Klenkes - September 2022

8 Jülich - immer einen Ausflug wert Historische Festungsstadt - moderne Forschungsstadt Jülich ist eine Stadt mit großer Vergangenheit. Mit über 2.000 Jahren gehört sie zu den Orten mit der längsten Siedlungstradition in Deutschland. Schon die Römer waren hier auf der Fernstraße Via Belgica unterwegs. Sie siedelten sich an und gaben der Stadt den römischen Namen „Iuliacum“. Seit einigen Jahren können sich Touristen und alle Geschichtsinteressierten nun auf die Spuren der Römer begeben - auch in Jülich, denn die Stadt ist dem Projekt „Erlebnisreise Römerstraße“ angegliedert, bei dem 18 Kommunen und der Landschaftsverband Rheinland gemeinsam neue Wege in die Geschichte des Rheinlands erlebbar machen. Rad- und Wanderwege knüpfen so nah wie möglich an den Originalverlauf an und bieten einen Einblick in römisches Leben entlang der einst bedeutenden Verkehrswege im Rheinland. Doch auch heute liegt Jülich verkehrsgünstig gelegen im Herzen des Städtedreiecks Aachen, Köln und Düsseldorf. In der historischen Festungsstadt und modernen Forschungsstadt leben heute ca. 33.000 Menschen und begrüßen jährlich Tausende Touristen, die die Stadt erkunden und ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Die Stadt und ihre Festungsanlagen sind untrennbar miteinander verbunden und ziehen jeden, der hierherkommt, in ihren Bann. Eingebunden in die Historie der Stadt findet man ein modernes Mittelzentrum, das mit attraktiven Angeboten an Sport- und Freizeitmöglichkeiten, Kultur und Veranstaltungen, Einkaufserlebnissen und Festen garantiert jeden das Passendefinden lässt. Es lohnt sich, zwischen geschichtsträchtiger Vergangenheit und innovativer Forschung auf Entdeckungstour zu gehen: Zitadelle, Hexenturm, Brückenkopf-Park und das Forschungszentrum Jülich bieten spannende Einblicke. Die Sehenswürdigkeiten Jülichs können Besuchende bequem auf einem etwa fünf Kilometer langen beschilderten Rundweg erleben. Die Jülicher Zitadelle ist eine der am besten erhaltenen Festungen der Frühen Neuzeit im deutschsprachigen Raum. Architektonisches Schmuckstück ist die Ostfassade des herzoglichen Schlosses im Stil der italienischen Hochrenaissance. Im Schlosskeller wird eine Ausstellung zur Geschichte der Anlage und des Jülicher Landes gezeigt. Besonders eindrucksvoll ist die 90.000 qm große, aufwändig restaurierte Festung mit ihren Wällen, Gängen und Kasematten. Doch nicht nur Geschichtsinteressierte zieht es zur Jülicher Zitadelle. Jedes Jahr findet der Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarkt statt, eine überregionale Kunstschmiede vor historischer Kulisse. Etwa 200 Künstlerinnen aus ganz Deutschland präsentieren hier an zwei Tagen solides, traditionsreiches und kunsthandwerkliches Können. Tausende Besucher kommen, um sich überzeugen und inspirieren zu lassen, hautnahen Anschauungsunterricht und kreative Geschenkideen zufinden. Die Veranstaltung ist längst zum Magneten geworden für Freunde der Kunst, aber auch für Touristen, die Erlebnisse und Erkenntnisse verbinden wollen. Altes Handwerk und alte römische Fernstraßen neu entdecken – Jülich bietet getreu seinem Stadt-Motto „Historische Festungsstadt – Moderne Forschungsstadt“ reichlich Ziele und Gelegenheit dazu, ob zu Fuß, mit dem Rad , Bus, Bahn oder Auto. Denn alle Wege führen (von Rom) nach Jülich… (Foto@Stadt Jülich/Gisa Stein)

RkJQdWJsaXNoZXIy MTk4MTUx