Medienstunde - Ausgabe A1

Themenschwerpunkt „Meine Zukunft": Einblicke in Ausbildungsberufe bei Partnerunternehmen der MedienStunde Seite 3 & 13 15.06.2022 Sonderveröffentlichung – Ausgabe A1 Das Medienprojekt von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten Düren Sparkasse Wir danken unseren Partnern für ihre Unterstützung: Ein Angebot aus dem Foto: Rauke Bornefeld Schule trifft Redaktion: Klassenbesucheim Schuljahr 21/22 Seite 9

2 Mittwoch, 15. Juni 2022 AACHENJournalisten erfüllen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Sie informieren die Öffentlichkeit über Themen, die von allgemeiner, politischer, wirtschaftlicher oder kultureller Bedeutung sind. Journalistinnen und Journalisten recherchieren und erstellen Beiträge für die verschiedenstenMedienformen. Sie analysieren, erklären und kommentieren. Das ist umso wichtiger in Zeiten von Krisen. Herr Thelen, die weltweite politische Lage ist durch den Ukraine-Krieg bedrohlicher geworden. Wie gibt mir meine Tageszeitung da Orientierung? Thomas Thelen: Der Krieg in der Ukraine und die weltweit spürbaren Folgen sindThemen, denen wir in unserer Tageszeitung viel Raum geben. Die Verunsicherung bei den Menschen ist groß, die Sorge, der Konflikt könnte noch stärker eskalieren und sich ausweiten, treibt viele um. Wir tun alles, um durch eine seriöse, ausgeruhte Berichterstattung die allgemeineVerunsicherung nicht noch zusätzlich zu schüren. Hier können wir als Tageszeitung unsere Stärke ausspielen: seriöse Information statt Sensation. Wie immer sind wir bemüht, das große weltpolitische Geschehen auf unsere Region zu projizieren, also der Frage nachzugehen, welche Folgen der Krieg für dieMenschen in unseremVerbreitungsgebiet hat. Ist es nicht für Redakteurinnen und Redakteure sehr bedrückend, Tag für Tag mit schlechten Nachrichten umzugehen? Thelen: Natürlich sind Redakteurinnen und Redakteure auch nur Menschen, natürlich gehen die schlimmen Nachrichten und die grausamen Bilder auch uns Journalisten sehr nahe. Und doch ist es unsere Aufgabe, die Emotion in den Griff zu bekommen undmit klarem Kopf die Situation einzuschätzen und zu bewerten. Gerade in emotional sehr belastendenMomenten ist es die Aufgabe von Journalistinnen und Journalisten, möglichst ruhig zu bleiben und sich nicht von Emotionen leiten zu lassen. Sachlich bleiben. InRuhe berichten. Das ist im Moment von Katastrophen und menschlichen Tragödien das Gebot der Stunde. Würden Sie trotz allem sagen, es ist Ihr Traumberuf? Thelen: Unbedingt! Gerade in schwierigen Situationen, in denen man sehr professionell agieren muss, beschleicht Journalistinnen und Journalisten immer das Gefühl, dass das, was sie tun, eine gewisse Bedeutung hat. Außerdem gibt es ja auch immer positive und schöne Geschichten, über die berichtet werdenmuss. Das hält sich die Waage. Insofern: Ich würde immer wieder Journalist werden wollen! Warum sollten sich junge Menschen dazu entschließen, das Journalistenhandwerk zu erlernen? Thelen: Tatsächlich würde ich jungen Menschen raten, den Beruf zu erlernen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir jetzt und in Zukunft immer Journalistinnen und Journalisten brauchen werden. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit des Umbruchs, Menschen brauchen Orientierung, Journalistinnen und Journalisten können diese Orientierung bieten. Der Beruf hat Zukunft! Und wenn man ihn mit der richtigen Einstellung und der nötigen Portion Idealismus betreibt, dann gibt er einem sehr viel. „Der Beruf hat =ukunft7“ Journalistinnen und Journalisten bieten den Menschen Orientierung. Sie analysieren und ordnen ein. Chefredakteur Thomas Thelen erklärt, warum die Arbeit so wichtig ist. INTERVIEW Chefredakteur von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten: Thomas Thelen. Jetzt anmelden für das nächste Schuljahr7 Auch im neuen Schuljahr geht die Medienstunde weiter: Vier Projektzeiträume stehen zur Auswahl. Über jeweils vierWochen erhalten die Klassen montags bis freitags unsere Zeitung in gedruckter und digitaler Form. Begleitendes Unterrichtsmaterial hilft bei der Gestaltung der Medienstunde, die sowohl als Präsenzunterricht und auch als Unterricht zuHause umgesetzt werden kann. Natürlich bieten wir auch den Besuch einer Journalistin oder eines Journalisten in der Schule an. > Die Termine: 5. bis 30. September 2022 14. November bis 9. Dezember 2022 27. Februar bis 24. März 2023 2. bis 26. Mai 2023 Infos: schule.az-an.de Anzeigen: Jürgen Carduck Druck: Euregio Druck GmbH, Dresdener Straße 3, 52068 Aachen Geschäftsführer: Andreas Müller Redaktion: Thomas Thelen (verantwortlich), Anja Clemens-Smicek Verlag: Medienhaus Aachen GmbH, Dresdener Straße 3, 52068 Aachen Tel.: 0241/ 5101-0 Eine Sonderveröffentlichung des Medienhauses Aachen GmbH IMPRESSUMMEDIENSTUNDE

3 Mittwoch, 15. Juni 2022 AACHENAnnkatrinReisingwollte eigentlich Grundschullehrerin werden. Eine nicht bestandene Prüfung imStudiumzwang sie zumUmdenken. Jetzt steht sie nach zweieinhalbjähriger Ausbildung bei den Stawag, den Stadtwerke Aachen, kurz vor der Abschlussprüfung zur Industriekauffrau. ImInterviewmitRauke Xenia Bornefelderklärt sie, warum sie ihre kreative Ader deshalb nicht aufgeben musste. Wie kamen Sie auf die Idee, Industriekauffrau werden zu wollen? Annkatrin Reising: Nach dem Abi habe ich erst ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Grundschule gemacht und anschließend mit dem Grundschullehramtsstudium begonnen, weil mir die Arbeitmit Kindern sehr gut gefallen hat. Leider konnte ich das Studium nicht beenden, weil ich eine entscheidende Klausur nicht bestanden habe. Ichmusstemir einen PlanB suchen. Ist die Ausbildung also eher eine Sackgasse für Ihre Entwicklung? Reising: Ganz und gar nicht. Organisieren macht mir Spaß und ich übernehme gern Verantwortung. Deshalb bin ich schon lange beim Haaler Jungenspiel aktiv, zurzeit alsVorstandsvorsitzende. Das finde ich aber auch in meinem Job wieder. Bereits jetzt bin ich in der Abteilung eingesetzt, in der ich nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss zunächst weiterarbeiten kann: im Marketing für Privat- undGeschäftskunden der Stawag. Dort finde ich dasmeiste von dem, wasmich auch an der Arbeit in der Grundschule interessiert hat: kreativ sein, arbeiten im Team und viel Abwechslung. Sicher – wenn man im Finanz- und Rechnungswesen sitzt, sind andere Qualitäten gefragt. Aber das ist der Vorteil meines Ausbildungsbetriebs. Es gibt so viele unterschiedliche Bereiche, dass jeder und jede seinen persönlichen Schwerpunkt entdecken kann. Sie sind jetzt bei der Stawag, ihr Ausbildungsbetrieb ist die E.V.A. Wie erklärt sich das? Reising: Die E.V.A. übernimmt als geschäftsleitende Holding die Ausbildung für die verschiedenen Gesellschaften wie Stawag oder Aseag. Der Vorteil ist, dass wir Azubis nicht nur viele Abteilungen kennenlernen, sondern auch verschiedene Unternehmen. Welche Abteilungen haben Sie kennengelernt? Reising: Es gibt Abteilungen, wie die Buchhaltung, der Vertrieb, die Beschaffung und der Personalbereich, in denen die Azubis drei bis vierMonate bleiben. Dann bleibt noch eine Restzeit. In der hat man die Möglichkeit, Einblick in weitere Bereiche innerhalb der Konzerngesellschaften zu bekommen, die für die Ausbildung sinnvoll sind. Da habe ich mir das Marketing ausgesucht. Was war das bisher Spannendste in hrer Ausbildung? Reising: In einem spontanen Anfall von Mut bin ich beim Besuch eines Windparks auf ein Windrad hochgefahren und die letzten Meter geklettert, bis ich ganz oben stand. Das bleibt mir sicher ewig in Erinnerung. Wir durften aber auch bei Bewerbungsgesprächen dabei sein und konnten so die andere Seite kennenlernen. Außerdem finde ich es immer wieder faszinierend, wie unsere Ausbilderin es schafft, uns Azubis in kurzer Zeit zu einer harmonischen Truppe zu formen. Wie hat sich Corona auf Ihre Ausbildung ausgewirkt? Reising: Zu Beginn durften wir zum Glück noch viel ins Unternehmen kommen und haben deshalb vor Ort alles kennenlernen können. Später konnte, wermochte, tageweise auch ns Homeoffice wechseln. Ich habe dieseMöglichkeit genutzt undmuss agen, dass fürmichOnline-Besprechungen über Teams wirklich sehr effektiv waren. Gemeinsam konnen wir alle Dokumente einsehen und daran arbeiten. Meine Fragen konnten dabei direkt am Beispiel erklärt werden. Die legendäre Karnevalsparty der Stawag habe ich alerdings leider noch nicht kennenelernt (lacht). War es für Sie schwierig, sich im ewerbungsverfahren durchzuseten? eising: Dem Bewerbungsverfahen habe ich offen gegenüber getanden. Aber große Hoffnungen abe ichmir damals nicht gemacht, enn ich hatte schließlich ein Stuium abbrechen müssen und habe uch kein sehr gutes Abitur hingeegt. Aber das Gute ist: Entscheidend nd nicht die Schulnoten, sondern er Mensch, der dahinter steht. Ich abemich gegen gar nicht so wenie Bewerber durchgesetzt. ald ist Ihre Ausbildung abgechlossen – wo sehen Sie Ihre Zuunft? eising: Erst einmal konzentriere chmich jetzt auf die Abschlussprüung und den Einstieg in die Abteiung. Einige Azubis arbeiten bereits mBetriebswirt, aber das wollte ich icht. Die E.V.A. bietet einem aber trotzdem viele Fortbildungsmöglichkeiten an, vor und nach der Ausbildung. Ich habe zum Beispiel bereits ein Seminar besucht zum Thema Auftreten, Präsentieren, Stimme. Das hilft mir jetzt schon. Meine nächste Zukunft finde ich bei der Stawag. =ur Stawag statt an die Uni Manchmal erweist sich Plan B als der Richtige. Davon kann Annkatrin Reising aus eigener Erfahrung berichten. Sie macht bei der Stadtwerke-Holding eine Ausbildung. l g B z R r s h d d a l si d h g B s k R i f l a n I i s t Annkatrin Reising macht ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Stawag. Dort hat sie die Möglichkeit in viele verschiedene Bereiche hinein zu schnuppern. Auch der Besuch eines Windparks gehört dazu. FOTOS: PRIVAT/STAWAG

4 Mittwoch, 15. Juni 2022 Die „andere“ Seite kennenlernen VON RAUKE XENIA BORNEFELD AACHEN Frauenberuf? Männerberuf? Eigentlich gibt es diese klassische Unterscheidung nicht mehr. Frauen können zumBeispiel längst auch Soldatin werden, Männer den Beruf der Hebamme ausüben – auch wenn sie dann Geburtshelfer heißen. Das waren die letzten Geschlechterschranken in der Berufswelt, die auch schon vor einigen Jahren gefallen sind. Trotzdem wählt die überwiegende Mehrheit der Schulabgängerinnen und -abgänger geschlechterstereotype Ausbildungen (siehe Infobox).Woran liegt das? Vielleicht, weil sie „die andere Seite“ nicht kennen? Beim Girls’- und Boys’-Day können sie einmal im Jahr auf ganz neue Ideen kommen. Ein Besuch bei der Lebenshilfe Aachen, einerWerkstatt für Menschen mit Behinderung. Zwei Werkstatt-Standorte Bei der „Werkstätten & Service GmbH“ arbeiten insgesamt 885 Menschen mit ganz unterschiedlich schwerer Beeinträchtigung. Die meisten sind an zwei Werkstatt-Standorten in Aachen in sehr vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt: in der Holzwerkstatt, der Verpackung, in der Küche oder beim Gartenbau, manche auch in der Kunstwerkstatt. Es gibt auch einen heilpädagogischenBereich, in demMenschen einenArbeitsplatz haben, die nicht im Sinne einer Produktion arbeiten. 95 Beschäftigte arbeiten an integrierten Arbeitsplätzen mit arbeitspädagogischer Unterstützung durch die Lebenshilfe bei anderen Unternehmen. In allenAbteilungen und in der übergeordnetenVerwaltungwerden zudemMenschen gebraucht, die die Arbeit der Menschen mit Behinderung anleiten und unterstützen: Tischlermeisterinnen und Tischlermeister, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Köchinnen und Köche, Gärtnerinnen und Gärtner, Heilpädagoginnen undHeilpädagogen, aber auch Kaufleute für Büromanagement, IT-Fachleute, medizinische Fachangestellte und noch viele mehr. Unter einemDach Hier finden sich also klassische Männer- und Frauenberufe unter einem Dach, in allen Berufsfeldern wird auch ausgebildet. Beim Zukunftstag – so heißen Girls’- und Boys’-Day auch – kamen deshalb Schülerinnen und Schüler in die Werkstatt. „Ich halte es für ein zielführendes Format, weil die Schülerinnen und Schüler über ihren Tellerrand hinausschauen können und sehen, welche vielen Möglichkeiten sie haben“, sagt André Beckers, Personalleiter der Lebenshilfe-Werkstatt. Natürlich erhofft er sich auch, selbst davon zu profitieren: „Auch wenn wir das produzierende Gewerbemit demsozialenAspekt verbinden und dadurch schon mehr Diversität vorweisen können, würde ich mir eine weitere Verbesserung wünschen.“ Ausprobieren erwünscht Sechs Jungen und acht Mädchen sind an diesem besonderen Tag dabei. Die Jungen probieren sich im heilpädagogischen Bereich und in der Arbeitsunterstützung aus, die Mädchen zeigen ihr Geschick in der Holzwerkstatt, in der IT und Arbeitssicherheit sowie später auch imGartenbau. Der elfjährige Giacomo, der in die 6. Klasse auf der 4. Aachener Gesamtschule geht, steht an diesemVormittag Bugra Congar in der Verpackung zur Seite. Die beiden kommen schnell miteinander ins Gespräch. „Esmacht Spaß, mitMenschenmit Beeinträchtigung zu kommunizieren“, stellt Giacomo imAnschluss fest. Er könne sich durchaus vorstellen, etwas ähnliches irgendwann einmal beruflich zu machen, erzählt er. „Ich helfe gern. Dasmacht Spaß.“ Arbeitenmit den Händen Die 13-jährige Maya mag auch anderen helfen, „aber ich mag auch das Arbeiten mit den Händen“. Ein Baumhaus hat sie schon mal gebaut. Deshalb läge eine Ausbildung zur Tischlerin gar nicht mal so fern – auch weil ihr der Vormittag in der Holzwerkstatt durchaus Freude bereitet hat, überlegt sie. „Physiotherapie kann ichmir imMoment aber eher vorstellen“, sagt die Schülerin des Aachener Gymnasiums St. Ursula. Jamie von der Städtischen Gesamtschule Stolberg zieht es jungentypisch eher ins Handwerk. „Elektroniker finde ich gut“, erklärt der 14-Jährige, auch wenn er in der Arbeitsunterstützung mit Freude dabei ist. Alle Schranken imKopf fallen an einemZukunftstag eben noch nicht, aber ein Anfang ist vielleicht gemacht. „Mädchen- oder Jungenberufe gibt es doch nicht. Jeder kann allesmachen“, meint zumindest Jamie. Schon vor Jahren sind die letzten Geschlechterschranken in der Berufswelt gefallen, nicht aber im Kopf vieler Mädchen und Jungen. Der „Girls’- und Boys’-Day“ weckt Interesse am Anderen. Foto oben: Beim Boys‘-Day in der „Werkstätten & Service GmbH“ der Lebenshilfe unterstützt Giacomo (l.) Bugra Congar in der Verpackung. Foto unten: Kevin Maurice Fauré zeigt den Schülerinnen beimGirls‘-Day in der Holzwerkstatt der „Werkstätten & Service GmbH“ der Lebenshilfe, wie sie ihren selbst gemachten Schlüsselanhänger zumGlänzen bringen. FOTOS: RAUKE BORNEFELD Laut derWebseite azubi.desuchen 38,9 Prozent der Schulabgängerinnen einen Ausbildungsplatz im Bereich Gesundheit und Soziales. Immerhin noch mehr als 22 Prozent im Bereich Erziehung und Bildung, gefolgt von den Bereichen Büro und Verwaltung (20,8 Prozent), Kunst, Kultur, Musik und Gestaltung (19,1) sowie Medien und Design (17,6). Jungenstreben weiterhin in die Bereiche Handwerk (27,6 Prozent), Technik (21,1), Elektronik und Mechatronik (20,9), Schutz und Sicherheit (16,7) und Handel, Verkauf und Vertrieb (13,6). Der beliebtesteAusbildungsberuf bei Jungen ist immer noch der Kraftfahrzeugmechatroniker, bei Mädchen die Kauffrau im Büromanagement. Pflegefachleuteverdienen in der Ausbildung besser als ein Fachinformatiker oder eine Fachinformatikerin, Polizisten und Polizistinnen besser als ein Bankkaufmann oder eine Bankkauffrau. (www.ausbildung.de) Mädchen und Jungen entscheiden anders DIVERSITÄT BEI DER AUSBILDUNGSSUCHE?

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6 Mittwoch, 15. Juni 2022 Erst einmal kritisch draufschauen7 VON RAUKE XENIA BORNEFELD UND SONJA ESSERS AACHEN Starben Kinder durch das Tragen von Mund-Nasen-Masken? Gibt es Chem-Trails und welche Machenschaften stecken dahinter? Wurde die Präsidentschaftswahl in denUSAmanipuliert? Bombardierte Russland ukrainische Städte mit Streu- oder gar Phosphorbomben? Jeden Tag prasseln Nachrichten auf uns ein, derenWahrheitsgehalt wir nicht sofort überprüfen können. Dochwie kannman einewahrheitsgemäße Nachricht von Fake News unterscheiden? Im digitalen Medienzeitalter ist das wohl das schwierigste Unterfangen für Medienkonsumenten, egal welchenAlters. Eine Medienstunde zu genau diesem Thema möchte die kritische Medienkompetenz bei Schülerinnen und Schülern steigern. Machen wir uns nichts vor: Auch Medienschaffende sind von diesem Thema tagtäglich herausgefordert. Denn längst nicht mehr nur Nachrichtenredaktionen, die nach dem Pressekodex arbeiten, sind Produzenten von Nachrichten. Das Internet bietet jedem User die Möglichkeit, Nachrichten herzustellen und vor allem im großen Stil weiterzuverbreiten. Nicht alle davon entsprechen dem, was wirklich passiert ist. Die Corona-Pandemie und der Angriffskrieg gegen die Ukraine haben diese Entwicklung beschleunigt. Laut der aktuellen JIM-Studie (Untersuchung des Medienverhaltens der Zwölf- bis 19-Jährigen) informieren sich Jugendliche immer noch sehr stark über Fernsehen und Radio, das Internet ist aber eine von ihnen als gleichwertig betrachtete Nachrichtenquelle. Ungefähr die Hälfte der Jugendlichen gab an, in letzter Zeit eben dortmitVerschwörungstheorien und Fake News konfrontiert worden zu sein. Fake News – also mit Methode und Hintersinn erzeugte Falschnachrichten – fordern jeden Menschen heraus. Eine wirksame Gegenstrategie ist eine gut ausgebildete, kritische Medienkompetenz – ein Grundanliegen der Medienstunde. Um die zu erlangen, muss man sich ein paar Dinge klarmachen: Im Internet erreichen uns Informationen nicht immer zielgerichtet, sondern wir stoßen beim Surfen eher zufällig auf sie. Oder siewerden uns in Social-Media-Kanälen aufgrund unseres Nutzungsverhaltens vorgeschlagen. Wir lesen vielleicht nur eine Überschrift, switchen kurz in ein Video. Wir merken uns, dass da etwas war, vergessen aber, wo wir es gelesen haben und woher die Nachricht stammt. Durch diesen Sleeper-Effekt können sich Fake News quasi unbemerkt weiterverbreiten. Der Truth-Effekt führt außerdem dazu, dass wir eine Nachricht für wahr halten, wenn wir sie nur häufig genugwahrnehmen. Damit geht oft auch eine bessere Bewertung einher. Ein weiterer Umstand befördert den Erfolg von Fake News. Sie bedienen, um große Aufmerksamkeit zu erzeugen, meist die emotionale Ebene. Sie wirken schockierend, wichtig, sensationell und verursachen Panik, Wut oder Verunsicherung. Eine kritische Distanz herzustellen, ist dann viel schwieriger. In der Medienstunde zum Thema FakeNews wollenwir dafür sensibilisieren. In einer Unterrichtsstunde von 45 bis 60 Minuten klären die beiden Projektredakteurinnen Sonja Essers und Rauke Bornefeld gemeinsammit den Schülerinnen und Schülern, wie sie Fake News und Verschwörungstheorien in vermeintlich seriösen Nachrichten auf die Schliche kommen können. Sie geben Tipps für Quellenrecherche und Faktenchecks. Das kostenlose Angebot richtet sich derzeit an Klassen der Mittelstufe aller weiterführenden Schulformen. Es kann unabhängig von einer Anmeldung zum Projekt Medienstunde (Zeitungslieferung, Unterrichtsmaterial) zu jeder Zeit im Schuljahr angefragt werden (Kontakt: schule@ medienhausaachen.de). Ein Angebot für Grundschulen soll imnächsten Schuljahr hinzukommen. Neben dieser thematischen Medienstunde bleibt die Möglichkeit eines Unterrichtsbesuchs, bei dem die Schülerinnen und Schüler alle Fragen rund um den Beruf des Journalisten/der Journalistin (Ausbildung/Berufsalltag) oder um die Zeitungsherstellung loswerden können, bestehen. Zahllose Nachrichten und Geschichten schwirren durch Medien und Soziale Netzwerke. Der Wahrheitsgehalt ist schwer zu überprüfen. Deshalb hat die Medienstunde ein neues Angebot. Buchstaben bilden die Wörter Fakt und Fake: Schülerinnen und Schüler können Medienkompetenz lernen. SYMBOLFOTO: IMAGO Fake News aufgesessen: Eine Unterstützerin von US-Präsident Trump hält den Ausgang der Präsidentschaftswahl für gefälscht und fordert auf einem Schild, den Diebstahl (der Stimmen) zu stoppen. FOTO: DPA

7 Mittwoch, 15. Juni 2022 1.) Gerade jüngere Menschen fühlen sich davon angesprochen, dass sie bei uns Energie und Mobilität für die Zukunft gestalten können – angefangen vonWind- und Solarenergie über umweltfreundliche Heizungen bis zur Elektromobilität reicht unser Arbeitsfeld. Außerdembietenwir Bewerberinnen und Bewerbern vielfältigeMöglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln. 2.) Für uns ist wichtig, dass jemand motiviert ist und sich für die Ziele unseres Unternehmens engagiert. Unverzichtbar ist für uns, dass Mitarbeitende bereit sind, zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Wir suchen Bewerberinnen und Bewerber, die teamfähig sind: Denn starke Leistungen sind in der Regel nicht nur Einzelleistungen, sondern entstehen im Team. 3.) Ganz klar: Lern- und Entwicklungsbereitschaft sowie Einsatzfreude. Wir erleben immer wieder, dass eine Bewerberin oder ein Bewerber keinen ganz perfekten Lebenslauf hat und trotzdem bei uns eine hervorragende Arbeit macht. Vielfach ist entscheidend, wie jemand mit Schwierigkeiten umgeht und daraus lernt. Das möchten wir in Bewerbungsgesprächen herausfinden. 4.) Unsere Unternehmensgruppe bietet einen großen Strauß an Möglichkeiten zur Zukunftsgestaltung. In spannenden Projekten bringen wir Innovationen voran, entwickeln Technologien weiter und digitalisieren Prozesse. Für die Zukunft sind wir gut gerüstet. So bieten wir einerseits Sicherheit, andererseits viele Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Diese Mischung macht es, dass wir als Ausbildungsbetrieb sehr attraktiv sind. 5.) Viele junge Menschen, die bei uns starten, sindbegeistert und wissen zu schätzen, was wir alles bieten. Es lohnt sich ein Blick auf unsere Websites – oder sprechen Sie uns an. CHRISTOPH JOST Personalleiter bei E.V.A. und STAWAG Was kommt nach der Schule' 1.)Nachwuchsförderung ist wichtiger denn je. Mit welchen Argumentenwerben Sie umneueMitarbeiter? //2.)Was muss eine Bewerberin/ein Bewerber mitbringen, um in Ihrem Unternehmen Erfolg zu haben? //3.)Was beeindruckt Sie in einemBewerbungsgespräch ammeisten? //4.)Viele junge Menschen blicken besorgt in ihre Zukunft. Können Sie als Ausbildungsunternehmen die Zukunftsängste ein Stück weit nehmen? // 5.)JungenMenschen sind dieMöglichkeiten, die ihnen einUnternehmen bietet, oft nicht bekannt. Wie sieht es da in Ihrem Unternehmen aus? 1.)Neben einer hochwertigen und interessanten Ausbildung und einem Dualen Studium bieten wir hervorragende Karrierechancen, ein umfangreichesWeiterbildungsprogramm, sowohl intern als auch in Zusammenarbeit mit den Sparkassen-Akademien und der Sparkassen-Hochschule. Das Spektrum reicht vom Sparkassenfachwirt bis zum Masterabschluss. Darüber hinaus nutzen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die flexible Arbeitszeit und profitieren von übertariflichen Zusatzleistungen. Schülerinnen und Schüler können sich vorab im Rahmen eines Praktikums Einblicke verschaffen. 2.)Bewerberinnen und Bewerber sollten kommunikationsstark und teamfähig sein, gernemit anderen Menschen zu tun haben und am besten auch Eigeninitiative mitbringen. 3.)Es ist immer beeindruckend, wenn jungeMenschen ihre„eigene Story“ erzählen, also über sich selbst, ihre Interessen, ihreHobbys, ihre Ziele und Wünsche berichten. Je spontaner und schlagfertiger die Antworten sind, destomehr freut uns das. Eine guteVorbereitung und einGrundwissen über die Sparkasse sind aber hilfreich. 4.)Die Sparkasse Aachen ist eine sichere Arbeitgeberin.Wir gehören zu den 15 größten Sparkassen in Deutschland, sind Marktführerin in der Städteregion Aachen und sehen die Digitalisierung als Chance. Wer seine Ausbildung bei der Sparkasse Aachen beginnt, entscheidet sich für einen zukunftssicheren, interessanten und abwechslungsreichen Arbeitsplatz. 5.)Die Sparkasse Aachen hat vielfältige Arbeitsplätze: in unseren Filialen, in den Beratungsbereichen für Unternehmen, in der Vermögensberatung oder im Private Banking, in den diversen internenBereichen oder inTochtergesellschaften. Informationen:www.sparkasse-aachen.de/ausbildung TANJA PERSIGEHL Leiterin Berufliche Bildung der Sparkasse Aachen ALEXANDERWOLFF Direktor Personal-Organisation, Sparkasse Düren „MEINE ZUKUNFT“ 1.)Wir bieten eine praxisnahe, vielseitige undmoderne Ausbildung. ZumBeispiel erhalten unsere Auszubildenden zum Start ein iPad, über das sie auf digitale Lernformate zugreifen können. Wir sind bekannt für eine offene und kollegiale Arbeitsatmosphäre und unterstützen unsere junge Kolleginnen und Kollegen in der persönlichen Entwicklung. Dazu gehört, dass die Auszubildenden ihren eigenen Ausbildungsverlauf mitgestalten können. Außerdem bieten wir eine gezielte Förderung, orientiert an den individuellen Stärken über die gesamte Karriere hinweg. 2.)Die Freude, mit unterschiedlichstenMenschen zusammenzuarbeiten ist die Grundvoraussetzung. Dazu sollten die Bewerberinnen und Bewerber Lustmitbringen, imTeametwas zu leisten, neue Lösungen zu entwickeln und unsere Sparkasse jedenTag ein Stückchen besser zumachen. 3.)JungeMenschen, die sich nicht verstellen, die offen auf andere zugehen. Sie müssen nicht zu diesem Zeitpunkt schon wissen, wo der Karriereweg sie ganz konkret hinführen soll. Aber eine offenkundigeMotivation, sich immer weiterentwickeln zu wollen, dass beeindruckt mich. 4.)Die Sparkasse ist ein gut aufgestelltes, modernes Unternehmen, das fest verankert ist in der Region. Wir arbeiten fortlaufend daran, uns für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen. Nach Ausbildungsende bieten wir unseren Auszubildenden sehr guteÜbernahmechancen sowie vielfältigeWeiterbildungsmöglichkeiten. 5.) Unsere Ausbildung ist sehr vielseitig, so dass die Auszubildenden gleich vonBeginn an ein umfangreiches Bild von unseremUnternehmen gewinnen. Außerdembietenwir zahlreiche interne Informationsangebote über die einzelnen Bereiche, die Fortbildungs- und die Karrieremöglichkeiten in unserer Sparkasse.

8 Mittwoch, 15. Juni 2022 Konflikte lösen, Emotionen zeigen VON RAUKE XENIA BORNEFELD AACHENLilli schnappt sich ein Emoji, das ziemlich unzufrieden drein schaut: „Ichwar heute sauer, weil ich aussahwie ein Löwe.“ Emmys Emoji hat Tropfen imMundwinkel: „Ich habe Hunger!“ Mimi erinnert sich mit Schaudern an einenUnfall beim Schulsport. Jolene ist gut drauf, weil sie heute ihren Freund getroffen hat. Erst Alegras Gefühle-Karte offenbart, dass die elf- bis 14-jährigen Kids, die imKreis auf demBoden sitzen, keine leichte Kindheit verbringen. „Ich bin traurig, weil mein Opa vor einem Monat gestorben ist. Ich konnte aber nicht zur Beerdigung gehen, weil meine Mutter mit meiner Tante Stress hatte“, erklärt die Zwölfjährige beimHochhalten eines Emoticons mit heruntergezogenen Mundwinkeln. Lilli, Emmy, Mimi, Alegra und Jolene (alleNamen der Kinder von der Redaktion geändert) besuchen eine Gruppe von Feuervogel. Das Angebot der Suchthilfe Aachen ist eine Anlaufstelle für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Natürlich haben andere Eltern ohne Suchtgeschichte auch Problememit derVerwandtschaft. Aber bei den fünfen scheint Familienstress allgegenwärtig zu sein: Zwei von ihnenwohnen inKinder- und Jugendeinrichtungen. Alle Eltern leben getrennt, nicht zu allen Geschwistern haben sie regelmäßigen Kontakt. Eine musste ihre Mutter bereits zu Grabe tragen, weil die Alkoholsucht derenGesundheit völlig ruiniert hatte. Deutlich erhöhtes Risiko Schon mit Beginn der Schulpflicht wussten viele von ihnen, wie man die kleinenGeschwister wickelt und versorgt, weil die Eltern nicht in der Lage dazuwaren. Zugleich tragen sie ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst suchtkrank oder psychisch krank zu werden. Statistisch gesehen wird es mehr als jeder zweiten von ihnen so ergehen. Und sie bilden keine Ausnahme. Von 13,75 Millionen minderjährigen Kindern und Jugendlichen in Deutschland leben 2,6 Millionen mit mindestens einem alkoholabhängigen Elternteil zusammen, weitere 40.000 bis 60.000 Kinder mit einem drogenabhängigen. Allein in der Städteregion Aachen sind 6700 Kinder betroffen. Keine rosige Zukunft? Durch die Hilfe von Feuervogel setzen die Kinder der statistisch schlechten Perspektive ihre persönlichen Stärken und Ressourcen entgegen. „Hier lernen sie, wie sie mit Problemen umgehen können, wie sie Konflikte lösen und Emotionen ausdrücken können. Und vor allem, wie sie für ihre persönlichen Bedürfnisse sorgen und ihre eigenenGrenzen deutlich machen können. Das alles konnten ihnen ihre Eltern nicht adäquat vormachen“, erläutert Matthias Schreiber, der zusammen mit Chantal Kern und Praktikantin Sally Dentzer die Gruppe der Mädchen leitet. Insgesamt gibt es vier Gruppen für unterschiedliche Altersstufen bei Feuervogel. DemSuchtproblemder Eltern das Geheimnisvolle nehmen – das gehört ebenfalls zumKonzept von Feuervogel. „Wir bewerten weder die Kinder, noch ihre Eltern. Wichtig ist, die Sucht zu enttabuisieren“, erklärt Schreiber. Und wie sieht das Lernen aus? An diesemTag sitzen die fünf Mädchen nach der Einstiegsrunde am großen Tisch und greifen beherzt bei Brötchen, Tomaten und Erdbeeren zu. Mimi und Emmy feiern ihren Geburtstag nach, da darf Schokokuchen auch nicht fehlen. Sie quatschen – untereinander und mit den Sozialpädagogen. „Seit ein paar Wochen sind wir eine Quasselbude“, konstatiert Schreiber lachend. „Wenn Kinder wenig erzählen, machen wir mehr Programm, haptisch und kreativ“, erzählt Kern. „Wir reagieren auf das, was in der Gruppe Thema ist.Wichtig ist vor allem: Hier können sie einfach sein.“ Bei Alegra, Jolene, Mimi, Emmy und Lilli sind die suchtkranken Eltern heute kein Thema. Wohl auch, weil allemittlerweile nichtmehrmit dem betroffenen Elternteil zusammenleben, siewieder Kind sein dürfen. Es geht wie bei allenTeens eher um Schule, Freundschaft, die erste Liebe. Nur als die Reporterin nachfragt, sprechen sie über ihre Eltern. Alle haben eines gemeinsam: Sie vermissen ihre Familienmitglieder, wenn sie sie nicht sehen können. Lilli hat zum Beispiel gerade keinen Kontakt zur Mutter, „weil sie sich in einer Klinik erholt“. Und weiter sagt das Mädchen: „Das ist doof. Ich habe sie gern.“ Nur inwenigen Peer-Gruppen reden die Mädchen so offen wie bei Feuervogel über das Suchtproblem ihrer Eltern. „Aber hier geht es den anderen genauso“, erklärt Alegra, wie die Vertrautheit in der Gruppe entsteht. Emmy fasst das Gruppengefühl prägnant zusammen: „Die Gruppe ist Freundschaft und Verstehen.“ Und das ist doch eine wirklich gute Basis für die Zukunft. Feuervogel ist eine Anlaufstelle der Suchthilfe Aachen für Mädchen und Jungen aus belasteten Familien. In dem geschützten Raum werden sie für die Zukunft gestärkt. Feuervogel ist dringend auf Spenden angewiesen. Spendenkonto: Caritas Aachen, DE60 3905 0000 0000 0070 70, Verwendungszweck: „Feuervogel“. www.feuervogel-aachen.de Ohne Hilfe geht es nicht SPENDENKONTO „Wir bewertenweder die Kinder, noch ihre Eltern. Wichtig ist, die Sucht zu enttabuisieren.“ Matthias Schreiber, Gruppenleiter bei Feuervogel Chantal Kern, Sally Deutzer und Matthias Schreiber (von rechts) begleiten die Feuervogel-Kinder, die an diesem Tag einmal Eulen sind. FOTO: RAUKE XENIA BORNEFELD

Klasse 4e, Nordschule Jülich-Welldorf Die Beteiligung von Schulen aus der Region an der Medienstunde war auch in diesem Schuljahr grandios. Sie beschäftigten sich intensiv mit den Zeitungen und bekamen Besuch einer Journalistin. Schwer war es, die Gewinner unseresWettbewerbs zu küren. Hier die Entscheidung: Sieger der Kategorie Audio/Video: Literaturkurs des Dürener Burgau-Gymnasiums Sieger der Kategorie Text/Bild: Natur-AG des Franziskus-Gymnasiums in Hürgenwald Es gibt jeweils 500 Euro für die Klassenkasse. Beiträge auf: schule.az-an.de MEDIENSTUNDE Viele Sieger, zwei Gewinner 9 Mittwoch, 15. Juni 2022 Klasse 4a, Marktschule Brand Klasse 4a und b, Grundschule Walheim Klasse 4b, GGS Nörvenich Klasse 4a, GGS Nörvenich Klasse 4e, Nordschule Jülich-Welldorf Klasse 4e, Nordschule Jülich-Welldorf Klasse 4b, Marktschule Brand Klasse 4c, Marktschule Brand Gymnasium St. Leonhard Klasse 8b und c, Gymnasium der Stadt Würselen Klasse 4a, GGS Frelenberg

10 Mittwoch, 15. Juni 2022 Raus aus der Hilflos-Spirale VON RAUKE XENIA BORNEFELD AACHEN Die Wege im Haus der Städteregion Aachen kennen die drei jungen Menschen. Leona Müller, Lara Braun und Marco Henn wundern sich auch kein bisschen über die optimale Getränkeversorgung in dem für sie bereitgestellten Konferenzraum. Als Mitglieder der Bezirksschülerinnen- und Bezirksschülervertretung (BSV) der Städteregion kennen sie das schon. Denn die insgesamt 22 Schülerinnen und Schüler, die sich in derVertretung engagieren, versuchen nicht nur in den etwa 500 Schulen der Städteregion präsent zu sein, sie tagen regelmäßig imHaus der Städteregion und sitzen in den Hauptausschüssen des Städteregionstages – mit Rederecht. Die BSV-Mitglieder haben damit nicht weniger als den Auftrag, die Zukunft in der Region mitzugestalten. „Schule bestimmt wesentlich den Alltag von Kindern und Jugendlichen. Schule muss Schutzraum sein, ein Platz, an dem sie sich frei von Vorurteilen entfalten können und lernen, für sich einzustehen“, beschreibt Lara Braun ihre Idealvorstellung von Schule. Doch nicht immer sei das der Fall, wie Leona Müller meint: „Schülerinnen und Schüler fühlen sich häufig klein.“ Das zu ändern, dafür steht die BSV seit 2009 ein. „Unser Ziel ist es, denen eine Stimme zu geben, die oft überhört werden“, erklärt Lara Braun und meint damit die Schülerinnen und Schüler aller Schulformen. Denn es gebe durchausWege, auch ohneWahlrecht und ohneMitgliedschaft in einer Partei eigene Interessen zu vertreten, „nur sind die nur wenigen bekannt“. Diese Möglichkeiten aufzeigen, Schulen für gemeinsame Projekte miteinander vernetzen, Schülervertretungen bei Problemen ameigenenBildungsinstitut den Rücken stärken und der kommunalen Politik Wünsche und Forderungen stellvertretend vortragen – dafür engagieren sich die jungen Menschen in der BSV. Offenheit auf beiden Seiten Natürlich: Idealistische Pläne und kreative Vorschläge von Jugendlichen können im politischen Alltag an Glanz verlieren. „Wir bekommen von Erwachsenen häufig positives Feedback für unser generelles politisches Engagement. Wenn es dann um konkrete Projekte geht, hält sich die Begeisterung bei vielen Kommunalpolitikern aber doch in Grenzen“, erzählt Lara Braun. Trotzdem erkennt Marco Henn Offenheit auf beiden Seiten: „Unser Rederecht in den Ausschüssen ist sehr wichtig, weil wir so den Schülerinnen und Schülern Gehör verschaffen und ihre Perspektive darstellen können. Außerdementspinnen sich oft interessante Debatten.“ Die BSV habe zudem einen guten Draht zur Verwaltung, so dass sie auf die Ausgestaltung von Anträgen durchaus Einfluss nehmen könne, „wenn wir auch selbst keine Anträge stellen können und kein Stimmrecht haben“, soMarcoHenn. Mit der imStädteregionshaus angesiedeltenKoordinationsstelle für Jugendpartizipation (JuPa) alsTeil des Bildungsbüros hat die BSV einen direkten Ansprechpartner in der Verwaltung. Und im Team lassen sich auch vermeintlich zähe Aufgaben angehen und durchhalten. „Es ist so etwas wie ein Familiengefühl entstanden. Damit lassen sich auch trockene Themen angehen“, überlegt Marco Henn. Sich für andere stark machen – das stärkt nicht zuletzt auch das eigene Selbstbewusstsein. Das bestätigen alle drei. „Es verschafft einemein gutes Gefühl, wennman etwas erreicht hat. Und dieVerfahren, die wir im Zuge unserer BSV-Arbeit lernen, helfen uns auch in anderen Bereichen“, berichtet Lara Braun. Marco Henn gibt zu: „Bevor ich im Jugendparlament der Stadt Stolberg und in der BSV aktiv wurde, konnte ich keinen Satz geradeaus sprechen. Jetzt klappt das viel besser.“ Außerdem könne er hier seine Meinung wirklich einbringen. „Nur Zuhause zu sitzen und zu schimpfen, hilft ja nichts.“ Manchmal in kleinen Schritten Gerade die Möglichkeit, sich einzubringen, helfe angesichts von Klimakrise, Krieg und anderen gigantischen Problemen „aus der Hilflos-Spirale“ zu kommen. „Wahrscheinlich hat jeder Jugendliche das Gefühl, dieWelt nichtmehr retten zu können – in unserer Generationwie in den vorangegangenen. Aber gerade das motiviert mich, das jetzt anzupacken und zu schaffen“, ist Leona Müller überzeugt. Gehe es auch manchmal nur in kleinen Schritten, gehe doch etwas voran. Und dieMitglieder der BSV könnenwie alleMitglieder von Schülervertretungen sagen: Wir bestimmen die Richtung, die Zukunft mit. Auch ohne Wahlrecht und ohne Mitgliedschaft in einer Partei können Schülerinnen und Schüler ihre Interessen vertreten. Dafür gibt es die BSV. Wofür stehen diese drei Buchstaben? Leona Müller (l.), Marco Henn und Lara Braun sind drei von 22 Jugendlichen, die sich in der Bezirksschülerinnen- und Bezirksschülervertretung der Städteregion Aachen engagieren. Sie bilden ein Scharnier zwischen Schulen und kommunaler Politik. FOTO: RAUKE XENIA BORNEFELD

11 Mittwoch, 15. Juni 2022 Bauen, programmieren, probieren VON RAUKE XENIA BORNEFELD DÜREN Whiteboard, Legobaukästen, Computerbildschirme, auf dem Boden ein Parcours – das Klassenzimmer im Dürener Gymnasium amWirteltor ist eine Mischung aus Lernraum und Spielzimmer. Hier trifft sich die Robotik-AG einmal in derWoche nach demUnterricht für zwei Schulstunden. Die Schüler – im Moment sind es nur Jungen – konstruieren, bauen und programmieren an kleinen fahrbaren Geräten herum. Ihr Ziel: Die Fahrzeuge sollen es selbstständig durch den Parcours am Boden schaffen. Wenn das Systemstreikt Anton hat zumBeispiel einen ziemlich langenGabelstapler zusammen gebaut. „Der braucht hinten noch ein wenig Stabilisierung“, stellt er fest. Fiete versucht sich an einem Getränkeautomaten. Als er ihn vorführenwill, streikt dasTransportsystem allerdings zunächst. Erst ein Neustart bringt den gewünschten Erfolg. Rehansh hat ebenfalls ein großes Projekt: Er möchte ein Fahrzeug bauen, das Dominosteine aufsammelt, auf einem Fließband transportiert und an anderer Stelle wieder absetzt. „Erstmal baue ich nur – programmieren kann ich noch gar nicht“, sagt er lachend. Probieren, scheitern, neu probieren – das hat durchaus System in der Robotik-AG. „Der Spaßfaktor ist wichtig“, erklärt Burat Gül. Immerhin verbrächten die Unter- und Mittelstufenschüler hier kostbare Freizeit. Der Neuntklässler leitet zusammen mit Alexander Schmitz (EF) und Mo Salih (9. Klasse) die Robotik-AG. Lehrerin Kerstin Barz muss sich nur noch um die übergeordnete Organisation kümmern, die Anmeldungen sichten, den Raum aufschließen, nachhören, ob es vielleicht Probleme gibt. „Aber wenn das der Fall ist, überlegt das Team auch schon selbst, wie es konzeptionell etwas ändern kann“, zeigt sie sich sehr zufriedenmit demSystem „Schüler trainieren Schüler“. „Weil sie näher dran sind, können sie ohnehin besser erklären.“ Wichtigste Antriebfeder der Robotik-AG ist normalerweise die Teilnahme am Wettbewerb „RoboScope“ der RWTHAachen. Schulmannschaften der Region treten dann mit einem Roboter an, den sie im Vorfeld so programmiert haben, dass er sich den Weg durch den Parcours mit allen seinen Hindernissen allein suchen kann. Möglichst schnell natürlich. Bewertet werden auch die Konstruktion des Roboters und eine Präsentation, die die Programmierung möglichst kreativ erklärt. Das Gymnasium am Wirteltor hat schonmehrmals gut abgeschnitten. Der Wettbewerb wurde in diesem Schuljahr allerdings erneut abgesagt – zu wenige Schulen haben sich angemeldet. „Deshalb ist die AG im Moment auf der Suche nach einem neuen Ziel“, berichtet Barz. Solange können Anton, Fiete, Moritz, Felix und Rehansh noch viele Ideen für kleine Lego-Roboter entwickeln und das Programmieren einfach mal ausprobieren. Tim ist schon so lange dabei, dass er die Programmierung imBaukastensystemeigentlich imSchlaf beherrscht. Langweilig ist demNeuntklässler in der Robotik-AG deshalb noch lange nicht: „DieMöglichkeiten begeistern nach wie vor.“ Ist das Zukunft? Eigentlich sind Roboter doch längst Teil unserer Gegenwart. Das wissen auch die Schüler. Sie wissen aber auch: Programmieren wird ein wichtiger Teil ihrer ganz persönlichen Zukunft sein. „Im Informatik-Unterricht lernt man viel kompliziertere Programmiersprachen. Die Robotik-AG hat mir für das logischeDenken sehr geholfen“, erklärt Burat die Bedeutung der gut investierten Zeit in der Schule. Alexander kann sich auch nach der Schule vorstellen, konstruieren und programmieren zu kombinieren.Vielleicht in einemMaschinenbaustudium? Tim sieht die Vorteile der Automatisierung: „Das entlastet die Menschen.“ Selbstvertrauen fürs Leben Für Lehrerin Barz kommt noch ein anderer zukunftsweisender Aspekt hinzu. „Durch die Leitungsfunktion übernehmen die Schüler vielVerantwortung und haben Selbstvertrauen entwickelt. Das ist sicher auch gut für ihre berufliche Zukunft.“ Stolz und Selbstvertrauen entstehen übrigens auch, wenn nach vielem Ausprobieren und Scheitern das erste Mal etwas wirklich gelingt, wie Alexander sich lebhaft an diesen Moment erinnert: „Es ist schon erstaunlich, wennman sieht, wie der eigene Roboter sich wirklich bewegen kann.Wenn man sich dann überlegt, dass man das selbst geschafft hat, denkt man nur noch: Boah!“ In der Robotik-AG des Dürener Gymnasiums am Wirteltor dreht sich alles um spannende und ausgeklügelte Konstruktionen. Bis zum Berufswunsch ist es dann nicht mehr weit. Wertvoll investierte Zeit nach dem regulären Unterricht: Die Robotik-AG des Dürener Gymnasiums amWirteltor präsentiert stolz ihre Konstruktionen. Können die Roboter fahren? Anton (links) und Tim testen ihre Konstruktionen. FOTOS: RAUKE XENIA BORNEFELD „Es ist schon erstaunlich, wennman sieht, wie der eigene Roboter sichwirklich bewegen kann. Wenn man sich dann überlegt, dassman das selbst geschafft hat, denkt man nur noch: Boah!“ Alexander, Schüler amDürener GymnasiumamWirteltor

12 Mittwoch, 15. Juni 2022 Ein=wischenstopp im Ausland VON RAUKE XENIA BORNEFELD AACHENAbitur oder Ausbildung abgeschlossen – und dann erstmal was anderes machen. Nicht sofort ins Studium stürzen oder eine Arbeitsstelle antreten. Am liebsten sollte es ins Ausland gehen! Von so etwas träumen viele Jugendliche und junge Erwachsene. Nach zwei Pandemiejahren, in denen längere Auslandsaufenthalte schwierig waren, hat sich die Lage in den allermeisten Ländernwieder stabilisiert. Der Wunsch nach Abenteuer und etwas Neuem kann endlich Realität werden.Wir stellen vor, was aktuell wieder möglich ist: Freiwilligendienst imAusland Ähnlich wie bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in Deutschland, kann man auch im Ausland einen Freiwilligendienst leisten. Dafür muss man in der Regel mindestens 18 Jahre alt sein und die deutsche Staatsbürgerschaft oder einen unbefristeten Aufenthaltstitel besitzen. Ansonsten unterscheiden sich die Bedingungen je nach Land und Organisation, die den Freiwilligendienst anbietet. Hier zwei Beispiele: Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor aus Aachen entsendet über die Freiwilligenorganisation „weltwärts“ Freiwillige an Partnerorganisationen in neun Ländern in Südamerika, Afrika und Asien. Zum Beispiel in der bolivianischen Stadt Cochabamba. ImKultur- undNachbarschaftszentrum „mARTadero“ können sich die Freiwilligen einbringen und so an sozialen Veränderungen hin zu einer gender- und generationengerechten Gesellschaft mitwirken. Dafür sollten sie gute Spanischkenntnisse mitbringen, aber vor allemdie Bereitschaft, sich auf andere Kulturen einzulassen. Denn ein„Von-oben-herab“ ist hier völlig fehl amPlatz. (www.weltwaerts.de) Die Aktion Sühnezeichen setzt sich seit mehr als 60 Jahren mit internationalen Friedensdiensten für Aussöhnung und eine gerechtere und friedlichereWelt in Europa, Israel und in den USA ein. Die Schoah spielt immer wieder eine Rolle in den Projekten von Aktion Sühnezeichen, weshalb auch Israel und die USA als Zufluchtsort vieler verfolgter europäischer Judenwichtige Einsatzländer sind. (www.asf-ev.de) In der Regel sollte man sich ein Jahr im Voraus um ein Freiwilliges Jahr imAusland kümmern. Ob das überhaupt das Richtige ist oder welche Tätigkeit die passende ist, kannman bei einem kleinen Test unter www. ein-jahr-freiwillig.de herausfinden. Als Au-pair in eine Gastfamilie Als Au-pair lebtman in der Regel ein Jahr in einer Gastfamilie imAusland und ist dort vor allem für die Kinderbetreuung zuständig. Haushaltstätigkeiten, die im Zusammenhang mit denKindern der Familie stehen, zum Beispiel Essen kochen, Betten beziehen, Kinderzimmer aufräumen, gehören auch zu den Aufgaben eines Au-pairs. Genausowie das Abholen der Kinder von der Schule oder dem Kindergarten. Allerdings nicht rund um die Uhr, sondern zu vertraglich festgelegten Zeiten und in einem Umfang, der 40 Wochenarbeitsstunden nicht übersteigt. Immer gibt es ein großzügiges Taschengeld sowie freie Kost und Logis. Die Landessprache sollte ein Aupair beherrschen. Außerdem wird eine gewisse Erfahrung in der Betreuung vonKindern vorausgesetzt. Das kann ein regelmäßiger Babysitter-Job genauso seinwie die Betreuung einer Ferienfreizeit oder einer Sportmannschaft. Die meisten Au-pairs sind weiblich. Jungen Männern steht diese Art des Auslandsaufenthalts jedoch auch offen. Mit Blick auf die Kinderbetreuung lassen sich Gastfamilien aber nicht immer von ihnen überzeugen. Deshalb wird männlichen Interessierten geraten, mehr Erfahrung nachzuweisen. Auchwenn es grundsätzlichmöglich ist, auf eigene Faust eine Gastfamilie zu finden, wird doch dazu geraten, dieVermittlungsleistungen einer Agentur in Anspruch zu nehmen. Das kostet Geld, aber die Absicherung ist besser. Der Herbst ist die beste Zeit, ummit der Organisation zu beginnen.Weitere Infos zumBeispiel unter www.auslandsjobs.de. Bis zu zwölf Monate „Work and Travel“ Arbeiten und Reisen – wer sich für dieses Modell entscheidet, kann bis zu zwölf Monate in sehr vielen Ländern reisen und gleichzeitig arbeiten. Man kann sich also einen Teil seines Reisebudgets unterwegs verdienen und dann zum nächsten Traumstrand oder atemberaubenden Fjordweiterreisen. Erreicht die Ebbe das Portemonnaie, sucht man sich einen neuen Job. Der Vorteil dieser Art des Reisens: Man lernt die Sprache intensiv und taucht stärker in die Kultur ein als normale Touristen. Beliebte Länder für „Work and Travel“ sind Kanada, Australien und Argentinien. Aber auch Europa bietet spannende Ziele. Zudem entfällt in den Ländern der europäischenUnion dieVisumspflicht. Das ist für viele ein wichtiger Vorteil. Grundsätzlich muss man für „Work and Travel“ mindestens 18 Jahre alt sein und sich, falls notwendig, ein entsprechendes Visum besorgen. Viele Agenturen bieten ein Rundum-sorglos-Paket gegen entsprechende Bezahlung an. Verpflichtend ist das aber nicht. Einen ersten Überblick gibt zum Beispiel die Internetseite work-and-travel. co. Wer gerade von der Schule kommt oder seine Ausbildung abgeschlossen hat, möchte nicht immer sofort ins Berufsleben starten. Viele wollen noch etwas erleben. Das Angebot ist groß. Fotos: Adobe Stock

13 Mittwoch, 15. Juni 2022 Ton läuft! Spannende Einblicke gibt es beim Videodreh der Sparkasse zur Medienstunde. FOTO: RAUKE XENIA BORNEFELD Wirtschaft und Pra&is verbinden VON RAUKE XENIA BORNEFELD AACHEN Die vier jungen Frauen sind gut vorbereitet: Sie sind nicht nur sorgfältig geschminkt und tragen einen schwarz-weißen Business-Look, in ihren prall gefüllten Taschen haben sie auch noch einige gemütliche Kleidungsstücke eingepackt. Denn heute stehen LaraVondermaßen, JuliaNahrgang,Monique Hallmanns und Julia Müller nicht am Servicepoint der Sparkasse Aachen oder büffeln mit ihren Ausbildungskollegen und -kolleginnen im Seminarraumdas, was es zumThema Versicherungen oder Altersvorsorge für die angehendenBankkaufleute zu lernen gibt. Heute stehen die vier vor der Kamera des Videoteams des Medienhauses Aachen, um einVideo für die Medienstunde zu drehen. Und dafür braucht man auch ein paar Requisiten. Ihre Zukunft – so haben sich die vier nach demAbitur entschieden – ist der Beruf der Bankkauffrau. Den lernen sie seit gut zwei Jahren wie 146 andere junge Leute bei der Sparkasse Aachen. Die Sparkasse Düren bildet insgesamt 23 junge Männer und Frauen über zweieinhalb Jahre im Beruf Bankkauffrau/Bankkaufmann aus. Damit sind die beidenGeldinstitute nicht nur wichtige Arbeitgeber und Partner von Industrie, Handwerk undHandel, sondern auch bedeutende Ausbildungsbetriebe in der Region. Und genau davonwollen Lara, Julia, Monique und Julia imVideo berichten. Eigentlich hauptsächlich Lara, denn sie hat die Hauptrolle übernommen, spricht mit Medienhaus-Redakteurin Sonja Essers vor der Kamera darüber, was man in der Ausbildung so macht, wie Schule und Arbeit unter einenHut zu bringen sind und welche Verantwortung sie bereits übernehmen darf. Zurzeit betreut sie zum Beispiel die Azubi-Filiale, in der in jedemJahr einige der Sparkassen-Azubis vom dritten Ausbildungsjahr für vierWochen die Regie übernehmen – vom Schaltergeschäft bis zur Kreditberatung: „Wir tragen sehr viel mehr Verantwortung, denn nur noch der Filialleiter und sein Stellvertreter sind von der eigentlichenBelegschaft da“, erklärt die 22-Jährige in einer Drehpause. „Das ist sehr aufregend, aber auch cool, wenn die Rückrufwünsche der Kunden jetzt an uns gehen.“ Die anderen drei übernehmen Komparsenrollen. Monique kommt imHoodie gut gelaunt an den Schalter, um bei Lara ein neues Konto zu eröffnen. Die eine Julia lässt sich in einer rot gepolsterten Sitzecke über Versicherungen für junge Menschen beraten, die andere Julia trifft sich mit Lara und Ausbilderin Stefanie Plum in der Kaffeeküche. „Ich bin total gespannt, wie das am Ende zusammengeschnitten wird“, bestaunt Monique amRande ein wenig das Geschäft von Medienhaus-Videoteam Stephan Kreutz (Kamera und Regie), Lukas Rible (Ton) und Sonja Essers (Moderation). Sie haben zwar auch schon selbst ein Instagram-Reel zur Ausbildung bei der Sparkasse gedreht, doch was man alles bedenken muss, vor allem wenn nur eine gewisse Zeit im großen Schalterraumder Sparkasse amAachener Elisenbrunnen zurVerfügung steht, bevor das Kundengeschäft los geht, war ihnen nicht so klar. Klar war ihnen hingegen, dass sie nach dem Abitur nicht sofort ihr Heil in einem Studium suchen wollten. „Ich bin ein kommunikativer Mensch und ich wollte etwas mit Wirtschaft machen, aber lieber in der Praxis“, erzählt Monique, wie sie zur Ausbildung zur Bankkauffrau kam. Auch Julia Müller wollte nicht studieren und wird dies wohl auch nach Abschluss ihrer Ausbildung in diesem Jahr nicht tun. „Es gibt so viele Weiterbildungsmöglichkeiten bei der Sparkasse. Ich will lieber bleiben und die nutzen“, sagt sie, obwohl die Sparkasse besonders guten Absolventinnen und Absolventen sogar ein Studium finanziert. Zum Schluss darf die Seminargruppe der vier Protagonistinnen auch noch eine Rolle spielen. Eine angenehme Abwechslung zumBüffeln in der„Lehrsparkasse“. Doch so gern sie die nutzen – für Lara, Julia, Monique, Julia und alle anderen ist klar: Ihre Zukunft ist nicht das Filmgeschäft. Ihre Zukunft finden sie in der Sparkasse. Das Video ist zu finden unter >schule.az-an.de Die Sparkassen gehören zu den wichtigen Ausbildern in der Region. Vom Schaltergeschäft bis zur Kreditberatung muss alles erlernt werden. Wir haben ein Video gemacht. „Wir tragen sehr viel mehr Verantwortung, denn nur noch der Filialleiter und sein Stellvertreter sind von der eigentlichen Belegschaft da.“ Lara Vondermaßen, Sparkassen-Auszubildende

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