Klenkes - Mai 2022

Karin Odendahl zeigt im Eschweiler Kunstverein Arbeiten, die von frühen Collagen auf Acryl, auch in Zylinderform, über Treppen und architektonische Versatzstücke zu Raumgefügen führen. Besonders ihre Aufenthalte in Tiflis in Georgien und in Tel Aviv in Israel boten die Grundlage für ihre aktuellen Arbeiten. Die weiße Siedlung in Tel Aviv mit ihren Bauhausbauten waren in der architektonischen Strenge Anlass für Detailaufnahmen, die dann in Aachen ein weiteres Mal belichtet wurden und spannende Überlagerungen von Formwelten boten, die ohne Korrekturmöglichkeit zur Auswahl standen. Daher „here & here“. Wo ist Vertrautheit, wo ist Fremde, wie trägt man beides in der Erinnerung mit sich. Die an Lost places gemahnenden Orte in Georgien, in denenMenschen ihreWohnstatt eingerichtet haben, ohne sonderlich die Substanz zu verändern, schaffen mit den Bewohnern eine eigenartig befremdliche Atmosphäre, die die Fotografien festhalten. Liebe, Empathie, Ruhe, Verletzlichkeit, Hoffnung, Vergänglichkeit, Trauer, Stagnation. Mit demMittel der Collage und der Kopplung kommt Karin Odendahl dem Phänomen näher. \ dito 1.-22.5. Karin Odendahl – „Here & here“ Eschweiler Kunstverein (Talbahnhof) ↗eschweiler-kunstverein.de 27 fotogra/e Gefüge „Here & here“ – Karin Odendahl fotogra/e Grafische Dopplung Ales Vega – „Erinnerung an Fukushima“ Wie stelltmanKatastrophen dar, wenn es umdieWirkung aufs Gemüt, umdie Zukunftshoffnung, um Enttäuschung über Entscheider, um Verstörung geht. Nicht der Vorfall selbst und seine landschaftlichen und architektonischen Auswirkungen sind dabei Bildthema. Ales Vega erinnert an Fukushima über die Gebärden und dieMimik eines asiatischenModells, das in ästhetischen Bildernmit gezielten UnschärfenHaltung einnimmt zu einem unhaltbaren Zustand, der weiter andauert und an den zu erinnern nötig ist. Die eingesetztenMittel dafür sind allerdings höchst ungewöhnlich für einen solchen Zweck. Farbverschiebungen und fotografische Dopplungen werden gekonnt provoziert und eingesetzt, um im Zusammenspiel mit den freien Emotionen des Models ablesbare Wirkungen zwischen Trauer und Entsetzen festzuhalten. Neben den Farbaufnahmen werden in der Raststätte auch Schwarz weißFotografien stehen. \ dito 26.5.-5.6., Eröffnung 26.5., 15 Uhr Konzert 5.6., 16 Uhr Ales Vega – „Erinnerung an Fukushima“ Raststätte ↗alesvega-fineart.de Ales Vega: „Erinnerung an Fukushima“ Foto: Dirk Tölke Karin Odendahl: „Flieg“ Foto: Dirk Tölke Sonntag 01.05.2022 Ludwig Forum Aachen Freier Eintritt 10– 17Uhr Kaffee & Kuchen Café mit kleinen Speisen 10– 16Uhr One Day in May Offener Workshop für Familien, Freunde & Neugierige stiftung.sparda.west spardastiftung 11 / 13 / 16Uhr Familienführungen Adresse Ludwig Forum Aachen Jülicher Straße 97–109 52070Aachen ludwigforum.de 12Uhr Führung durch „Geometry and Flowers“ mit Holger Otten, Kurator 16Uhr Führung durch „Rosemary Mayer. Ways of Attaching“ mit Eva Birkenstock, Direktorin stiftung-spardawest.de Es gelten die tagesaktuellen Coronaschutz-Regeln. Bildcredit: Photo of Rosemary Mayer installing Some Days in April, 1978, Hartwick, New York, © The Estate of Rosemary Mayer, New York

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