KLENKES - Januar 2023

kunst 24 Januar 2023 Licht und Beton Skizzenteam Tiefe Fragmentarisch Auge und Welt Zwei mal zwölf Formschön Bodennah Ohne Ehrgeiz und Selbstoptimierung hängen die Bleifiguren von Robert Bischof ab. Sie hängen mit biegsamem Rückgrat auch schonmal durch, bäuchlings oder in Badewannen, die in den Lichtzellen der Ausstellung auftauchen. Betongehäusemit vergitterten Fenstern bilden die kargenKulissen für die in sich versunkenen, Genuss versuchenden Leiber voller Unbekümmertheit, Lebendigkeit, Humor und Menschenwürde. Keine Karikaturen, keine Clownerie. In der Hand aus Wachs entstanden. \ dito bis 21.1. Robert Bischof – „Lichtzelle Galerie Freitag 18.30 ↗freitag1830.de Eugen Schönebeck hat in den 60er Jahren mit Georg Baselitz Manifeste verfasst und sich dann aus der Kunstszene zurückgezogen. Zu Günther Beckers hat er jedoch Kontakt gehalten und gemeinsam haben sie auf Wanderungen Landschaftsskizzen gemacht. Diese gemeinsamen Skizzen zeigt Günther Beckers, der fast täglich weiterhin Skizzen in der Natur in der näheren Umgebung des Lousbergs macht, in seinem Künstlermuseum, das auf Anmeldung hin zu besichtigen ist. \ dito „35 JAHRE“ – Eugen Schönebeck, Günther Beckers. „DIE GEMEINSAMEN SKIZZEN“ Kunstraum Souterrain – KünstlerMuseum ↗kuenstlermuseum-guentherbeckers.eu Ungebunden und frei, auch frei von gängigen Raumvorstellungen entwickelt Christel Wermuth beim Malen Chiffren, Farbfelder und lineare Strukturen zu einem sorgsam verdichteten, aber austarierten Bildfeld mit Bewegungsattitüde. Hell, lebensbejahend und sanft in der Fremdfarbigkeit, floatet das Gefügemit empfindsamseidiger Offenheit im grenzen- und kontrastarmmateriellen Grund. Vegetabil, gelassen, harmonisch, jenseits vonObjekthaftigkeit und Tiefenraum, bisweilenwächsern oder seriell. \ dito bis 29.1. Christel Wermuth – „Verschieden und doch eins“ KuKuK an der Grenze ↗kukukandergrenze.eu Christine Kassing malt Räume aus wiedererkennbarenKölner Häuserkulissen in die weitere Raumsegmente eindringen. Flächen, Wände, Erzählerisches durchdringen sich und irritieren atmosphärisch, abstrakt und detailreich. Im Fenster verweist Roland Mertens mit seinem Modell des Theaters von Mariupol, vor dem kyrillische Kinder stehen, auf die trotzdem erfolgte russische Bombardierung und Tötung dort Schutzsuchender. Die hundertfache Vernichtung ukrainischer Kultur und Zivilisten scheint Plan. \ dito bis 29.1. Christine Kassing – „Im Moment Fragment“ und Roland Mertens – „Kinder (Im Fenster)“ LOGOI – Institut für Philosophie und Diskurs ↗logoi.de Josef Albers, Tim Berresheim, Henry Flynt, Raoul Hausmann, Ann Veronica Janssens, Julie Oppermann, Jenny Perlin und Heimo Zobernig befassen sich mit Farbe und Licht. Trendanalysten, Modestylisten und Farbenhersteller bestimmen sonst die Farben. Derlei Normierungen sind bequem und verdrängen Farbe als theorielastiges Thema aus der Kunst. Farbklang, Symbolik, Anmischung, Kontextabhängigkeit und bunte Virtualität gilt es frischwahrzunehmen. \ dito bis 28.1. „The Sound of Colour / Further Specimens re: Sound/Light“ Auge & Welt ↗augeundwelt.de Vera Hilger und Michael Krupp haben sich einen hohen Qualitätsstandard in ihrer Künstlerriege erarbeitet. Reduktion, malerische und formale Fragen, Materialität und kleine Formate prägen ihre nun zweite Ausstellung von 24 Multiples, einem in den 60er Jahren entwickeltenModus, zeitgenössische Kunst kostengünstig inKleinauflagen als Kostproben der künstlerischen Eigenart, unters Volk zu bringen. Ein heiter strenges Spektrum. \ dito bis 22.1. „24 Künstler – 24 Multiples“ Raum für Gäste ↗raumfuergaeste.de Humor und liebevolle Beschreibung von Tierwesen inmit eigenen Farben glasierter Keramik bestimmt die Arbeiten von Angelika Keller, die skurril, anarchisch und auf Sockeln daher kommen.Mäuse, Ratten, viele Vögel undKleintiere bevölkern auch den heimischenGarten. Heinrich Keller verarbeitet Stahl und nutzt das Brennschneiden für seine Formteile, aus denen er archaische und metaphorische Gehäuse und Figurenwelten entwickelt, die als kritische Anmerkungen der Gegenwart anregen sollen. \ dito ab 15.1. Angelika und Heinrich Keller Forum für Kunst und Kultur Herzogenrath ↗forum-herzogenrath.eu Die 1925 inDüren gegründete FotografischeGesellschaft hat Arbeiten ihrerMitglieder zusammengetragen, die sichmit der Corona-Zeit auseinandersetzen. Dabei ist vor allem der Blick nach unten prägend. Dort fand man Klebestreifen, Abstandsstreifen, Verhaltenshinweise und Beschilderungen und schließlich auch zurückgelassene Masken als Massenware des Corona-Alltags, die anfangs selbstgebastelt, dann gedealt, schließlich schlicht Müll wurden. \ dito bis 5.2. „Der Boden unter den Füßen – Fotogra(e in Coronazeiten“ Fotograf. Ges. Düren 1925 e.V. Schloß Burgau ↗fgd1925.de Foto: Dirk Tölke Foto: Dirk Tölke Foto: Dirk Tölke Foto: Dirk Tölke Foto: Dirk Tölke Foto: Dirk Tölke Foto: Angelika Keller Foto. Seraphin Martin

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