Klenkes - Mai 2022

32 Mai 2022 Donnerstagnachmittag. Strahlender Sonnenschein und fünf nervöse Volontär:innen, die aufgeregt vor dem Theaterplatz 13 stehen und von einem Fuß auf den anderen tippeln. Die großen, mit Bildern bedruckten Schiebetüren des Gebäudes gehen automatisch auf, darüber prangt in großen Schriftzügen das Wort „Indizio“. Wir – Anne, Alina, Kian, Lillith und Judith – dürfen heute einen der Escape Räume des Anbieters Indizio testen. DieWenigsten von uns haben so etwas vorher schon mal gemacht und wir sind ziemlich gespannt, was uns erwartet. Noch ahnen wir nicht, dass uns unser vermeintliches journalistisches Geschick dabei kein Stück weiterbringen wird. Durch das Abenteuer begleitet werdenwir vonOlga, die uns so herzlichwillkommen heißt, dass wir uns direkt wie Zuhause fühlen. In dem gemütlich eingerichteten Vorraum von Indizio gibt sie uns eine kurze Einführung in dieDos undDon’ts imEscape Raum: Nicht dieDeko zerstören, keineMöbel demolieren und auch mal umHilfe bitten, wennwir nicht weiterwissen. Die Stimmung ist aufgeladen. Wir lachen, scherzen und versuchen die aufkommende Anspannung zu unterdrücken. Schließlich ist das nur ein Spiel. Kian stellt die alles entscheidende Frage:Wie viele Leute schaffen so einen Raum nicht? Angst schwingt in seiner Stimme mit. Aber Olga beruhigt uns. Sie wird uns helfen. Schließlich gehe es um den Spaß im Raum und nicht um die Versagensängste. Jetzt wird es Ernst!Wir sitzen in demkleinenRaum, der für die nächste Stunde unsere Spielfläche darstellen wird. Die Bodendielen knarzen – und auch die alten Holzstühle, auf denen wir sitzen, ächzen unter unseremGewicht. Der Raummacht den Eindruck, als würden wir uns mitten im Auenland befinden, dem Ort wo die Hobbits in „Herr der Ringe“ wohnen. Damit wäre auch das Thema des Escape Raumes geklärt: der „Herr der Ringe“. Auf einem Tisch befindet sich eine Landkarte vonMittelerde, der Raum istmit Totenköpfen und diversenmysteriösenGegenständen dekoriert. Neben der Eingangstür, über der ein Bildschirm angebracht ist, auf dem unsere Zeit gleich durchlaufen wird, steht eine Figur, die aussieht wie Gandalf. Der gute Zauberer in der Fantasiewelt von R.R. Tolkien. Das Licht geht aus und eine dunkle, männliche Stimme beginnt zu sprechen. Es ist Gandalf, der uns umHilfe bittet. Gemeinsammit den Gefährten sollen wir mitten ins Abenteuer springen und helfen, den Ring zu zerstören. Das Licht geht wieder an. Ab jetzt läuft die Zeit. Unser einziges Hilfsmittel: ein altes, in Leder gebundenes Buch, indem unsere Aufgaben versteckt sind. Wir laufen wirr herum, untersuchen jede Tischkante, nehmen jeden Gegenstand unter die Lupe und behindern uns dabei teilweise sogar gegenseitig. Die Stimmung hat sich schlagartig gewandelt. Wir sind konzentriert, aber auch irgendwo ein bisschen verloren. Dennwennwir ehrlich sind: Die Aufgaben, die uns in demBuch gegebenwerden, sind kniffelig. Es passiert nicht nur einmal, dass wir den weißen Schalter neben der Tür drückenmüssen, der Olga signalisiert, dass wir einen Hinweis brauchen. Mit dessen Hilfe kriegen wir es aber hin und lösen nach und nach die Rätsel. Die erfordern von uns vor allemRuhe: dennwirmüssen kombinieren und wie man so schön sagt „über den Tellerrand schauen“. Gar nicht so einfach. Währenddessen läuft die Zeit unablässig weiter. Zwischenzeitlich werden wir hektisch. Etwa beim Lösen des Rätsels, wofür wir den Pfeil benötigen. Ratlose Gesichter treffen auf die Erleuchtung, wenn uns wieder ein Hinweis weiterhilft. Natürlich bleibt es nicht nur bei dem einen Raum, mit der Zeit wandern wir durch verschiedene Szenarien. Es fühlt sich ein bisschen an wie Detektiv spielen – aber leider fehlt uns die Expertise. In den letzten Zügen wird es noch einmal richtig spannend. Schaffen wir es in der Zeit, den Ring zu vernichten?Wieder rennen wir herum, der Umgangston ist mittlerweile reservierter. Wir sind erschöpft. Noch fünf Minuten. Und wir haben die alles entscheidende Aufgabe falsch verstanden. Noch vier Minuten.Mittlerweile diskutierenwir undwerdenwieder hektischer. Was haben wir falsch gemacht? Noch dreiMinuten.Wir versuchen ein letztesMal zu improvisieren. Gespannt wartenwir darauf, ob es funktioniert. Und Voila – es hat geklappt. Noch zwei Minuten und wir haben das Rätsel gelöst. Die Tür geht auf, Olga betritt den Raum. „Super, ihr habt es geschafft“, sagt sie und wir nicken erleichtert. Das war purer Nervenkitzel. Olga lobt unsere Teamfähigkeit und vor allem unsereGruppenHarmonie.Wir freuenund schon auf das nächste Escape Abenteuer! \ aha ↗indizio.de Von links nach rechts: Lillith, Judith, Alina, Anne und Kian auf den Spuren von „Herr der Ringe“ im Escape-Room von Indizio. abenteuer Nur ein Spiel? Escape-Rooms erfreuen sich immer mehr an Beliebtheit. Gerade für Gruppen bieten solche Räume sowohl großen Spielspaß als auch die Flucht aus dem Alltag. Wir haben den „Herr der Ringe“-Escape-Raum von Indizio getestet. Fotos: Alina Hasky #umweltbewusstmobil Unsere Mission Der Film zur Mission Jetzt kostenlos anmelden unter: Ein Produkt aus dem aachener-zeitung.de/ newsletter-aachen aachener-nachrichten.de/ newsletter-aachen Neuigkeiten aus der Stadt Aachen Der neue Stadt-Newsletter für Aachen — mit allem, was Sie aus Ihrer Stadt wissen müssen. Jeden Samstag um 8 Uhr in Ihrem Postfach!

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