Klenkes - Juni 2022

kunst 23 Verbundenheit Marjam König, Lailar Sarwar Die während der Planung der gemeinsamenAusstellung verstorbeneMutter hat die inKabul geboreneMarjamKönigmit eigenerMalerei inspiriert und bei deren Kunstweg unterstützt. Lailar Sarwar hat zuletzt die untragbar rückschrittliche Situation von Frauen im retalibanisierten Afghanistan thematisiert. Marjam König hat ihren linearen Schwarz-weiß Stil teppichhaft stilisierter narrativer Geometrie zu farbigen Landschaften aus Streifen und Linien weiterentwickelt. Verdichtung bei beiden. \dito bis 4.6. Lailar Sarwar & Marjam König – „Mutter – Tochter“ Artikel 5 – Produzentengalerie ↗artikel-5.com Zustandsbilder Henriette Echghi-Ghamsari Beobachtungen der Welt und des menschlichen Verhaltens drückt sie in aphoristischer Poesie und abstrakter Malerei mit figurativen Elementen in Bühnenterrains aus. Statt detailliertem Abbild konstatiert sie Zustände und Befindlichkeiten, an denen sie sich reibt. Die Orientierungssuche in derWelt, die Forschungsreise durch die eigene Psyche, Zweifel, Skepsis undVerwunderung verbinden sichmit spielerischer und experimentierfreudiger Freiheit in der Verwendung von Farben undDrucktechniken. \ dito bis 15.6. Henriette Echghi-Ghamsari – „Art-Traum-Bild-Raum“ Schaffrathhaus Alsdorf ↗schaffrath-haus.com Tagebuch Claudia Kallscheuer Mit Nadel und Faden schreibt die Künstlerin Alltägliches in Sessel und Stofffetzen. Fünf Jahre Daseinsbeobachtung kommentiert sie farbig und mit Restfäden in Zeilenblöcken als Tagebuchnotizen in Nessel. Humorvoll und linear verwoben wird Vergängliches zu flüchtig gestickter Information. Damenschneiderin, Modedesignerin und dann Akademiemalerin war ihr konsequenterWeg ins Persönliche und Textile als zeitgenössische Ausdrucksform. Verschriftliches Leben bekommt so körperhafte Existenz. \ dito bis 2.7. Claudia Kallscheuer – „Kann sein, dass wir uns verspäten“ Raum für Kunst Elisengalerie ↗sparkasse-aachen.de/raum-fuer-kunst Art-machine Fritz G. Rohde im Logoi Fritz G. Rohde schrieb vor 2000 mit künstlerischer Ausbildung und Erfahrung ein Programm, das es ermöglicht, abstrakte Kunstformen amComputer zu gestalten. Zehn Strukturen aus abstrakter Formwelt kann er mit Farbwahl und freienWertevorgaben in seiner Art-Machine durch Überlagern variieren, Zufallsvarianten inklusive. Kreativ sind Programmierung und Vorüberlegung der Grundvarianten Random Walk, Gravitation, Raster, Strahlung, Teilung, Farbfelder, Lissajous, Frames, Icons und Polygone. \ dito 3.6. Prof. Rohdes „Artmachine – Computerkunst + Zufall“ 19-20.30 Uhr, LOGOI – Institut für Philosophie und Diskurs ↗logoi.de Leit-Linien Oliver Dohr Der in Hamburg lebende Oliver Dohr (*1964 Schwerin), ist als Litho- und Photograph ausgebildet und schafft Druckwerke als Radierung inGrauwerten oder in sattfarbigem Siebdruck, indem er Bleistiftvorskizzen, Fotografie und Drucke zerteilt und arrangiert. Diese collagehaften Entwürfe werden drucktechnisch umgesetzt. Tänzelnde, unruhige Linien umkreisen thematisch Köpfe und Kopffüßler, die linear verwobene Beziehungen zueinander haben und oft in Dreiergruppen auf Kontaktsuche scheinen. \ dito bis 26.6. Oliver Dohr KuKuK an der Grenze ↗kukukandergrenze.eu Connections Sascha Berretz Die farbstarken Schichtüberlagerungen von Strukturen, die zum Rand hin dunkler noch Rasterstempel ahnen lassen, verdichten sich in den neuenArbeiten von Sascha Berretz zu kosmischen Nebeln aus Farbtropfeninseln. Ein Feld zu kompakten Schwarmbildungen verdichteter Einzelelemente glimmt einem geradezu barock entgegen. Andere überlagerte Gemengelagen aus nicht händisch aufgetragener Farbe ergänzen Abdruck und Tropfen durch konturlos schwarze Streifen, die die Perspektive verwirren. \ dito bis 19.6. Sascha Berretz – „Connections“ Galerie Freitag 18.30 ↗freitag1830.de Eine Wucht Kufa Makwavarara In farbstarken Wimmelbildern großen Formats versammelt Kufa Makwavarara (Kapstadt) seine ironisch aufgeladenen Beobachtungen politischer und gesellschaftlicher Verhältnisse in seiner Heimat Zimbabwe. Fehlentwicklungen und Ungerechtigkeiten symbolisiert er karikaturhaftmit lokalen Symbolen, etwa häusliche keramische Töpfe mit kulturellen Markierungen. Politik, die auf denAlltag wirkt. Der Präsident als Krokodil (Spitzname), die Korruption als Heuschrecke. Gekonnt und sehenswert. \ dito bis 18.6. Kufa Makwavarara ArtCo-Galerie Aachen ↗artco-art.com Pastfuture Hyperweirdkids bei Tim Berresheim Laura Klünter und Mario Mertgen entwickeln ihre Bildstoffe klug und gekonnt gemeinsam. Die Einzelausführungen differieren stilistisch. Sie figuriert ins renaissancelastige Männerideal, er entwirft entspannt verstörte Posen. Über allemschwebt Humor. Applizierte Realien krönen die subtil vermischenden Collagebühnen aus Bildschirmgraphik, Kunstgeschichtsrezeption und Bezugsbrillianz. UmfassendeGegenwart. Zukunft nicht in Sicht. Perspektiven in gut gelaunter Lauerstellung. Yes statt Jesses. \ dito bis 25.6. Laura Klünter + Mario Mertgen – „Mythische Körper (Pastfuture)“ Auge & Welt ↗timberresheim.de Foto: Dirk Tölke Foto: Dirk Tölke Foto: Dirk Tölke Foto: Fritz Rohde Foto: Dirk Tölke Foto: Dirk Tölke Foto: Dirk Tölke Foto: Dirk Tölke

RkJQdWJsaXNoZXIy MTk4MTUx