purRegio für Heinsberg & Region - 01-2022

Alte Schätzchen vor der Schrottpresse bewahrt Kinospaß mit Pfeil und Bogen 140 Kilometer auf den Spuren der Herzöge VomWachmacher zum feinen Tropfen: Kaffee ist auch im Kreis Heinsberg beliebt. Hier gibt es gleich mehrere Spezialisten. Der Kaffee ist fertig! Reparieren Schießen Wandern 01-2022 März/April kostenlos

Persönliche Kompetenzen stärken Referentin: Sabine Wierts Kommunikationstrainerin und Coach Online-Seminare MEDIENHAUSAKADEMIE Ein Angebot aus dem Persönliche Kompetenzen sind wichtiger denn je. Sowohl für Ihr Privat-, als auch für Ihr Berufsleben. Die einzelnen Erfolgsfaktoren dieser Kompaktseminare verhelfen Ihnen dabei, in allen Lebenslagen noch souveräner und selbstsicherer zu agieren. Es erwarten Sie zwei intensive Stunden, die Ihnen Impulse liefern, die sofort in die Praxis umsetzbar sind. Das interaktive Vorgehen motiviert, sichert einen wertvollen Erfahrungsaustausch und dient zur Beantwortung Ihrer individuellen Fragen. 5 Tage 5 Seminare 15.03.22: Kommunikation und Gesprächsführung. Wer gut kommuniziert wirkt souverän und selbstsicher. Das Seminar liefert das nötige Handwerkszeug, wie gute Kommunikation gelingen kann. 24.03.22: Konflikt- und Kritikfähigkeit, Konflikte sind im beruflichen und privaten Umfeld alltäglich. Und dennoch sind diese uns oft unangenehm. Jedoch sind Konflikte positiv und bringen einen sogar weiter. Lernen Sie Methoden kennen, wie Sie zukünftig konstruktiv Konflikte lösen. 29.03.22: Kunden- und Serviceorientierung. Der Service macht den Unterschied. Gerade heutzutage, wo Dienstleistungen und Produkte vergleichbar sind, können wir nur mit Kundenorientierung punkten. Das Seminar gibt einen Überblick, mit welchen Hilfsmitteln uns dies gelingen kann. 31.03.22: Beschwerdemanagement & souveräner Umgang mit schwierigen Kunden. „Auch der letzte Eindruck bleibt!“ Gerade bei Beschwerden und Unmutsäußerungen von Kunden ist es wichtig, „wie“ darauf reagiert wird. Das Seminar liefert Impulse für eine deeskalierende und souveräne Gesprächsführung, die die Kunden auf eine sachliche und lösungsorientierte Ebene lotst. 06.04.22: Selbst- und Zeitmanagement. Hören Sie sich oft sagen: „Ich habe keine Zeit?“ oder „Wie soll ich das alles schaffen?“ Dann kann eine strukturierte Planung Abhilfe schaffen. Sie lernen ihre eigenen Zeitdiebe kennen und erhalten praxisorientierte Impulse, wie Sie zukünftig Ihrem Arbeitstag besser organisieren können. jeweils 18 - 20 Uhr Ort: Online-Seminar (über Microsoft Teams) Preis: 229,- €p. P. je Seminar Vorteilspreis ab drei Seminaren: 199,- €p. P. je Seminar Hinweis: Sie erhalten eine steuerabzugsfähige Rechnung für Ihre Weiterbildung. Buchung: Online: medienhausaachen-akademie.de Per E-Mail: akademie@medienhausaachen.de Termine, Details und Buchung: ©Gudrun Bertram

purInhalt 3 purMagazin 4 Ein Ort, viele Zahlen Hofkirche Lövenich 6 Titel Der Kaffee ist fertig! Drei Adressen im Kreis, wo Kaffee eine Hauptrolle spielt purHeimat 8 Ein sehr starker Charakter Der Kreis Heinsberg feiert runden Geburtstag 9 Den Jahren mehr Leben geben Ehrenamtlerin Christa Butenschön 10 Dorado für Tüftler und Frickeler Das Repair-Café 11 EineWoche voller Glück, Frühling für Körper, Geist und Seele 12 Abschalten und genießen Ein Besuch auf der MAMA-Farm purKultur 14 Deprimierend, aber urkomisch Beckets „Endspiel“ am Theater Mönchengladbach 15 Puppentheater Vorstellungen für Kinder 16 Kunst in der Euregio und drumherum Wichtige Ausstellungen 2022 17 Spielerischer Konstruktivismus Rolf Blume im Kunstverein Heinsberg 17 Kunstwerke „ziehen“ Ein besonderer Automat 18 Hochkarätiger Sommerabend „Hohenbusch ClassiXX“ 19 „Walter White“ auf der Spur Neuer Podcast „Narcoland“ purTermine 20 Highlights imMärz und April Musik, Ballett, Schauspiel & Co purKino 24 Neu auf der Leinwand „Gangster Gang“, „The Lost City“, „Doctor Strange“ purBücher 25 „Vernichten“ Michel Houellebecqs neuer Roman purAusflüge 26 Auf den Spuren der Herzöge Eine Wanderung in acht Etappen 27 Kinospaßmit Pfeil und Bogen Neues Indoor-Angebot 28 Der perfekteWeg in die Ehe Hochzeitsmesse auf Schloss Rahe in Aachen purLetzte Seite 30 Unter uns Stefan Bockelmann 6 14 25 9 22 30 im Kreis Heinsberg herrscht alles andere als Stillstand. Immerhin feiert dieser bald sein 50-jähriges Bestehen. Das ist in dieser Ausgabe ebenso Thema wie die Wassenberger Glückswoche im März oder das neue Klassik-Festival auf Haus Hohenbusch in Erkelenz im Sommer. Zu Wort kommen lassen wir Christa Butenschön, Seniorenbeauftragte der Stadt Geilenkirchen, aber auch Schauspieler Stefan Bockelmann (viele werden ihn aus den RTL-Serien „Alles was zählt“ und „Unter uns“ kennen), der seit acht Jahren in Erkelenz lebt. Wir verraten, wer hier richtig guten Kaffee macht und servieren zur etwas verborgen liegenden evangelischen Hofkirche in Erkelenz interessante Zahlen. Thema ist außerdem eine außergewöhnliche Farm in Geilenkirchen. Neben Tipps zu den wichtigsten Kulturterminen und neuesten Kinofilmen, einer Buchvorstellung und dem Hinweis zu einem Podcast mit regionalem Bezug stellen wir letztlich auch noch einen Ausflugstipp vor, auf dem ab April in acht Etappen die Grenzen des historischen Herrschaftsbereichs des Limburger Herzogs erwandert werden können. Lassen Sie sich von uns zu Aktivitäten, Entdeckungen, Erlebnissen und Genüssen inspirieren. Denn jetzt ist genau die richtige Zeit dazu. Pures Lesevergnügen wünscht für das gesamte purRegio-Team Foto: Thomas Hannappel Fotos: Belinda Petri, Dettmar Fischer, Matthias Stutte, Tom Schulze, Philippe Matsas/Flammarion, brueggenoltefotografie

4 DieHofkirche Lövenichist schon 339 Jahre alt. Am damaligen Ortsrand erbaut liegt sie versteckt hinter einemWohngebäude (im Hof, daher der Name), denn die evangelische Gemeinde wurde im katholischen Jülicher Herzogtum nur toleriert. Wir kennen weitere spannende Zahlen und Fakten. EinOrt, viele Zahlen Fotos: Dettmar Fischer 1683 Diese Jahreszahl prangt über dem Rundbogen, der die hölzerne Eingangstür zur Hofkirche Lövenich überspannt. Wer den Hinweis auf das Erbauungsjahr überhaupt entdeckt, darf sich glücklich schätzen, denn die meisten Besucher des zu Erkelenz gehörenden Ortes Lövenich dürften die Hauptstraße passiert haben, ohne diese kleine, schmucke Kirche überhaupt wahrgenommen zu haben.

5 100 Jahre hatte die kleine calvinistischreformierte Gemeinde auf ihren Saalbau warten müssen, bevor schließlich mit dem „Nebenrezeß über den Punctum Religionis und anderen Geistlichen Sachen in den Jülich-Clevischen Landen“ vom 9. September 1666 und dem „Religionsvergleich“ vom 26. April 1672 auch die evangelisch-reformierten Gemeinden ihre Predigthäuser bauen durften. Die Stadt Erkelenz hatte in ihrer Reihe „Bedeutende Bau- und Kunstwerke in Erkelenz“ die Historie dargelegt. 1 kleinen Glockenturm bekam die Lövenicher Hofkirche aber erst später. Zunächst wurde mit Rücksicht auf die katholische Mehrheit unauffällig in zweiter Reihe gebaut. Der Zugang erfolgt über einen Hof, der vom Pfarrhaus umfasst wird. Noch im Jahr 1842 war der Posaunenengel oben auf dem Glockentürmchen zeitweise entfernt worden, um keinen Anstoß zu erregen. 1842 hatte Caspar Simons die Kanzel erworben und der Gemeinde geschenkt, die heute noch das zentrale Element des Kirchenraumes darstellt. Allerdings predigt die Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Lövenich, Friedrike Lambrich, bei Hochzeiten, Taufen oder Beerdigungen lieber vomAltar aus. Denn vermutlich bei der Renovierung des ehemals aus Rhein- und Maaskieseln bestehenden Fußbodens in den 1950er Jahren wurde dieser um gut einen Meter abgesenkt. So bekämen Gottesdienstbesucher heute eine Genickstarre, wenn sie zur Pfarrerin auf der Kanzel hochblicken müssten. 1902 erhielt die Hofkirche ihren Altar. Die Hauptkirche in Rheydt war abgerissen worden. Das dortige Presbyteriumwar demWunsch des Lövenicher Pfarrers Keller damals nachkommen und hatte den „noch gut erhaltenen Altar“ nach Lövenich verschenkt. Es war den Rheydtern ein „lieber Gedanke, daß dieses durch langen Gebrauch bei den heiligsten Handlungen uns ehrwürdige Kirchengeräth“ eine neue Verwendung fand. 1775 war die Taufschale geschaffen worden, die bei den Taufen auf dem Altar steht. Die Schale ist eine Stiftung aus den Niederlanden und erinnert an die einst engen Verbindungen mit den reformierten Gemeinden der Niederlande, die auch beim Bau der Hofkirche finanzielle Unterstützung geleistet hatten. 1794 hatte die Lövenicher Familie Strommenger ein mit Schnitzwerk schön verziertes Gestühl anfertigen lassen. Die farbliche Gestaltung des Gestühls und der Kanzel erinnert heute an eine barocke Kirche, wurde aber erst nach dem letzten Krieg ausgeführt. Vor dieser Neugestaltung hatten Schwarz und Weiß den Kirchenraum dominiert. 120 Menschen feierten bereits in der Lövenicher Hofkirche Hochzeit. 20 feierten allerdings vom Hof aus mit. Stimmungsvoll sind solche Feiern in dieser kleinen, feinen Kirche allemal. Eine zweite Hofkirche im Kreis Heinsberg ist in Wassenberg erhalten. < Zusammengestellt von Dettmar Fischer Linke Seite: Die Hofkirche Lövnich vom Innenhof aus. Rechte Seite: Die farbliche Gestaltung von Kanzel und Gestühl erinnert heute an eine barocke Kirche, wurde aber erst nach dem letzten Krieg ausgeführt. Das Gestühl bietet zwei Plätze für Brautpaare. Pfarrerin Friedrike Lambrich führt durch den Innenraum der Hofkirche.

6 Von Simone Thelen Kaffee ist hip und wird immer beliebter. War es früher eher ein „Alte-Leute-Getränk“, gibt es heute kaum eine Altersgrenze. Auch junge Menschen trinken gerne guten Kaffee in den unterschiedlichsten Variationen. Diesen Zeitgeist haben sich Inge Sommer und Anna Henkes zu Nutzen gemacht und ein Geschäft entwickelt, das alles bietet: von schmackhaften Kaffee-Röstungen bis zur kompletten Café-Ausstattung. Inge Sommer ist die Inhaberin von OZtrade ltd, Anna Henkes ist die Geschäftsführerin. OZ, das steht für optimale Zufriedenheit — ein Anspruch, den beide Wassenbergerinnen an alle ihre Produkte haben. „Wir haben das Unternehmen 2005 aus Liebe zum Kaffee gegründet“, erklärt Inge Sommer. „Wir sind viel gereist, haben wunderbaren Kaffee in aller Welt getrunken, zu Hause aber nie den Kaffee gefunden, der uns wirklich schmeckte.“ Also haben beide beschlossen, ihren eigenen Kaffee zu rösten. „Nur für uns“, erinnert sich Anna Henkes. „Wir haben ganz klein angefangen.“ Aber dabei ist es nicht lange geblieben. Denn in der Zeit, in der Inge Sommer und Anna Henkes begannen, in Wassenberg Kaffee zu rösten, schossen in ganz Deutschland immer mehr kleine Röstereien aus dem Boden. Der Trend schien unaufhaltsam. Bis beide erkannten: „Die vielen kleinen Röster, die es plötzlich überall gab, brauchten Röstmaschinen und jemanden, der sich um sie kümmert. Die bisherigen Betriebe waren eher auf Großkunden ausgelegt. „Hobby-Röster waren für die Peanuts“, so Inge Sommer. „Da sind wir in die Lücke gesprungen. Wir haben uns viele Maschinen angeschaut und waren uns sicher: ‚Das kriegen wir auch hin!‘“ Also haben sie begonnen, eigene Röster herzustellen, sie zu verkaufen und die Kunden von der Schulung bis zur Wartung und Reparatur zu begleiten. „Erst waren es kleine Maschinen für zwei bis zehn Kilogramm Kaffee. Mittlerweile bieten wir Maschinen an, mit denen bis zu 25 Kilo Kaffee geröstet werden können.“ Inzwischen gibt es in Wassenberg alles, was man braucht, um eine kleine Rösterei oder auch ein kleines Café auf die Beine zu stellen. Neben den Röstern bieten Inge Sommer und Anne Henkes auch Komplettpakete an: Rohkaffee in handlichen 20-Kilogramm-Säcken, Kaffee-Tütchen mit Einweg-Entgasungsventil für die Aufbewahrung, Wiege- und Abfüllanlagen, Geräte zum Verschweißen der Kaffeetütchen, Kaffeemühlen, Espressomaschinen und Kaffeesilos in verschiedenen Größen, die den Kaffee auch nach demÖffnen der Verpackungen noch frisch halten. „Selbst hochwertige Möbel für die Ausstattung eines kleinen Cafés haben wir im Angebot“. 15 Autominuten von Wassenberg entfernt röstet Hermann-Josef Fensky im Café Samocca in Heinsberg Kaffeebohnen zu einem vollmundigen und runden Geschmackserlebnis. Wenn er über Kaffee redet, dann ist es ein wenig so, als würde ein Meister-Sommelier einen guten Wein beschreiben. Wie ist die Farbe? Welche Assoziationen weckt der Geruch? Und welche Aromen entfalten sich beim Genuss des ersten Schlückchens? Um die verschiedenen Sorten und vor allem Varietäten herauszuschmecken, braucht es schon eine feine Nase und einen geübten Inge Sommer und Anna Heskens haben in Wassenberg ein Rund-um-Business auf die Beine gestellt. Hermann-Josef Frensky röstet im Heinsberger Café Samocca die Bohnen. Und in Lothar Boltens Landcafé Immendorf in Geilenkirchen sind die Kreationen den Namen nach Männersache. Der Kaffee ist fertig! Anna Hankes und Inge Sommer haben alles auf Lager, was man für einen guten Kaffee braucht — von der Rohbohne bis zur Espressomaschine. Fotos: Simone Thelen

7 Echte Kaffeekenner: Hermann-Josef Frensky (oben) vom Heinsberger Café Samocca und Lothar Bolten vom Landcafé Immendorf (rechts). Gaumen. „Das Geheimnis liegt in der Bohne und in der Art, wie sie geröstet wird“, weiß Fensky, der seit rund acht Jahren im Café Samocca Kaffee röstet. Der 69-Jährige war früher als technischer Leiter in einem großen Betrieb tätig. „Kaffeebohnen werden rund um den Äquator angebaut, im sogenannten Kaffeegürtel. Wir beziehen unsere Bohnen überall her, fordern Proben an und entscheiden dann, welche wir einkaufen“, erklärt er. In Sumatra und Ruanda ist Fensky selbst gewesen, hat die Farmen vor Ort kennengelernt. „Großbauern, die industriell ernten und Düngemittel einsetzen, gehören nicht zu unseren Lieferanten. Wir konzentrieren uns auf kleinere oder mittelgroße Produzenten, die wir teils namentlich kennen und die sich auch vor Ort engagieren, zum Beispiel für den Tier- und Umweltschutz.“ Immer montags ab 9 Uhr wird in Heinsberg geröstet. In großen Eimern warten die Bohnen darauf, in den Röster gefüllt zu werden. „Wir könnten hier rund 15 Kilo Bohnen in einem Röstgang verarbeiten. In der Regel nehme ich aber kaum mehr als zehn Kilo. Das Geschmacksergebnis ist dann einfach besser“, sagt Fensky. Jene Röstung mit kleinen Mengen und ein von ihm akribisch für jede Bohnenart individualisiertes Röstverfahren, welches er ständig überwacht und nachjustiert, machen das Qualitätsgeheimnis des Samocca-Kaffees aus. Beim Rösten ist deshalb Konzentration gefragt. „Wichtig ist mir, dass alle Kaffeesortenmöglichst rund schmecken“, erläutert Hermann-Josef Fenksy. „Das heißt, dass sie ein ausgewogenes Verhältnis von Säure, Bitterkeit und Aroma haben sollten. Die Unterschiede zwischen den Bohnen kann man übrigens bis zur Parzelle herausschmecken, auf der sie angebaut wurden. Höhenmeter, die Art der Düngung, das Klima und die Bodenbeschaffenheit spielen eine Rolle. Das ist natürlich etwas für Kaffee-Cracks, die ein wenig verrückt sind — und ich bin einer davon.“ Irgendwie kaffeeverrückt ist auch Lothar Bolten. In seinem Landcafé Immendorf in Geilenkirchen heißen die Kaffees Herr Kunze, Herr Müller und Herr Meier. Herr Kunze ist eher der verbindliche Typ, einer, auf denman sich verlassen kann — der Lieblingskaffee des Hauses, eine runde Alltagsmischung. Herr Müller ist schon spezieller, ein starker Charakter mit gewissen Eigenheiten, ein Espresso mit ausgeprägtem Röstaroma. Herr Meier hingegen ist ein Softie, schonend entkoffeiniert — aber nicht weniger reizvoll. Alle drei sind Kreationen von Lothar Bolten, der seit rund zehn Jahren seinen eigenen Kaffee röstet — zweimal pro Woche, immer donnerstags und ein weiteres Mal nach Bedarf. Die Maschine wird gegen 8 Uhr morgens angeworfen. Lothar Bolten ist zu dieser Zeit schon seit fünf Stunden auf den Beinen und hat sich zunächst in der Backstube um die Produktion gekümmert. „Wenn da der Druck raus ist, fange ich mit dem Kaffee an. Zuerst röste ich die Bohnen, acht Kilo pro Röstgang, danach werden sie zusammengemischt.“ Lothar Bolten vergleicht den Röstvorgang gerne mit dem Backen seiner Brötchen: „Die Bohnen kommen in den Röster wie die Brötchen in den Ofen. Ich kenne den Zeitpunkt, wann sie gut sind, genau. Ich lasse meinen Röster aber nicht aus den Augen.“ Von Zeit zu Zeit kontrolliert Bolten Farbe und Geruch der Bohnen. Und wenn der richtige Röstgrad erreicht ist, lässt er die noch knackenden Bohnen von Hand ins Kühlsieb ein. Anders als bei den Brötchen, wo es nicht unbedingt darauf ankommt, von welchem Bauern das Mehl produziert wurde, ist die Herkunft der Kaffeebohnen für das Produkt sehr entscheidend. „Unsere Rohbohnen kommen aus Brasilien, Kenia, Äthiopien, Papua-Neuguinea und aus Guatemala. Ich gebe zu, ich bin etwas kaffeeverrückt, und die meisten Kaffeetrinker können die Unterschiede kaum herausschmecken. Aber für mich macht es einen Unterschied, und ich möchte ja einen wirklich guten Kaffee anbieten.“ < ˽www.ozcaffe.com ˽www.lebenshilfe-heinsberg.de ˽www.landcafe-immendorf.de „Wichtig ist, dass alle Kaffeesortenmöglichst rund schmecken.“ Hermann-Josef Frensky

purHeimat 8 Von Anna Petra Thomas Ein schönes Ambiente bot sich Landrat Stephan Pusch nicht, als er bei seiner Rede nach der ersten Sitzung des Kreistags im neuen Jahr die Feierlichkeiten des Kreises Heinsberg anlässlich seines 50-jährigen Bestehens einläutete. Aufgrund der Corona-Pandemie musste auch diese Sitzung vom großen Sitzungssaal des Kreishauses wieder in die Turnhalle des Kreisgymnasiums verlegt werden. Dennoch wurde es schon vor der Rede ein wenig feierlich, als Mitarbeiter der Verwaltung ein gefülltes Glas Sekt auf den Tisch jedes Kreistagsmitglieds stellten, mit dem nach seiner Rede alle anstoßen sollten. Wenn auch nur aus der Ferne, mit gebührendem Abstand. Aus ursprünglich zwei Kreisen sei eine „leistungsfähige Einheit“ geworden, betonte der Landrat. „Aus den vergangenen 50 Jahren, geprägt von strukturellem und gesellschaftlichemWandel, ist ein charakterstarker Kreis hervorgegangen.“ Er präsentiere sich als Wirtschaftsstandort, Naherholungsgebiet sowie schlichtweg als Heimat und Zuhause von über 250.000 Bürgerinnen und Bürgern. In der Folge warf Pusch Schlaglichter auf Themen wie die Digitalisierung, die moderne Kommunikation in sozialen Medien, die Investitionen in die Betreuungsund Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche sowie nicht zuletzt auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die Corona-Pandemie habe diese beiden Themen verdrängt. Nun sollen sie jedoch wieder in den Fokus rücken. „Ebenso wird uns der Strukturwandel in der Region vor große Herausforderungen stellen“, so der Landrat weiter. Pusch präsentierte nicht nur ein neues Logo zum Jubiläumund kündigte einen Jubiläumsband an, sondern auch noch einige weitere Aktivitäten. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, ein Heimat-Diplom zu erwerben. Dabei gilt es, in Einrichtungen oder bei Veranstaltungen bis Mitte August mindestens fünf Stempel zu sammeln. Alle Bürgerinnen und Bürger mit Heimat-Diplom nehmen dann am Tag der offenen Tür an einer Verlosung teil. Er gehört zum Fest-Wochenende vom 19. bis 21. August. Dort soll es vor dem Kreishaus eine Bühne geben mit Konzerten am Freitag und Samstag vor dem Sonntag als Tag der offenen Tür. Weiterhin trete er in jeder der zehn Kommunen des Kreises zu einem Duell gegen Bürgermeisterin oder Bürgermeister an, fügte Pusch hinzu. Es werde eine Jubiläums-Radroute geben, für die Kinder einen Malwettbewerb, für die Jugendlichen einen Videowettbewerb. Abgerundet wird das Festjahr mit einem offiziellen Festakt, der für den 20. Oktober geplant ist und zu dem auch der Ministerpräsident und die Regierungspräsidentin eingeladen sein werden. < ˽www.50-jahre-hs.de Der Kreis Heinsberg feiert ein Jahr lang sein 50-jähriges Bestehen. Ein sehr starker Charakter Mit einer spektakulären Aktion hat der Kreis Heinsberg auf sein rundes Jubiläum aufmerksam gemacht. Foto: Anna Petra Thomas Der Kreis Heinsberg Er entstand am1. Januar 1972 imRahmender kommunalenNeugliederung imRaumAachen. Grundlage dafür war das am14. Dezember 1971 verabschiedete, sogenannte Aachen-Gesetz, das in § 36 die „Zusammenfassung von Niederkrüchten, Wegberg, Wassenberg, Waldfeucht, Heinsberg, Hückelhoven, Erkelenz, Selfkant, Gangelt, Geilenkirchen und Übach-Palenberg zum neuen Kreis Heinsberg mit Sitz in Heinsberg“ vorsah. Bereits zum1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Niederkrüchten wieder aus dem Kreis Heinsberg herausgenommen und in den Kreis Viersen eingegliedert. Ihr Bestattermeister am Torbogen Hochstraße 18! Heinsberg! 02452 18 09 101 www.bestattungen-wallraven.de Wir geben Ihnen Zeit und Raum.

9 Von Dettmar Fischer Christa Butenschön engagiert sich mit großer Energie zum Wohl der Gesellschaft, nicht zuletzt aber auch für ihr eigenes Wohlbefinden. Ihr Motto lautet: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.“ Sie hat die Erfahrung gemacht: „Das Ehrenamt stärkt einerseits die Gemeinschaft und hält andererseits einen selbst langfristig körperlich und geistig gesund. Christa Butenschön bringt in ihre ehrenamtliche Tätigkeit eine Menge von ihrem beruflichen Erfahrungsschatz mit ein. Als medizinische Fachangestellte organisierte sie unter anderem die Abläufe der größten gastroenterologischen Schwerpunktpraxis im Rhein-MainGebiet. Ihren beruflichen Ruhestand in ihrer Heimatstadt Geilenkirchen wollte Christa Butenschön aber keineswegs auf dem Sofa bei Kaffee und Kuchen verbringen. Sie suchte und fand nicht nur ein Ehrenamt. Über den Runden Tisch für Seniorenarbeit der Caritas kam sie zum Amt der Seniorenbeauftragten der Stadt Geilenkirchen. Sie vertritt in Ausschüssen die Belange der älteren Mitbürger. Bezahlbarer Wohnraum ist eines der Themen, die ihr besonders am Herzen liegen. Bei den Freunden des Franziskusheims engagiert sie sich für die Menschen im Altenheim, die finanziell nur wenig mehr haben als das Notwendige. „Wir sind auf Spenden angewiesen“, sagt Christa Butenschön, „um den Bewohnern Dinge zu ermöglichen, die das Leben lebenswert machen, aber nicht vom Pflegesatz abgedeckt werden.“ Ihr viertes Ehrenamt, das Engagement beim Netzwerk GK 60+, ist ebenfalls ein gutes Beispiel für das Credo „den Jahren mehr Leben“ zu geben. Engagierte Bürger haben zehn Gruppen vom Skat über das Wandern bis zum sehr erfolgreichen Senioren-Kino auf die Beine gestellt, in denen Senioren ein Wir-Gefühl statt Einsamkeit erleben. Ehrenamt hört sich staubig an, ist es aber nicht, weil ... es die Gemeinschaft und den Zusammenhalt stärkt, die Inklusion fördert und langfristig aktiv, glücklich und zufrieden macht. Ehrenamt ist überhaupt nicht staubig. Es füllt die Jahre mit Leben — auch die eigenen. Ich mache es so, dass ... ich eine sinnvolle Tätigkeit ausübe, die mir Spaß macht, in der ich alle meine Lebenserfahrung und Fähigkeiten einbringen kann. Ich versuche, bedarfsgerecht ehrenamtliche und professionelle Angebote zu vernetzen. Die meiste Zeit geht drauf für ... Ausschusssitzungen, obwohl mir die Basisarbeit mehr liegt. Aber das hält sich doch fast die Waage. Manchmal könnte ich heulen ... vor Freude, wenn ich sehe, wie viel Gutes bewirkt werden kann. Wenn sich zum Beispiel Menschen melden, die einsam sind, und man diese Kontakte vermitteln kann, dann ist das sehr schön. Der 1. Platz beim Heimatpreis für GK 60+ zeigt, wie wichtig das Netzwerk über Geilenkirchen hinaus geworden ist. Mich hat das Ehrenamt dahingehend verändert, dass ... ich glücklich und zufrieden bin. Wir sind die jungen Wilden unter den Senioren, die noch etwas gemeinsam mit Gleichaltrigen bewirken können — auch für die Hochbetagten. Ich kann nur jedem empfehlen, der in Rente geht, sich ein Ehrenamt zu suchen. Umes (noch) besser zumachen, bräuchte ich die Handynummer von ... Menschen, die bald in Rente gehen und ein Ehrenamt suchen. Es werden viele gesucht, die freiwillig und ohne Vergütung Arbeit leisten und sich einbringen. Ich selbst habe für meine ehrenamtliche Tätigkeit genug Handynummern. Ich brauche keine weiteren. < Christa Butenschön hat vier Ehrenämter inne. Ein Rentnerdasein nur auf dem Sofa sitzend kann sie sich nicht vorstellen. Den Jahrenmehr Leben geben Christa Butenschön vor dem Franziskusheim in Geilenkirchen. Foto: Dettmar Fischer HEIZUNG, SANITÄR, FLIESEN Kohlwey Bad & Wärme GmbH Hinter der Mauer 8 · 52525 Heinsberg Tel.: 02453/3317 · Fax: 02453/3450 info@kohlwey.de · www.kohlwey.de In10 TAGEN ZUM NEUEN BAD! Copyright: Geberit

purHeimat 10 Von Dettmar Fischer Einen Staubsauger und einen Thermomix, beides Markengeräte mit Vergangenheit, hat das Ehepaar aus Wassenberg ins Repair-Café Hückelhoven mitgebracht. Die Wartezeit, bis die Kabeltrommel des Staubsaugers das Kabel wieder ordentlich aufwickelt, verbringt das Paar bei Kaffee und Kuchen. Währenddessen werkeln geschulte Hände im Nebenraum an dem weinroten Staubsauger, dessen Hersteller schon die Tante kannte, die auch alle Waschmaschinen kannte. Markus Pricken hat sich des Staubsaugers angenommen. Schnell dringt er zu des Pudels Kern vor. Um an die Kabeltrommel zu gelangen, muss er allerdings den halben Staubsauger auseinander nehmen. Der Staubsaugerbesitzer bleibt derweil optimistisch. „Hauptsache es bleiben nicht allzu viele Teile übrig“, scherzt er. Markus Priggen hatte beim Auseinanderbauen des Staubsaugers schon Hilfe von Annemarie Meise in Anspruch genommen. Sie ist die gute Seele des Repair Cafés. Beim Zusammenbauen gehen dann zwei Männer mit vollem Einsatz ans Werk, denn der Hersteller hat bei der Konstruktion des Saugers wenig an diejenigen gedacht, die ihn später mal reparieren dürfen. Markus Pricken, der einen Hausmeisterservice in Hückelhoven betreibt, ist wie Annemarie Meise von Beginn an mit von der Partie beim Repair-Café. Die beiden sind sich einig: „Es macht Spaß hier mitzumachen.“ Der Spaß ist natürlich deutlich größer, wenn ein defektes Teil am Ende der Reparatur auch wieder heile ist. Auf 2:1 schätzt Walter Mühlenbruch die Quote. Auf zwei reparierte Teile komme eines, bei dem nichts mehr zu machen ist, weil keine Ersatzteile zu bekommen oder auch übers Internet keine Schaltpläne mehr verfügbar sind. „Wir sind doch kleine Jungs geblieben, wir sind nie erwachsen geworden“, so beschreibt Walter Mühlenbruch die Freude am Tüfteln und Reparieren. Er hat Elektrotechnik studiert und bringt somit für die „Genesung“ eines Großteils der „Patienten“ die besten Voraussetzungen mit. Ein zarter Hauch von UniversalVerdünner überdeckt den Kaffeeduft im Arbeitsraum. Das Allheilmittel löst, was sich im Kassettenrekorder über Jahre und Jahrzehnte festgesetzt hat. Eine Stunde kann es schon mal dauern, bis der Defekt im Rekorder zu Tage tritt. Und wenn man Pech hat, schraubt man beim nächsten Mal, wenn der Besitzer mit dem Ersatzteil wiederkommt, noch mal ein Stündchen, um das defekte Teil auszutauschen. Ein älterer Herr hat eine Espressomaschine mitgebracht. Gewartet habe er so was schon mal, meint einer der sieben ehrenamtlichen Repair Café-Mitarbeiter. Aber eine Reparatur? Doch nach einer Weile schaut der Herr mit der defekten Erspressomaschine wieder neuen Kaffeegenüssen zuversichtlich entgegen. „Sie läuft wieder“, stellt er zufrieden fest. Eine Spende erbitten sich die Mitarbeiter des Repair Cafés für ihre Arbeit, die schon so manches Schätzchen vor dem Elektroschrott-Container bewahrt hat. Annemarie Meise ist imTeam für alles rund ums Schneidern zuständig. Muss gerade keine Nähmaschine repariert werden, hält sie aber auch gerne mal die Taschenlampe, um Licht bei kniffligen Arbeiten an verborgene Verschraubungen zu bringen. „Ichwar gleich von Anfang an dabei. Das ist genau das richtige für mich“, sagt Annemarie Meise. Im Frühjahr 2017 war das Repair Café der Stadt Hückelhoven, das aus einem Flüchtlingspatenprojekt hervorgegangen war, mit ehrenamtlichen Helfern gestartet. < Im Repair-Café in Hückelhoven werden kaputte Elektroartikel wieder fit gemacht. Das Repair-Café in Hückelhoven rettet so manches Schätzchen vor der Schrottpresse — sehr zur Freude der Besitzer. Foto: Dettmar Fischer Hausmeisterin GabyWinkels öffnet jeden ersten Samstag im Monat von 15 bis 18 Uhr die Türen zum Repair Café im Begegnungszentrum amFriedrichplatz 7 in Hückelhoven. ˽www.hueckelhoven-hilft.de Dorado für Tüftler und Frickeler www.bestattungshaus-rudi-dohmen.de Liebevolle Trauerbegleitung Familienbetrieb in dritter Generation seit 1946 ♦Bestattungsvorsorge ♦Bestattungen aller Art ♦eigene Abschiednahmeräume, auch für Trauerfeiern im familiären Kreis ♦regelmäßige Gesprächskreise/ TrauerTreff Kommweidenstr. 10 52525 HS-Dremmen Tel. 02452/95980 Inh. Stefanie Dohmen Bestattungshaus Rudi

purHeimat 11 Wenn der Frühling in Körper und Herz einziehen soll, dann müssen manche Menschen den Ballast aus Prägung, alten Glaubenssätzen, Dramen oder Traumata loswerden. Hilfe bietet Lebenscoach Sigrid Volk aus Übach-Palenberg. Sie arbeitet nach der Instant Change Methode von Daniel Weinstock, die ganzheitlich Blockaden und Ängste in wenigen Minuten leicht, effektiv und nachhaltig transformieren soll. Die Methode, die auch online möglich ist, findet nach Angaben von Sigrid Volk Anwendung in allen Bereichen von Gesundheit über Beruf und Privatleben bis Partnerschaft. Der Fokus liege nicht auf der Ursachenforschung. „Es wird nicht die Blockade selbst bearbeitet, sondern die Emotion dahinter in positive Energie gewandelt“, erklärt Sigrid Volk. „Schon drei kurze Termine können ein Quantensprung sein, hin zu einem neuen Lebensgefühl“, weiß sie. „Loslassen, sich abgrenzen und neue Dinge an sich ziehen, die privat und beruflich glücklich machen, kann so einfach sein“. Sigrid Volk arbeitet nach Jahren in der Wirtschaft in teils leitender Position als Coach in einer eigenen Praxis. [adv] ˽www.begleitenundberaten.com Neues Lebensgefühl mit „Instant Change“. Frühling für Körper, Geist und Seele Wassenberg feiert den internationalen Tag des Glücks (20. März) zum vierten Mal mit einer ganzen Woche voller Glücksmomente. Täglich finden Aktivitäten statt. Los geht es am 20. März um 17 Uhr mit einem Hutkonzert im Bergfried. Am 22. März erhalten Besucher im Naturpark-Tor Obst und Gemüse zum Probieren. Am 23. März beteiligt sich das Jugendhaus Culture Clash mit einer Glücksbringer-Bastelaktion. Osterbasteleien bietet das Kreativ-Atelier Farbklecks — am 26. März von 11 bis 13 und 14 bis 16 Uhr. Familien können sich auf eine neue Stadtrallye freuen. Flyer dazu sind im Naturpark-Tor erhältlich. Eine Führung zu den Glücksorten im Gartenpark bietet Therese Wasch am 25. März um 16 Uhr an (Treff: Naturpark-Tor Wassenberg). Am 26. März nimmt Stadtführer Herbert Giesen seine Gäste ab 13.30 Uhr mit auf einen Stadtrundgang. Am 27. März ab 11 Uhr spielen kostümierte Gästeführerinnen von Westblicke e.V. Szenen aus der Geschichte der Region (Treff: Parkplatz Hotel-Restaurant Burg Wassenberg). Die zehn Wassenberger Glücksorte kann man aber auch auf eigene Faust entdecken. Eine Broschüre dazu ist im Naturpark-Tor Wassenberg erhältlich. Alle Wassenberger Glücksorte sind übrigens mit den 26 Glücksorten der niederländischen Nachbargemeinde Roerdalen verknüpft. [red] ˽www.wassenberg-erleben.de Verschiedene Aktivitäten locken vom 20. bis 27. März nach Wassenberg. EineWoche voller Glück Carlsplatz 10 52531 Übach-Palenberg 0 24 51 - 4 95 75 Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 09:00 - 18:30 Sa. 09:00 - 14:00 Schon für 99,-€ die NIKA Einstärkenbrille und für 179,- € die NIKA Gleitsichtbrille! Damen- und Herrenfassungen für das gute Sehen nah oder fern oder für den fließenden Übergang zwischen Kurzund Weitsicht, angefertigt in Ihrer Glasstärke. 99,- 179,- Komplettangebot: (Alle Fassungen + Gläser) e y e w e a r (Beispielfassung - andere Fassungen und Gläser möglich) Beide Angebote komplett mit superentspiegelten und gehärteten Kunststoffgläsern &LOTUSEFFEKT optik@hunscheid.de • www.hunscheid.de Lichtdesign auf über 300 m² Verkaufsfläche. www.leuchtenhaus-erkelenz.de Hauptstr. 2 · 41812 Erkelenz-Lövenich 02435/5679164

purHeimat 12 Von Simone Thelen Lucky ist ein wahrer Herzensbrecher. Der Australian Shephard-Setter-Mischling stammt aus Ungarn und ist heute der absolute Star auf dem Hof von Andrea Becker in Geilenkirchen-Prummern. Dabei ist der Rüde nur eines von insgesamt 52 Tieren, die hier nicht nur betreut werden, sondern auch eine konkrete Aufgabe haben: nämlich Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten oder einer Behinderung sowie gestressten Erwachsenen eine Auszeit vom Alltag zu ermöglichen. Mein Alltag mal anders, kurz MAMA-Farm, heißt deshalb die Einrichtung von Andrea Becker, die sie erst vor wenigen Monaten in Prummern eröffnet hat. „Ich wollte einen Ort schaffen zum Wohlfühlen, wo man wertfrei miteinander umgeht, und wo sich alle geborgen fühlen. Das ist die MAMA-Farm.“ Andrea Becker ist Verhaltenstherapeutin und arbeitet hauptsächlich mit der Tiergestützten Therapie. Sie hat außerdem Pflegemanagement studiert und kümmert sich als Pflegeberaterin um die Einstufung in Pflegegrade und um die Abrechnung der Therapien der von ihr betreuten Kinder und Erwachsenen mit der Pflegekasse. Um auch Erwachsenen besser gerecht werden zu können, studiert sie derzeit nebenbei als Heilpraktikerin der Psychologie mit der Fachrichtung Burnout. „Ich habe festgestellt, dass auch Eltern von Kindern mit einer Diagnose oft einen gewissen Werdegang hinter sich haben. Sie haben sich oft selbst vergessen und funktionieren einfach nur noch. Auch ihnen möchte ich helfen, zu lernen sie Andreas Becker arbeitet auf der MAMA-Farmmit verhaltensauffälligen oder behinderten Kindern und gestressten Erwachsenen. Abschalten und genießen Andrea Becker auf ihrem Hof. Vor rund vier Jahren hatte sie ihre Einrichtung in Keyenberg gegründet und ist mit ihr nun nach Prummern umgezogen. Foto: Simone Thelen DRIESSEN-REISEN 4 Tage Liebliches Loiretal 17.03.–20.03.2022 ............................................................ HP 440,– € 4 Tage Weserbergland – Höxter, Hameln, Paderborn 11.04.–14.04.2022 .............. HP 435,– € 6 Tage Bodensee – Lindau, Bregenz, Insel Mainau, uvm. 19.04.–24.04.2022 ....... HP 745,– € 10 Tage Toskana – vieles inklusive 29.05.–07.06.2022 .......................................... HP 1.760,– € 4 Tage Hamburg und altes Land 16.06.–19.06.2022 ................................................ ÜF 410,– € 6 Tage Mecklenburger Schweiz 06.07.–11.07.2022 ................................................. HP 570,– € 5 Tage Berlin – Sommer in der Hauptstadt 01.08.–05.08.2022 ............................... ÜF 415,– € 7 Tage Lago Maggiore – erstklassiges Hotel direkt am See 20.08.–26.08.2022.... HP 825,– € 9 Tage Filzmoos – Bauernherbst 03.09.–11.09.2022 ................................................ HP 898,– € 10 Tage Wien – Budapest 18.09.–27.09.2022 ......................................................... HP 1.690,– € Alle Fahrten mit Programm! Tagesausflüge 2022 09.04. Keukenhof, inkl. Eintritt ................................................................................................45,– € 20.04. Keukenhof, inkl. Eintritt ............................................................................................... 45,– € 23.04. Keukenhof, inkl. Eintritt - Blumencorso .................................................................... 46,– € 21.05. Luxemburg, Stadtführung ........................................................................................... 36,– € 25.06. Trier, Stadtführung........................................................................................................ 36,– € 02.07. Münster, Stadtführung & Wasserschloß Hülshoff..................................................... 40,– € 16.07. Leiden – inkl. Schifffahrt .............................................................................................. 55,– € 23.07. Giethorn, inkl. Schifffahrt und Mittagsbuffet............................................................. 59,– € Weitere Fahrten auf Anfrage Gerne senden wir Ihnen kostenlos unser Reiseprogramm zu! Besuchen Sie uns auch auf Facebook David Drießen · Hoferweg 9 · 52538 Gangelt-Birgden Tel. 02454 / 6005 · http://www.driessen-reisen.de Wir kaufen & beleihen! Goldschmuck Silberschmuck Brillantschmuck Silber Altgold versilbertes Besteck Bruchgold Uhren namhafter Hersteller Zahngold Zinn Palladium u. v. m. Platinschmuck Platin Hochstraße 93 | 52525 Heinsberg Telefon: 0 24 52/157 22 91 Web: www.leihhaus-winter.de Shop: www.juweliere-winter.de Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 09.30 bis 18.00 Uhr Sa. Nach Vereinbarung Nettuno 3

purHeimat selbst zu sein, statt sich verloren zu fühlen.“ Selbst Erwachsene, die keine Kinder haben, die ebenfalls die MAMA-Farm besuchen, kommen zu Andrea Becker nach Prummern. „Sie können hier abschalten, sich austauschen, die Zeit genießen und einfach da sein.“ Das Außen-Areal der MAMAFarm erinnert eher an einen großen Abenteuerspielplatz mit allerhand Spielgeräten, Nischen und Entdeckungsmöglichkeiten. Dazu kommen großzügige Weiden — insgesamt rund 6000 Quadratmeter Fläche — und eine Reithalle. Und dann sind da die Tiere — allesamt sehr zutraulich und teilweise mit der Hand großgezogen. Entsprechend menschenbezogen sind die Zwei- und Vierbeiner auch, die einen wesentlichen Teil des Therapieangebots von Andrea Becker ausmachen. „Ich habe mal mit einem Hund und einem Pferd angefangen“, erinnert sie sich. „Heute sind es insgesamt 52 Tiere, darunter fünf Pferde, zwei Hunde, Schafe, Ziegen, Hängebauch-Schweine, Schildkröten, Meerschweinchen und Hühner.“ Auf dem Hof von Andrea Becker, auf dem sie mit ihrem Mann und drei Kindern lebt, gibt es außerdem noch eine große afrikanische Schnecke und acht Schlangen. „Ich arbeite so gerne mit Tieren, weil ich beobachtet habe, wie schnell vor allem Kinder eine wertfreie Bindung zu ihnen aufbauen können und sich öffnen. Manchmal beobachte ich, wie sich ein Kind zu den Hühnern zurückzieht und einfach beginnt, ihnen etwas zu erzählen. Wenn das Eis dann einmal gebrochen ist, fällt es ihnen leichter, mit mir zu reden. Aber das geschieht vor allem nebenbei und nicht als klassisches Frage-Antwort-Spiel.“ Vor allem an den Nachmittagen und Samstagen kommen viele Kinder zu Andrea Becker. Es sind Kinder mit den verschiedensten Verhaltensauffälligkeiten, ADS, ADHS, mit Formen von Autismus sowie körperlich Behinderte. „Sie sollen hier lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen, vor allem mit Wut oder Aggression. Wenn sie mal laut werden, reagieren die Tiere sofort und zeigen den Kindern, was sie damit bewirken. Das können sie dann später auch auf den Alltag übertragen.“ Egal ob im Spiel mit den Tieren oder bei der klassischen Reittherapie, um zum Beispiel bestimmt Muskelgruppen bei körperlichen Beeinträchtigungen zu stimulieren oder Spasmen zu lösen — bei der MAMA-Farm finden fast alle Angebote draußen statt. „Egal, umwas es geht, Herumsitzen ist meistens die falsche Lösung“, findet Andrea Becker, die deshalb viel Wert auf Spiel und Bewegung legt. „Wir toben viel oder gehen auch einfach mit den Pferden oder Ziegen spazieren. Manchmal werden die Tiere auch einfach mal geputzt und anschließend bunt angemalt. Hier gibt es immer etwas zu tun.“ < In den Osterferien bietet Andrea Becker auf ihrer MAMA-Farm auch eine Aktion für Kinder ohne Diagnosen an. Sie können sich vier Tage lang auf der Farm tummeln, sie üben eine Zirkus-Vorführung mit den Tieren ein und stellen diese dann auch den Eltern vor. Während dieser Ferienwoche wird auch das Lied der MAMA-Farm eingeübt, das die Wassenberger Sängerin Denise Pradella, bekannt aus Das Supertalent, für Andrea Becker geschrieben hat. Weitere Informationen zur MAMA-Farm gibt es bei Andrea Becker unter 01764/2003406, per E-Mail (mamafarm@web.de) oder im Internet. ˽www.mamafarm.de Gut für mich. Gut für die Region. Gut versorgt. Ihr freundlicher Energieversorger aus der Nachbarschaft. Strom, GasundWärmevon der WEPaus Hückelhoven. Jetzt einfach wechseln und sparen. 02433 902-800 | wep-h.de WEP Wärme-, Energie- und Prozesstechnik GmbH, Sophiastraße 2, 41836 Hückelhoven 2022 © Mi43.de Die WEP ist TOP-Lokalversorger 2022 für Strom, Gas und Wärme in Hückelhoven.

Von Armin Kaumanns In einer Welt ohne Berührung ist leben absurd. Das muss Samuel Beckett, der große Sprachverstörer und Theaterrevoluzzer, geahnt haben, als er 1957, am Abgrund großmächtiger Selbstzerstörungsfantasien, sein „Endspiel“ in die Welt setzte und damit der Sinnlosigkeit menschlichen Daseins nach der globalen Katastrophe ein Denkmal setzte. Vor knapp zwei Jahren erarbeitete Matthias Gehrt in Krefeld als Schauspieldirektor des Gemeinschaftstheaters eine „Endspiel“-Fassung unter Pandemie-Bedingungen, die auf den letzten Drücker zur Premiere gebracht werden konnte, bevor Theater nicht mehr möglich war. Jetzt — Gehrt hat inzwischen seinen Rückzug aus dem Berufsleben verkündet und wird Ende der Spielzeit gehen — ist dieser in aller Tragik urkomische Abend ans Mönchengladbacher Haus gekommen — und erweist sich in seiner doppelt hermetischen Atmosphäre als zeitloses Menetekel. Denn das Berührungsverbot, die krampfhaft eingehaltenen Abstandsregeln, fügen Becketts Setting, das seine vier Figuren in einem Verlies am Rande einer zerstörten Erde die Absurdität des Seins durchdeklinieren lässt, eine weitere deprimierende Dimension hinzu. Hamm, der grandiose Christoph Hohmann, lässt als Alt-Hippie mit Guru-Attitüde nach Herzenslust seine tyrannischen Macken an seinem Diener Clov aus. Seiner Verzweiflung verleiht Gehrt mit einem alten Theatertrick Durchschlagskraft: der direkten Ansprache ans Publikum an der Rampe im Schlussmonolog. Ein, zwei Mal suchen die Schauspieler an diesem gut 90-minütigen Abend noch den direkten Kontakt mit den Zuschauern. Hamm, der Herr, überlebt nur durch Clov, den Knecht. Seinem blinden Unterdrücker ist der ungeheuer agile junge Mann in abgerissener Arbeitsmontur und Sturmhaube zu Diensten. Gehrt lässt David Kösters immer wieder die sinnlosen Anweisungen ausführen — etwa mit der Leiter die Sehschlitze in der Bunkermauer erklimmen und aufs leere Meer blicken. Die Dialoge pendeln virtuos zwischen Nonsens und den großen Fragen, dem Absoluten, dem Nichts und der Erhabenheit des Elends. Eine makabre Komik bleibt allgegenwärtig. Nicht nur im Schmusetier, das Clov für Hamm zusammennäht — einem (noch) dreibeinigen Pudel. Da sind ja auch Hamms Eltern, beinlose Tattergreise, die mit ihren Stümpfen in Mülltonnen stecken. Henning Kallweit und Katharina Kurschat zittern sich pittoresk durchs trostlose Dasein. Kösters jedoch, der den Clov nicht nur beeindruckend körperlich anlegt, sondern auch seinen berühmten Monolog (fast) ohne Pathos zu großer Wirkung führt, muss am Schluss doch noch den Beckett-Rahmen sprengen: Gehrt verpasst dem Diener, der von Anfang an weg will, Rucksack und Businessanzug. Schade, denn seine Existenz birgt ebenso wenig Hoffnung wie die aller anderen. Da schweigt sogar die rotzig punkige Rockmusik, mit der York Ostermayer in einigen Szenen Sinnzertrümmerung betreibt. Ein letztlich starker, ein berührender Abend, wovon man sich noch am 13. März sowie am 1. und 21. April überzeugen kann. < ˽www.theater-kr-mg.de purKultur 14 Matthias Gehrt inszeniert Beckets „Endspiel“ am Theater Mönchengladbach. Deprimierend, aber urkomisch Der Alt-Hippie und sein Knecht: Hamm (Christoph Hohmann,l.) und Clov (David Kösters). Foto: Mathias Stutte ÜBERGEWICHT? Jetzt Termin vereinbaren f ein kostenloses Infogesprä ANRUFEN, ABNEHMEN! Heilpraktikerin Marlies Esser Xantener Allee 5, 41812 Erkelenz 0 24 31/9 74 71 20 www.heilpraktikerin-esser.de ür ch.

purKultur Bei den Puppentheatervorstellungen des Theaters Krefeld und Mönchengladbach können Kinder ab drei Jahren spannende Geschichten auf der Bühne erleben. Als eigene Sparte bietet das von Alexander Betov am Gemeinschaftstheater gegründete Puppentheater in jeder Spielzeit eine Reihe von Stücken — nach „Das Aschenputtel“ werden jetzt das Stück „Die drei Schweinchen und der Wolf“ (seit 13. Februar in Krefeld, ab 6. März in Mönchengladbach) und „Zwerg Nase“ (ab 24. April in Krefeld, ab 15. Mai in Mönchengladbach) gespielt. Neu dazu kommt eine Uraufführung: „Ein Fall für Grete“ (ab 27. März in Mönchengladbach, ab 10. April im Theater Krefeld). Betov führt bei den Puppentheaterstücken nicht nur Regie, sondern entwirft auch die Ausstattung selbst. Er arbeitete nach seinem Schauspiel- und Gesangsstudium an der Nationalakademie in Sofia als Schauspieler und Regisseur beim Theater und Fernsehen, entwarf Bühnenbilder und Kostüme. Das Schauspielstudium umfasste auch eine Puppenspielausbildung, bei der der Künstler seine Liebe zum Puppen- und Kindertheater entdeckte. AmTheater Krefeld und Mönchengladbach ist Alexander Betov seit Anfang der 1990er Jahre im Opernchor engagiert — wie seine Kollegin Sabine Sanz, die viele Stücke für die Puppentheaterbühne schreibt. < ˽www.theater-kr-mg.de Interaktives Miteinander zwischen Spieler und Marionette spricht keine Märchenfans an. Puppentheater Foto: Matthias Stutte Puppenspieler Alexander Betov in Aktion. TROCKENAUSBAU MAUERN & ZÄUNE PUTZ UND ESTRICH Entdecken, vergleichen und INSPIRATION. DÄMMSTOFFE INNENTÜREN BODENBELÄGE

purKultur 16 Von Kevin Teichmann und Angela Delonge Das Jahr 2022 steht total im Zeichen der Kunst — in der Euregio und in ganz NRW. Wir haben die spannendsten Ausstellungen zusammengetragen. Papier und Peill: Das Dürener Papiermuseum zeigt „Bauen mit Papier“, eine Schau, die in Kooperation mit der TU Darmstadt entstanden ist und 2021 auf der Architekturbiennale in Venedig zu sehen war. (06. 03. — 25. 09.) Im Herbst präsentiert das Leopold-Hoesch-Museum Werke der Preisträger und Stipendiaten der Günther-Peill-Stiftung aus drei Jahren. (23. 09. 2022 — 08. 01. 2023) Mittelalter undBarock: Das Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen beschäftigt sich in einer Kabinettschau mit einer Skulptur aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig: „Der Schmerz des Vaters? Die Trinitarische Pietà zwischen Gotik und Barock“. (bis 24. 04.) Die Neupräsentation der Mittelaltersammlung im Erdgeschoss erfolgt Mitte des Jahres. (ab 12. 06.) Knoten und Verknüpfen: Im Aachener Ludwig Forum für Internationale Kunst beginnt mit „Rosemary Mayer: Ways of Attaching“ die erste von der neuen Leiterin Eva Birkenstock kuratierte Ausstellung. Hervorgehoben werden Mayers skulpturale Methoden wie Drapieren, Knoten und Verknüpfen. (05. 03. — 22. 05.) Jubiläum und Glanzlichter: Das Deutsche Glasmalerei-Museum Linnich wird in diesem Jahr 25 Jahre alt — und feiert das mit der Sonderausstellung „25 Jahre Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich — Glanzlichter einer strahlenden Kunst“. (ab 05. 06. Bildsprache: In der „Allianzen Collection 20:1“ präsentiert das Fotografie-Forum der Städteregion Aachen in Monschau 130 Arbeiten aus den Bereichen Reportage, Portrait, Straßen- sowie inszenierte Fotografie. (bis 06. 03.) Parallel startet „En Route to Cologne“ mit Fotografien der Militärkorrespondentin Lee Miller aus den Kriegsjahren 1942 bis 1945. (bis 22. 05.) Retrospektive: Die monografische Ausstellung „Die Entwicklung einer Suche“ im Lütticher Kunstpalast La Boverie zeigt über 100 großformatige Werke von Costa Lefkochir — Gemälde, Skulpturen und Installationen aus den Jahren 1987 bis 2022. (06. 05. — 07. 08.) Architektur und Menschen: Im Bonnefantenmuseum werden ab Herbst die Aufnahmen des deutsch-niederländischen Fotografen Werner Mantz gezeigt. (25. 09. 2022 — 26. 02. 2023) Strichmännchen: Das SchunckMuseum in Heerlen zeigt unter dem Titel „Keith Haring: Grace House Mural“ frühe Werke des jung verstorbenen amerikanischen Künstlers, der weltbekannt für seine ikonischen Figuren im Comicoder Graffiti-Stil ist. (ab 07. 03.) Impressionist: Etwa 120 Gemälde präsentiert die Schau über den Impressionisten Max Liebermann im Düsseldorfer Kunstpalast. „Ich. Max Liebermann. Ein europäischer Künstler“ zeigt den Maler mit Blick auf seine Entwicklung und Vorbilder. (03. 02. — 08. 05.) Monet und van Gogh: Das Museum Folkwang, Essen, feiert 100-jähriges Bestehen und greift dafür in die eigene Schatzkiste. Die Ausstellung „Renoir, Monet, Gauguin. Bilder einer fließenden Welt“ stellt Arbeiten des späten Impressionismus vor, die zwei Sammler zusammengetragen hatten. (06. 02. — 15. 05.) Expressionisten: Das Museum Folkwang zeigt in der Schau „Expressionisten am Folkwang. Entdeckt — Verfemt — Gefeiert“ die Geschichte der Kunstrichtung im 20. Jahrhundert. Ausgestellt werden über 120 Werke aus Malerei, Skulptur und Grafik. (20. 08. 2022 — 08. 01. 2023) < Foto: dpa Kunst inder Euregio und drumherum Die Biennale kommt nach Düren, das Glasmalerei-Museum feiert Jubiläum und im Aachener Ludwig Forum gibt es die erste Ausstellung unter neuer Leitung. Die richtige Adresse für Feinschmecker und Geniesser. Fisch Lemmen Aachener Str. 9 41812 Erkelenz Lecker! Lekker! Délicieux! Die neue Ausgabe 2022 Online bestellen unter: www.gastroguide-euregio.de/ bestellformular nur 9,90 € Ein Produkt aus dem

purKultur 17 Kunstwerke aus ehemaligen Zigarettenautomaten gibt es in vielen Städten Deutschlands. Neben Potsdam, Berlin, Hamburg, Köln oder Aachen bekommt nun auch Wassenberg einen Kunstautomaten. Daraus erhält man Überraschungen in Form von kleinen Bildern, Drucken, Objekten, Fotografien und Zeichnungen. Jeder Kunstschachtel liegt zum Kunstwerk ein Beipackzettel bei, der einen Einblick in Leben und Werk des jeweiligen Künstlers gibt. Ziel ist, Kunst 24/7 im öffentlichen Raum zu integrieren, zu nutzen und erlebbar zu machen. Ab dem 24. März wird ein Kunstautomat, bei dem sich regionale Künstler und Fotografen mit Werken beteiligen, dauerhaft in den Wassenberger Kunstpfad in der Historischen Altstadt integriert (Kirchstraße Wassenberg, Übergang Gartenpark zum Bergfried). Das Projekt Kunstautomat gibt es seit über 20 Jahren und wurde von Lars Kaiser von der Potsdamer Agentur Kunsttick ins Leben gerufen. Mittlerweile stehen über 250 Kunstautomaten in Deutschland und fünf weiteren Ländern, über 450 Kunstschaffende sind mit ihrer Kunst vertreten. [red] Einen Kunstautomaten gibt es ab der Glückswoche neu und dauerhaft in Wassenberg. Kunstwerke „ziehen“ Der Kunstverein Heinsberg zeigt im April Objekte und Installationen von Rolf Blume. Der Künstler aus Hannover arbeitet bevorzugt mit Alltagsmaterialien, einfachen Massenartikeln, seriell-industriellen Produkten. In Kombination mit weiteren Materialien entstehen Objekte, Assemblagen, Skulpturen, die oft raumgreifende Konstruktionen sind. Von zentraler Bedeutung für den Entstehungsprozess Blumes Kunst sind die Prinzipien der Bricolage nach Claude Levi-Strauss. Bricolage bedeutet imFranzösischen „Bastelei“. Das Verb bricoler lässt sich im ursprünglichen Sinn unter anderem auf Billard- und Ballspiel anwenden, immer um eine nicht vorgezeichnete Bewegung zu betonen. Der Ethnologe und Anthropologe Claude Lévi-Strauss (1908-2009) führte den Begriff der Bricolage mit seinem Konzept des „Wilden Denkens“ („La pensée sauvage“) 1962 in die Wissenschaften ein. Ein Merkmal ist die nicht vordefinierte Reorganisation von unmittelbar zur Verfügung stehenden Elementen zu neuen Kombinationen und Zusammenhängen — „nehmen und verknüpfen, was da ist“. < 10.04. bis 01.05. Form follows Form — Rolf Blume Kunstverein Heinsberg Horster Hof 1, 52525 Heinsberg ˽www.kunstverein-heinsberg.de ˽www.rolfblume.de Rolf Blumes Werke erinnern an Ingenieurskunst. Spielerischer Konstruktivismus Foto: Rolf Blume Ein Werk des Künstlers Rolf Blume. Erdarbeiten, Rohbau, Wohnungs- & Gewerbebau Spezialgebiet: Beton und Stahlbetonarbeiten Tel.: 0160/7480544 muyzers-bau.de Wir suchen gerne mit Ihnen zusammen aus. Wollen Sie uns kennenlernen? Markenmode in den Gr. 34–54. MAC, Monari, Cecil, Kenny S., Rabe, KJ Brand, Via Appia Due, See You ... Damenmode Inh. Annemie Brunel l Breite Straße 29 41836 Hückelhoven-Hilfarth Tel.: 02433-41650 www.esser-mode-hilfarth.de ESSER Werden Sie gerne beraten?

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