Klenkes - November 2022

magazin 4 November 2022 1 Seit wann wachsen Auberginen mitten in Aachen? Die „Essbare Innenstadt“ hat’s möglich gemacht: Vom Frühjahr bis in den Herbst wuchsen Gemüsepflanzen, Kräuter und Blümchen in der Annahalle, die auch für zahlreiche Workshops und Veranstaltungen genutzt wurde. Dank fruchtbarer Kooperationen unter anderem mit ACademie für kollaborative Stadtentwicklung, archigraphus und dem Institut für die Europäische Stadt. Es soll nächstes Jahr weitergehen – anders, aber genauso engagiert und kommunikativ. See you in 2023 … \ bep 2 Kultur im Dreierpack – gleich drei tolle Ausstellungseröffnungen an einemWochenende imOktober. Die kubanische Künstglerin Belkis Ayón „Ya Estamos Aquí“ imLudwig Forum,Max Beckmann und seine „Loge im Welttheater“ im Suermondt-Ludwig-Museum, übrigens mit stilechtem 20er Jahre-Auftritt des Theater K-Ensembles und Bert Löwenherz mit „Die Augen der Frida Kahlo“ imCouven Museum, einer spannenden Symbiose aus aufwändig inszenierten Porträtfotos und Rokoko-Interieur. Und dann gab es noch „Berlin – Venedig – Monschau. Illusionen“, Bilder und Texte vonKatharina John undUlrich Tukur imFotografie-Forum in Monschau. Der „to see“-Zettel für die nächsten Museumsbesuche steht jedenfalls. \ bep 3 Daniel Pongratz alias Danger Dan, eigentlichRapper bei der AntilopenGang, stellte sein Klavieralbum „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ an drei aufeinanderfolgenden Abenden live in der Stadt vor: zweimal im Theater Aachen, dazwischen im Autonomen Zentrum. Aber nicht nur die Songs von der aktuellen Platte gab es zu hören, auch ältere Solonummern, Punkcover und mit „Meine Freiheit, deine Freiheit“ ein Stück von Georg Kreisler wurden gespielt. Bei letzteremüberließDanger Dan demStreichquartett um Jonathan Heck die Bühne. BeimPublikumund bei Pongratz selbst hinterließ der Konzert-Dreierpack Eindruck: „Aachen, das war wirklich ein besonderesWochenende!“, schrieb er bei Facebook. \ tim 4 Bei wirklich allerbestemHerbstwetter zog der „Altstadtflohmarkt“ am16. Oktober unglaublich viele Besucher an. An den Ständen nach Kuriosem oder Nützlichem zu suchen, war fast unmöglich, wurde man bei kurzem Stehenbleiben entweder von der Masse weitergeschoben oder von anderen Besuchern unfreundlich angeraunzt. Auch das Ausweichen in eines der Cafés in der Innenstadt gestaltete sich dann als schwierig, da die Plätze auf den Terrassen von Sonnenhungrigen belegt waren. \ kw 5 Am 15. Oktober fand in Aachen im Rahmen der weltweiten Kampagne #DefendingUkraine eineDemonstrationmit rund 300 Teilnehmern statt. AmMarkt sprach eine Kriegsgeflüchtete sowie ein ukrainischer Soldat, der sich zurzeit zur Behandlung amLuisenhospital befindet. Auf denKnienwurde an dieGefallenen gedacht und ein „Circle of Defense“ als Symbol für Freiheit und Demokratie aufgestellt. \ red 6 1991 hat die Aachener SomebodyWrong Bluesband die „Bluesnacht“ im Jakobshof – damals eher eigentlich als Experiment – aus der Taufe gehoben. Gemeinsam mit der Band The Xperience wurde am 21. Oktober im Franz die 30. Ausgabe gefeiert. \ rm 7 Bei der Nacht der offenenKirchenwurde ein vielfältiges Programmgeboten – von still bis stimmgewaltig. Auch für Agnostiker eine schöneGelegenheit, die unterschiedlichen Kirchenbauten in ihrer eigenen (Architektur-)Mystik zwischen karolingischen Mauern und Sichtbeton zu erkunden. \ bep 8 Mit der offiziellen Eröffnung des Meffé, der Raumeinheit #3 Viertelcafé, wurde das Meffi.s-Projekt in der Mefferdatisstraße 14-16 wieder ein bisschen kompletter. Damit zeigt sich das TransformationszentrumamAachener Büchel, neben seinen grünen, gelben und violetten Räumen nun auch in smartem Orange. Ganz schön bunt – und ganz schön cool für Aachen. \ bep Foto: Belinda Petri Foto: Belinda Petri Foto: Kira Wirtz Foto: Ukrainer in Aachen Foto: Belinda Petri Foto: Richard Mariaux Foto: Belinda Petri Foto: Tim Griese 5 7 7 6 1 2 3 4

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