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Jade ThaiCatwalk/ Shutterstock.com Ausgabe 49 / Dezember 2024 8 Depotcheck Edelmetalle in Betracht ziehen Wer sich Edelmetalle wie Gold und Silber ins Depot holen will, hat dazu zwei Möglichkeiten: Einerseits können Sie es physisch erwerben, etwa in Form von Barren und Münzen. Andererseits gibt es börsengehandelte Wertpapiere, deren Kurs an den Goldpreis gekoppelt ist. Der direkte Weg zum Gold führt zum Edelmetallhändler, bei dem Anleger Goldbarren oder Goldmünzen kaufen können. Der Preis der Barren und Münzen orientiert sich am aktuellen Marktpreis des Goldes. Hinzu kommt ein Preisaufschlag auf die Produkte, der sich aus Herstellungs- und Lagerkosten sowie der Gewinnspanne des Händlers zusammensetzt. Wer seine Goldschätze sicher aufbewahren möchte, kann dies in einem Schließfach eines Händlers oder einer Bank tun. Dabei fallen jedoch Gebühren an. Wertpapiere statt Barren und Münzen Kostengünstiger als physische Investments sind zumeist Goldwertpapiere. Hierbei entstehen weniger Nebenkosten, etwa in Form von Ordergebühren für den Kauf und Verkauf der Papiere sowie etwaige Depotgebühren. Der Wert der umgangssprachlich auch als „Papiergold“ bezeichneten Wertpapiere orientiert sich am aktuellen Goldpreis. Anleger können Goldwertpapiere in Form von börsengehandelten Rohstoffen („Exchange Traded Commodities“, kurz ETCs) handeln. Rechtlich gesehen sind dies Schuldverschreibungen, die in der Regel mit physischen Goldbeständen besichert sind. Wertpapiere, die hingegen nicht mit Gold besichert sind, haben steuerlich einen großen Nachteil: Auf anfallende Gewinne, die Anleger beim Verkauf erzielen, müssen sie dem Fiskus die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zahlen. Hinzu kommen Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Diese Gewinnsteuer entfällt bei physischen Investments oder bei wertbesicherten ETCs, wenn Anleger ihr Gold mindestens ein Jahr lang halten bevor sie es verkaufen.

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