Klenkes - Juni 2022

5 Das „Lothringair“- Festival fand 2013 zum ersten Mal statt. Initiiert wurde es von Andrea Nickisch, die sich seit vielen Jahren auch im Kulturraum Raststätte engagiert. Realisiert wird es ehrenamtlich von einem Team aus Anwohnern, Kulturliebhabern und Organisationstalenten. : ZUR INFO Es wäre cool, wenn gegenüberliegende Nachbarn Girlanden von einem Fenster zum anderen spannen können oder wenn jemand sein Sofa auf die Straße stellt. Chris Kukulis „Lothringair“ 2019 – Tanz, Design, Musik und Gastro Straßengestaltung beteiligen dürfen. „Es wäre cool, wenn gegenüberliegende Nachbarn Girlanden von einem Fenster zum anderen spannen können oder wenn jemand sein Sofa auf die Straße stellt,“ sagt Kukulis. Dass das „Lothringair“ so groß auf die Beine gestellt werden kann, war aber nicht immer selbstverständlich. 2018 stand das beliebte Straßenfest kurz vor dem Aus. Gründerin Andrea Nickisch musste schweren Herzens einsehen, dass ein Fest in dieser Größenordnungmit einer kleinenOrganisation kaumzu stemmen ist. Rettung nahte allerdings schnell durchChris Kukulis, der denMusikbunkermit ins Spiel brachte, der mittlerweile die Durchführung des Festes übernommen hat. „ Sonst hat sich nicht viel verändert. Das Team ist im Großen und Ganzen gleich geblieben,“ erklärt Kukulis. Gleichzeitig erklärt er den immensen Aufwand, der hinter so einemEvent steckt. Genehmigungen einholen und Baupläne erstellen sind dabei nur die Anfangspunkte auf einer ziemlich langen To-Do Liste. „Die ersten Vorbereitungen beginnenmeist schon imDezember des Vorjahres,“ erzählt Kukulis. Bedingt durch die unklare Pandemie-Lage habe man bei der siebten Ausgabe des Festes allerdings deutlich spätermit der Planung begonnen: „So richtig Vollgas habenwir erst abMärz gegeben. Aber unser Team ist gut eingespielt. Deswegen war das alles machbar“. ImVorfeld gibt es darüber hinaus Veranstaltungen wie die Soli-Party imMusikbunker, bei der Geld für das „Lothringair“ gesammelt wird. Und auch eine eigens dafür organisierte Crowdfunding-Kampagne wird jedes Jahr aufs Neue erfolgreich ins Leben gerufen. „Es ist viel Arbeit, das alles zu organisieren, aber in demMoment, wo es stattfindet, lohnt es sich.Wennman sieht, wie es aussieht und wennman in 5.000 glückliche Gesichter sieht.“ Ein Highlight aus seiner Sicht ist der Auftritt der Tanzproduktion „Game Theory“ von Joshua Monten. Zwar hat Kulkulis das Stück bereits zuvor schon gesehen, auf einen so internationalen Act beim Lothringair freue er sich trotzdemnoch einmal. Auchmusikalisch sei das Angebot in diesem Jahr besonders gut. Acts wie die Kölner Funk-BandKeshavara treten auf, für Musik sorgen Live-Acts wie Her Tree oder DJ´s wie Lola Villa aus Kolumbien.. Generell sind in diesem Jahr besonders viele weibliche DJs mit am Start. Nicht zu vergessen seien aber auch die vielen kleinenAuftritte in denHinterhöfen. „Das Highlight istmanchmal auch das Ganze an sich. Einfachmal durch die Straße schlendern, stehen bleiben, Streetart bewundern und beim Flohmarkt stöbern,“ findet Kukulis. Wichtig sei, laut Kukulis, dass es am Ende ein schöner Tag für alle sei: „Es soll gezeigt werden, was Aachen zu bieten hat und dabei sollenmöglichst alle abgebildet werden.“ Gerade aus dem Grund sei das Festival kostenlos: „Damit es für alle Gesellschaftsschichten zugänglich ist“. \ 25.6. „Lothringair“ Lothringer Straße ↗lothringair.de

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