Klenkes - August 2022

film 18 August 2022 Eine Auswahl der weiteren Filmstarts – Angaben ohne Gewähr ab 4.8. „Guglhupfgeschwader“ Dorfpolizist Eberhofer gerät in seinem achten Filmfall mit der Lotto-Mafia aneinander. ab 11.8. „Nope“ Im neuen Horrordrama von „Get Out“-Regisseur Jordan Peele geschieht Rätselhaftes. „Sweet Disaster“ Eine frisch verlassene Schwangere kämpft tragikomisch um ihren ExFreund. ab 18.8. „Der Gesang der Flusskrebse“ In der Bestseller-Adaption geht es um einen Mord in den Sümpfen North Carolinas. „Goliath“ Umweltverbrechen stehen im Mittelpunkt dieses französischen Thrillerdramas. „Il Mio Corpo“ Doku über die Schicksale eines jungen Müllsammlers und eines afrikanischen Migranten in Sizilien. „Wettermacher“ Doku über das Personal einer Wetterstation im russischen Polarmeer. „Jagdsaison“ Eva erlebt mit ihrer besten Freundin und der neuen Frau ihres Ex-Mannes ein turbulentes Wochenende. ab 25.8. „After Forever“ Vierter – und hoffentlich letzter Teil – der Teenager-Variante der „Fifty Shades“-Reihe. „Beast – Jäger ohne Gnade“ Eine Familie flüchtet in der südafrikanischen Steppe vor einem rachsüchtigen Löwen. „Die Farbe des Windes“ Eine deutsche Windrad-Architektin gerät in der französischen Provinz zwischen die Fronten der streitenden Bevölkerung. „The Invitation – Bis dass der Tod uns scheidet“ Eine junge Frau kommt einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur. „Die Känguru-Verschwörung“ In der Fortsetzung bekommen Kleinkünstler Marc-Uwe und sein Beuteltier es mit Verschwörungsfanatikern zu tun. NEUSTARTS Zug um Zug „Bullett Train“ USA 2022 // R: David Leitch Start: 4.8. | 127 Minuten | FSK 16 Bei „Fight Club“ war er 1999 noch für die Stunt-Choreografie zuständig, nun hat „JohnWick“-Regisseur David Leitch seinen damaligen Star Brad Pitt in einem comichaften Actionthriller inszeniert. Basierend auf einem Roman von Kotaro Isaka gibt der in „Bullet Train“ einen Auftragskiller, den nichts aus der Ruhe bringen kann. Schusswaffen sind allerdings nicht sein Ding, er stellt seine Zielpersonen lieber mit Schlafmittel ruhig. Als er den Shinkansen in Tokio betritt, muss er jedoch schnell feststellen, dass es in dem Hochgeschwindigkeitszug von Killern nur so wimmelt. Was folgt, ist ein zweistündiger High-Speed-Schlagabtausch nach bewährtemMuster. Das ungewöhnliche Setting und das gut aufgelegte Ensemble (u.a. Aaron Taylor-Johnson und Brian Tyree Henry) sorgen aber für sommerlich-leichte Unterhaltung, die vor allem Actionfans glücklich machen dürfte. \ Lars Tunçay Foto: Sony Pictures Durch die Wüste „Nicht ganz koscher“ D 2022 // R: Stefan Sarazin, Peter Keller Start: 4.8. | 122 Minuten | FSK 6 Nach demTod ihres zehntenGemeindemitglieds müssen die Diaspora-Juden Alexandrias schnell einen Neuzugang vorweisen, sonst fällt ihr Besitz an den ägyptischen Staat. Benyumin (Luzer Twersky) aus New York soll die Lücke füllen, ist aber gezwungen, mit Taxi und Bus weiterzureisen, als er in Jerusalem sein Flugzeug verpasst – bis ihn schließlich der Beduine Adel (Haitham Omari) als Anhalter mitnimmt. Unterwegs lernen sich die grundverschiedenen Männer besser kennen. Das Roadmovie braucht ein wenig, um in die Gänge zu kommen. Dann profitiert es aber von seinen grandiosen Landschaftsaufnahmen der Gebirgs-undWüstenregionen sowie von den eigentlich unüberwindbar scheinenden Gegensätzen seiner Protagonisten. Über eine beinahe märchenhafte Geschichte transportiert „Nicht ganz koscher“ dabei eine zutiefst humanistische Botschaft der Völkerverständigung.\ Frank Brenner Foto: enigma Film Anti-Amélie „Warten auf Bojangles“ F/B 2021 // R: Regis Roinsard Start: 4.8. | 125 Minuten | FSK 12 Als Gebrauchtwagenhändler Georges sich auf einer Party unter die wohlhabendenGästemischt und die schöne, aber flatterhafte Camille kennenlernt, ist es umden passioniertenAufschneider geschehen. Ein knappes Jahr später wird SohnGary geboren, aus dessen Sicht die Familiengeschichte von nun an erzählt wird. Und die ist, imstarkenKontrast zur überbordenden Optik der Adaption des Romans von Olivier Bourdeaut, letzten Endes eigentlich ziemlich deprimierend, was sich von Beginn an als roter Faden durch die Handlung zieht. „Mademoiselle Populaire“-Regisseur Regis Roinsard hat mit Hilfe praller, leinwandfüllender Bilder und seines Ensembles um Virginie Efira, Romain Duris und den kleinen Solan Machado-Graner eine Art Gegenentwurf zur berühmten „fabelhaften Welt der Amélie“ kreiert, der gleichermaßen fasziniert wie tragikomisch berührt.\ Peter Hoch Foto: Studiocanal GmbH Letzte Reise „Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr“ GB/VAE 2021 // R: Gillies MacKinnon Start: 11.8. | 92 Minuten | FSK 12 Tom ist amEnde seines Lebens angekommen. Doch eine Aufgabe lastet noch auf ihm: Er möchte die Asche seiner Frau in deren Heimat am südlichsten Zipfel Großbritanniens bringen. Also macht er sich mit Linienbussen auf den Weg von der Küste Schottlands nach Land’s End. Auf der Reise trifft er unterschiedlichste Menschen, sie führt ihn aber auch in eine schmerzhafte Vergangenheit. Man denkt nicht nur ob des deutschen Titels an den „Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Auch der Film von TV-Regisseur Gillies MacKinnon ist ein sentimentales Roadmovie in die Erinnerungen des Protagonisten. Getragen wird er von Hauptdarsteller Timothy Spall, der seine Figur glaubwürdig mit den Marotten eines alten Mannes verkörpert. Ihn dabei zu begleiten, wie er unbeirrt sein Ziel verfolgt, tröstet über manch unglaubwürdige Drehbuchidee hinweg.\ Lars Tunçay Foto: Capelight Pictures Actionthriller Tragikomödie Tragikomödie Tragikomödie

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