KLENKES - Januar 2023

magazin 4 Januar 2023 1 Alle Jahre wiederEs gibt Events inAachen, um die kommt man einfach nicht herum. Und daran konnte auch die Corona-Pandemie nichts ändern. Und so schoben sich im Oktober Massen von Menschen über den Altstadtflohmarkt, als hätte es niemals eine Pandemie gegeben. Auch der Weihnachtsmarkt ist 2022 wieder so voll wie 2019. Beim „Domspringen“ (September) war ebenfalls jeder Platz belegt, beimWeinsommer (September) musste man ziemlich lange warten, umüberhaupt einen Platz an einem der Tische zu bekommen. Tische gab es beim Archimedischen Sandkasten ( Juli/August) zwar keine, aber dafür unzählige Bagger und Schaufeln für die Kinder, die sechs Wochen lang auf dem Katschhof im Sand graben konnten. Für tanzinteressierte Erwachsene war es im März Zeit für „Schrittmacher“. Das Team um Rick Takvorian hat es mal wieder geschafft, internationale Kompanien auf höchstemNiveau in die Euregio zu holen. Und natürlich darf auch das Chio nicht vergessenwerden, die Kurpark Classix und das Septemberspecial. Aber würdenwir jetzt alles aufzählen, was sich an Events in Aachen und Umgebung wiederholt, währenwir nächstes Jahr noch nicht fertig…Eine Übersichtmit jährlichenHighlightsfinden Sie auf Seite 28. \ 2 Bahn frei für die RadelndenNicht erst die OB Sybille Keupen setzt sich für ein fahrradfreundliches Aachen ein. Ob man jetzt der gleichen Meinung ist oder nicht: Ohne Zweifel wird es für die Radfahrer ein kleines bisschen weniger lebensgefährlich durch die Aachener Innenstadt zu kommen. Einer der Gründe sind die Rad-Vorrang-Routen (RVR) in der Stadt Aachen, die seit 2019 schrittweise ausgebaut werden. Die Straßen sind teilweise knallrot, manchmal autofrei und auffällig gestaltet. Es geht Rad voran… \ 3 Baumaßnahmen und ihre FolgenMan könnte fast denken, Aachen Stadtwappenwäre neuerdings rot-weiß gestreift, denn überall in der Stadt sind zweifarbige Baustellen-Markierungen zu sehen. Verbunden mit Verkehrschaos und verzweifelter Routensuche selbst für Einheimische. Hier gesperrt und dort umgeleitet, der Weg von A nach B gestaltet sich oftmals als Odyssee und lässt allenfalls Optimisten staunen, auf ihrer Reise ganz neue Galaxien kennenzulernen („Was?Da lang?Hier war ich ja noch nie ...“). Kleine Erfolgserlebnisse lassen sich aller Kritik zumTrotz dennoch vermelden, so schafft der Abriss des Büchel-Parkhaus, Aachens größtemUrinal, nun nach jahrelangemHickhack endlich Raum für neue Ideen. Auch wenn viele städtebauliche Projekte imRahmen des Innenstadtkonzeptes 2022 in der Selbstwahrnehmung der Verantwortlichen bürgernäher erscheinen als in der Realität, bleibt abzuwarten, ob nach Bushofbelebung, Büchelumgestaltung und Sichtbarmachung vonAachener Bächen sich das Städtchen – wohlmöglich sogar über denAltstadt-Nucleus hinaus (Stichwort: Quartiersaufwertung Driescher Hof/Forst) – so prächtig entwi2 5 3 4 Fotos: Belinda Petri/Kira Wirtz 1

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