Art-Beton ist nicht witterungsanfällig wie etwa naturbelassenes Holz an Haustüren. Und es sei keine besondere Pflege nötig, so der Verband. Insgesamt finden sich gerade viele Haustüren mit einem geradlinigen, schlichten Design im Handel. Natürliche Materialien wie Holz und Stein – oder eben natürlich anmutende Materialien wie der Art-Beton – sind derzeit beliebt. Daneben sind teils auch recht große Glasscheiben in Haustüren seit Jahren angesagt, berichtet der Verband. Etwa mit mattierten Gläsern, die viel Licht hereinlassen, aber gleichzeitig die Privatsphäre schützen. [dpa] Haustüren mit ArtBeton sind gerade sehr gefragt. Schlicht inGrau Foto: Rodenberg Türsysteme AG/dpa-tmn Schlichte, geradlinige Haustüren mit Art-Beton sind derzeit angesagt. Reinigung mit bis zu 100° C heißemWasser (350 BAR Druck) Neuverfugung mit unkrauthemmendem Fugenmaterial Gleichzeitige Absaugung von Fugenmaterial und Schmutzwasser Fair und seriös - schriftliche Angebote und Topbewertungen Langzeitschutz dank Steinpfleger-Protect-Imprägnierung ca. 75 % günstiger als eine Neuverlegung Pflasteraufbereitung mit Langzeitschutz! Die Steinpfleger - Ederener Straße 14 - 52441 Linnich Probefläche? Kostenfrei, unverbindlich und ohne Anfahrtskosten! 02462/901 99 10 Wie wir arbeiten? Unser Video auf: www.die-steinpfleger.de Erdarbeiten, Rohbau, Wohnungs- & Gewerbebau Spezialgebiet: Beton und Stahlbetonarbeiten Tel.: 0160/7480544 muyzers-bau.de

16 Oft genug verschwenden wir unnötig Energie aus der Steckdose, ohne sie wirklich zu nutzen. Heißt im Umkehrschluss: Strom lässt sich durch viele kleine und vor allem einfache Handgriffe imAlltag sparen. Zum Beispiel beim Waschen, Spülen und Kühlen. Spülmaschine Wer aus Sorge vor zu hohen Stromkosten die Spülmaschine weniger oft nutzen möchte: Bitte nicht! Denn das Spülenmit der Hand ist teils um ein Vielfaches teurer als mit demGerät. Laut der Brancheninitiative Hausgeräte+, zu der Gerätehersteller gehören, im Durchschnitt etwa doppelt so teuer bei gleicher Geschirrmenge. Die Geräte sparen außerdem Energie und Wasser, wenn man sie wirklich voll räumt. Zur Orientierung fürs Geschirr-Tetris: Laut den Verbraucherzentralen passen in eine Standard-Spülmaschine etwa 80 Teile — inklusive kleiner Gegenstände wie Besteck. Außerdem sollte Die Strompreise explodieren. Hier sind ein paar Alltagskniffe fürs Energiesparen, die man ohne Komfortverlust umsetzen kann. Stromsparen, ohne dass eswehtut Macht trotzdem sauber: Beim Betrieb der Waschmaschine sollte man eine niedrige Temperatur sowie ein Eco-Programm wählen. purBauen&Wohnen Foto: Florian Schuh/dpa-tmn 41812 Erkelenz-Lövenich Hauptstraße 90–92 Tel.: (02435) 2056/2055 · Fax: (02435) 1814 52428 Jülich Große Rurstraße 71 Tel.: (02461) 2741/4121 · www.moebel-berger.de Berger Einrichtungen ist ein Haus der Möbel Berger GmbH & Co. KG. Hauptstraße 90–92, 41812 Erkelenz-Lövenich 2 x in Ihrer Nähe Wohnlandschaft in moderner Optik – Schreinerqualität aus Ostwestfalen – Große Planungsvielfalt – Massivholz

purBauen&Wohnen 17 man sich nicht von der Laufzeit täuschen lassen: Kurzprogramme verbrauchen mehr Wasser und Strom als Normal- und Eco-Programme, weil das Waschwasser innerhalb weniger Zeit auf höhere Temperaturen gebracht werden muss. Außerdem können bei länger laufenden Programmen die Reinigungsmittel länger einwirken. Besser ist es daher, ein Eco-Programm oder eines mit niedrigen 45 bis 55 Grad zu nutzen. Ein Vorspülen ist meist nicht nötig. Waschmaschine Man muss heute den Großteil der Waschladungen nicht mehr mit hohen Temperaturen reinigen. Moderne Maschinen und gute Waschmittel sind in der Lage, normal verschmutzte Wäsche bei 30 oder 40 Grad sauber zu bekommen — das spart Betriebskosten. Denn mehr als drei Viertel der Energie verbraucht das Gerät für die Erwärmung des Wassers. Daher sind Einsparungen von bis zu 17 Euro pro Jahr möglich, wenn man zwei Waschgänge pro Woche mit 30 statt mit 60 Grad laufen lässt. Das hat die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online berechnet. Wer darüber hinaus auf Öko- oder Eco-Programme setzt, kann weitere 33 Euro pro Jahr sparen. Sieben Euro macht die Vorwäsche pro Jahr aus. Und 55 Euro Ersparnis sind möglich, wenn man die Wäsche nicht in denWäschetrockner steckt. Wer darauf nicht verzichten kann, sollte die Schleuderzahl beimWaschgang möglichst hoch einstellen: Je weniger Wasser die gewaschene Wäsche enthält, desto schneller trocknet sie. Kühlschrank Sieben Grad im obersten Kühlschrank-Fach reichen aus, so die Experten der Verbraucherzentralen. Jedes Grad höher verringert den Stromverbrauch um rund sechs Prozent. Mit einer Ausnahme: Wer oft schnell verderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch lagert, sollte nur zwei Grad Innentemperatur im Kühlschrank messen. Warme Essensreste sollten besser erst außerhalb des Kühlschranks abkühlen, bevor sie hineingestellt werden. Und: Je schneller man die Kühlschranktür wieder schließt, desto weniger Kälte kann verfliegen. Auch sollte man sie jedes Mal aufs Neue auf- und zumachen, wenn man mehrere Sachen hintereinander in das Gerät stellen will. Co2online hat berechnet, dass offen stehende Kühlschranktüren acht Euro im Jahr an Stromkosten verursachen. Ein weiterer Tipp: So viel wie möglich imKühlschrank lagern — auch etwa den Saftvorrat. Denn Gegenstände imKühlschrank speichern die produzierte Kälte und geben sie an ihre Umgebung ab. Nachdem die Tür geöffnet wurde, muss laut co2online daher ein voller Kühlschrank weniger Kühlleistung erbringen, um seine Temperatur wieder zu erreichen. Herd &Backofen Liegt ein passender Deckel auf dem Kopftopf und verwendet man Kochgeschirr, das zur Größe der Herdplatte passt, kann weder aus dem Topf noch von der Herdplatte Wärme ungenutzt verfliegen. Hier liegt ein Einsparpotenzial von rund 20 Euro im Jahr. Ähnlich effizient ist die Nutzung von Restwärme beim Kochen und Backen. Denn Gerichte werden auch fertig, wenn man den Herd und Ofen früher abschaltet und deren Restwärme nutzt. So spart man besonders bei älteren und trägen Elektrokochplatten Geld, laut co2online Strom für bis zu 20 Euro im Jahr. Fernseher & Co TV-Geräte, Computer und andere Elektrogeräte im Stand-by-Modus sind heimliche Stromfresser. Bis zu 115 Euro pro Jahr kann man laut co2online sparen, wenn man Geräte ganz ausschaltet. Das heißt konkret: Es sollte kein leuchtendes kleines Lämpchen für den Standby- oder Ruhemodus an Elektrogeräten anbleiben. Übrigens: Auch das Ladekabel zieht Strom, wenn es in der Steckdose hängt, selbst wenn das Smartphone nicht dranhängt. [dpa] Heinsberg, Klostergasse 2, ☎02452/3569 Geilenkirchen, Albert-Jansen-Straße 4, ☎02451/914840 www.Elektro-Stolz.de • E-Mail: elektro.stolz@t-online.de Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9.00 - 18.00 Sa: 9.00 - 15.00 Uhr Lieferservice Altgeräteentsorgung Reparaturdienst Einbauservice Tiefpreis-Garantie Faire Beratung DieNr.1für Elektro-Haushaltsgeräte mit eigenem Kundendienst im Kreis Heinsberg Ihr Geheimtipp für Elektro-Haushaltsgeräte... in Heinsberg demnächst wieder in Geilenkirchen Waschautomaten Wäschetrockner Kühl-/ Gefriergeräte Einbau-Geschirrspüler Einbauherde & Kochmulden Einbaukühlschränke Ka"ee#ollautomaten Staubsauger Kleingeräte & Zubehör

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