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Anzeigensonderveröffentlichung 23 EURODE-MAGAZIN Fortsetzung von Seite 22 „Ich sage immer, das ist unser industrielles Vermächtnis“, fügt Franz-Josef Küppers an. Grundsteinlegungen, Werke in Betrieb, besondere Betriebsabläufe, Forschung und neue Entwicklungen, Luftbildaufnahmen und vieles mehr hat das Vermächtnis zu bieten und liefert damit reichlich Ansätze, einzelne Themenfelder genauer zu beleuchten, mit anderen Quellen abzugleichen und sogar Fehler/Widersprüche vorheriger Veröffentlichungen klarzustellen und daraus resultierende Kenntnisse öffentlich zu machen. Dass das Aachener Revier geschätzt „nur“ rund fünf Prozent der Sammlung ausmacht, was immerhin allein rund 8000 Fotos entspricht, trübt die Freude nicht im Geringsten. Den einstigen Bergleuten macht es nämlich große Freude zu sehen/zu vergleichen wie Kollegen anderswo früher gearbeitet haben und mit welcher Technik, und ziehen daraus ihre Schlüsse. Details können dabei sehr wichtig sein: Etwa über in fernen Zechen verwendetes Werkzeug und Maschinen, die zu erkennende Bergmannskluftinklusive des (Leder)Helms oder wo und wie lange noch Grubenpferde im Einsatz waren. „Ein Bergmann hatte in früheren Zeiten für die Betreiber einen Wert von zwei Talern, ein Grubenpferd mitunter den tausendfachen Wert“, erinnert Horst Bittner an frühere Bergbauzeiten und hat nach der Sichtung etlicher Fotos der Großsammlung „große Zweifel“, ob in Merkstein in einer bestimmten Dekade überhaupt noch Grubenpferde zum Einsatz gekommen sind, wie einige Quellen angeben. „Viele Quellenfehler wurden lange festgeschrieben, die oft erst viel später als solcher erkannt wurden und korrigiert werden mussten“, weiß der Experte und Autor. Begeistert sind die Merksteiner Vereinsmitglieder immer wieder von der rasanten technischen Entwicklung im Bergbau und da ebenfalls überaus detailversessen. Ideal für die eine oder andere Runde „Bergmännisches Fachsimpeln“ für Fortgeschrittene. Plötzlich auftauchende Überraschungen sind ein Grund für das intensive, manchmal stundenlange Stöbern im Fotoarchiv. „Wir fanden tatsächlich schon bergmännische Fotos mit Motiven, die keiner von uns zuordnen konnte. Sogar hier im Aachener Revier: zum Beispiel den Seilwechsel auf Emil-Mayrisch in Siersdorf“, freut sich Bittner schon auf weitere Sichtungen dieser Art. „Dass es in Kerkrade mal 56 Schächte gab, weiß ich auch erst seit gestern“, verblüfft Bittner ebenso. Seitdem der Verein zumindest Teile des Archivs über das Internet fast täglich publik macht, steigt das öffentliche Interesse an der Sammlung. Sogar Denkmal-Experten von Landesbehörden aus NRW haben schon angefragt, ob Material vorliegt, um eine Dokumentation für die „Rheinische Nachbergbauzeit“ in Sachen Braunkohle-Abbau zu erstellen. Möglich ist es, da der Fotoschatz selbstverständlich mit Braunkohle-Themen angereichert ist. Weitere Anfragen in punkto Archiv-Nutzung sind über die Vereinsmail bergbaudenkmal-adolf@t-online.demöglich. Nach Einschätzung der Merksteiner Bergbau-Spezialisten könnten noch viele Schätze in der Sammlung schlummern und nicht zuletzt weitere Buch-Projekte. Vorstellbar sei beispielsweise ein Buch über Kleinzechen im Raum Eschweiler, über die das Archiv eine Menge „erzählt“. Und ja, die vollständige Digitalisierung des gesamten Materials steht wohl noch ein paar Jahre auf dem Wunschzettel des Vereins, zumal eine gewisse Qualität der Auflösung angestrebt wird. Ein Anfang dafür ist gemacht – bislang jedoch nicht mal ein Prozent aufbereitet. Es bleibt noch viel zu tun für die Archivabteilung. „Ein Mammutprojekt!“, sind sich alle im Vorstand einig und träumen zumindest in Sachen Digitalisierung von externer Unterstützung, um schneller voranzukommen. Der Aachener Raum habe so oder so diesbezüglich Priorität. Ein Ziel in Sachen Archiv ist die Einrichtung eines Terminals (Computer-Arbeitsplatz), an dem etwa Geschichtsvereine aus der Nachbarschaft „mitforschen“ könnten. Spätestens beim nächsten Geschichtsmarkt in den Vereinsräumen am 4. Juni 2023 soll die geerbte Fotosammlung ebenfalls eine große Rolle spielen, blicken die Vereinsmitglieder aus. Verändern wird sich bis dahin darüber hinaus einiges auf dem Gelände: neue Beleuchtungs-Technik und weitere „Erlebnisräume“ entstehen. (phan) Vereinsarchivar Hermann-Josef entdeckt beim Stöbern in der riesigen Fotosammlung, die größtenteils hinter ihm im Regal lagert, immer wieder Überraschungen. Foto: Stephan Tribbels Da wo sich bis 1978 Straßenbahnen und Busse sammelten, kaufen die Menschen in Herzogenrath-Kohlscheid heute ein. Familie Adebahr betreibt den Edeka Markt an der Kaiserstraße seit 14 Jahren und hat das 120 Jahre alte Gebäude von Ende Juni bis Ende August kernsaniert. Entstanden ist ein moderner Lebensmittelmarkt mit vielen Elementen, die an das alte Depot erinnern. Auf 1.400 m² bietet EDEKA Adebahr nun um die 25.000 Produkte. Höhepunkte sind die Obst- und Gemüseabteilung und die gegenüberliegenden Bedientheken, beides mit großem Bio-Sortiment. Worauf Felix Adebahr ebenfalls stolz ist: Das neue, selbst betriebene Bistro, direkt neben der Bäckerei Büsch. EDEKA ADEBAHR || KAISERSTRASSE 131 || 52134 KOHLSCHEID-HERZOGENRATH || ÖFFNUNGSZEITEN: 07.00 –21.00 UHR WIR FREUEN UNS AUF SIE ! Familie Adebahr + das ganze Team!

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