CHIO Turnierzeitung

Erfolgspferd von Isabell Werth wird mit einer Gala geehrt > SEITE 5 Abschied von Bella Rose Pauline Riedls Motto: „Don‘t Stop Me Now“ > SEITE 6 Voltigiererin aus Aachen TurnierZeitung Sonntag, 26. Juni 2022 PRÄSENTIERT VON Willkommen beim CHIOAachen 2022 Jetzt geht es los: Mit Wind mehr bewegen wirfuerdasklima.de Jetzt Ökostrom bestellen!

Anzeigensonderveröffentlichung 2 TurnierZeitung Ein buntes Programm ab 13 Uhr Der CHIO Aachen ist schon immer Spitzensport und Volksfest zugleich gewesen. Und wie beliebt das Aachener Reitturnier ist, zeigt sich am Soerser Sonntag, wenn bei freiem Eintritt zig Tausende über den Turnierplatz schlendern, shoppen, essen, trinken und sich von einem bunten Rahmenprogramm unterhalten lassen. Das beginnt um 11.30 Uhr mit dem ökumenischen Gottesdienst unter dem Motto „Der Sonne zugewandt: Gemeinsam – getragen“ im Deutsche-Bank-Stadion. Um 13.15 Uhr startet dann auf dem Abreiteplatz Springen ein buntes Programm für Jung und Alt. Nach der Begrüßung durch CHIO-Maskottchen Karli wird ab 13.20 Uhr Andreas Wintgens einen spannenden Einblick in die Disziplin Fahren geben. Wie man sein Pferd zu einem sicheren und zuverlässigen Partner machen kann, demonstriert ab 13.35 Uhr Yvonne Gutsche. Dann wird es bunt: Um 13.55 Uhr galoppiert die Pony-Springquadrille „Die Cowboys & Indianer“ der Reitschule Evelyn Biesenbach durch die Soers. Anschließend präsentieren die Therapiehöfe aus Aachen sich und ihre Arbeit unter dem Motto „Ein Hoch auf die Jugend“. Wer hat in der Jugend nicht spannende Bücher über Wildpferde gelesen – in Aachen kann man sie erleben: Trainer des „Mustang Makeovers“ präsentieren ab 14.25 Uhr ihre Arbeit mit den Mustangs, die bis vor kurzem noch in der Wildnis lebten. Nach einer Freiheitsdressur von Jesse Drent mit Shetty Macho wird um 14.45 Uhr der Voltigierverein Köln-Dünnwald die Disziplin Voltigieren präsentieren. Es folgen die Pony-Quadrillen Team Emsland unter dem Motto „96 Hufe tanzen zur Musik“, bevor Yvonne Gutsche mit ihrer Show „Vertrauen in Perfektion“ das Programm beendet. Daneben wird ab 13 Uhr unter dem Hallendach am Abreiteplatz Springen für alle Kinder Ponyreiten, die rollende Waldschule sowie der Spieleanhänger der Rheinischen Landjugend angeboten. (rau) Am Soerser Sonntag erleben die Zuschauer Wildpferde, Pony-Quadrillen, Cowboys und Indianer sowie vieles mehr. Auch das CHIO-Ladendorf lädt am Soerser Sonntag zum Bummeln ein. Foto: Andreas Steindl Eine Weltpremiere mit den „Höhnern“ Die Kölner Band hat eine Hymne für den CHIO Aachen komponiert, die erstmals im Rahmen der Eröffnungsfeier am Dienstag öffentlich gespielt wird. Auch Wincent Weiss wird singen. „In diesem Moment“ heißt der eigens für den CHIO Aachen komponierte Song. Und der stammt aus der Feder der „Höhner“, jener Kölner Band, die weit über die Domstadt am Rhein und weit über den Karneval hinaus beliebt und populär ist. Die Band um ihren Sänger Henning Krautmacher, der Ende des Jahres das Mikro übergeben und seine Karriere beenden wird, wird im Rahmen der Eröffnungsfeier am Dienstag ab 20 Uhr (live im WDR am 20.15 Uhr) performen. „Der CHIO Aachen ist großartig“, sagt Frontmann Krautmacher, „da war es allerhöchste Zeit für eine Hymne.“ „Es ist eine Ballade, die perfekt zum CHIO und seinen großen Emotionen passt“, sagt Höhner-Keyboarder Micki Schläger, der schon oftin der Soers zu Gast war und den Kontakt herstellte. Bisher hat noch niemand den Song hören dürfen, es wird also eine Weltpremiere geben. Die Eröffnungsfeier steht unter dem Motto „Welcome to the Festival“. Und sie soll „bunt und fröhlich, laut und spannend“ werden, wie Regisseur Uwe Brandt verspricht. Es wird ein Abend mit 200 Pferden, 500 Mitwirkenden und ganz viel Musik, denn neben den „Höhnern“ wird auch Wincent Weiss auftreten. Und es wird sportlich mit den „Parkour“-Läufern der „FlyGuys“ aus dem Ruhrgebiet, die neben und über eine Bühne klettern, fliegen und springen. Vielseitigkeits-Olympiasiegerin Julia Krajewski und -Europameisterin Ingrid Klimke werden mit ihren Pferden gegen zwei der „Parkour“-Läufer antreten. Wer wird schneller sein, Mensch oder Pferd? „Mensch!“, rufen die „Parkour“-Läufer. „Pferd“, sagen Klimke und Krajewski. Es wird auf jeden Fall spannend, denn nicht immer haben in der Vergangenheit die Pferd-Reiter-Kombinationen die rasanten Duelle gewonnen. Das weckt natürlich den Ehrgeiz der beiden Amazonen. Dazu gibt es wie immer ganz viele Pferde, darunter ein ganz besonderes: Doppel-Weltmeisterin und Olympiasiegerin Bella Rose wird noch einmal unter Isabell Werth im Hauptstadion erscheinen und sich vom Aachener Publikum verabschieden. Mit einer Gala am Freitagabend, bei der die Fuchsstute ein letztes Mal ihre Kür zeigt, wird die 17-Jährige endgültig „in Rente“ verabschiedet. Die „Höhner“ um Henning Krautmacher (Vierter von links), CHIO-Chef Frank Kemperman und Uwe Brandt, Regisseur der Eröffnungsfeier. Foto: CHIO Aachen/Andreas Steindl Impressum Turnier Zeitung Verlag: Medienhaus Aachen GmbH Dresdener Str. 3, 52068 Aachen Geschäftsführer: Andreas Müller Redaktion: Thomas Thelen Chief Content Officer Verantwortlich für den Inhalt i.S.d. § 8 Abs. 2 Landespressegesetz NRW Anzeigen: Jürgen Carduck Leiter Werbemarkt Verantwortlich für Anzeigen i.S.d. § 8 Abs. 2 Landespressegesetz NRW Druck: Euregio Druck GmbH Dresdener Str. 3, 52068 Aachen Ein Produkt aus dem

Anzeigensonderveröffentlichung 3 TurnierZeitung Otto Becker hat die Qual der Wahl Ein wenig enttäuscht war Daniel Deußer schon, dass er – ebenso wie Christian Ahlmann – nicht für die Springequipe beim CHIO Aachen nominiert ist. „Aber wir haben momentan viele starke Paare und eine gute Mannschaftam Start. Und für mich birgt die Woche ja auch viele Highlights“, sagt Deußer, der 2021 den „Großen Preis von Aachen“ gewonnen hatte. Mit Killerqueen wird er versuchen, den Vorjahreserfolg zu wiederholen und damit nach dem Briten Scott Brash 2015 als Zweiter den Rolex-GrandSlam mit drei Siegen zu knacken. „Es war speziell, sich zu den großen Namen auf der Siegertafel hinzugesellen zu dürfen. Und es wäre toll, das zu wiederholen, aber angesichts der Konkurrenz wird das schwer“, verweist der 40-Jährige auf die Teilnehmerliste, denn allein 16 Reiter aus den Top 20 werden an den Start gehen. Aber unmöglich ist es nicht: „Killerqueen fühlt sich sehr wohl in Aachen. Aber für mich ist Christian Ahlmann einer der Favoriten.“ Ahlmann wird beim CHIO ebenfalls als Einzelreiter am Start sein. Ebenso wie u.a. Ludger Beerbaum, Hans-Dieter Dreher, Katrin Eckermann sowie der Deutsche Meister Mario Stevens. „Daniel, Christian und ein, zwei andere habe ich natürlich im Blick, wenn es um die Berufung ins WM-Team geht“, sagt Otto Becker. Der Bundestrainer der deutschen Springreiter hat neben Marcus Ehning, Europameister André Thieme, Christian Kukuk, Janne-Friederike Meyer-Zimmermann und Jana Wargers in die Aachen-Equipe berufen – auch um die Paare noch einmal mit Blick auf die Weltmeisterschaften im dänischen Herning (6. bis 14. August) zu testen. „Marcus und Stargold sind natürlich schon erfahren, waren ja 2021 schon im EMTeam dabei, aber für die anderen Reiter ist es der erste Team-Start in Aachen auf diesen Pferden“, ist Becker gespannt, wie sich seine Equipe schlagen wird. An den Nationenpreis im vergangenen Jahr hat Marcus Ehning schmerzhafte Erinnerungen. Sein A la Carte war auf dem Abreiteplatz gestürzt, Ehning hatte einen Moment sogar das Bewusstsein verloren und war zur Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Pferd und Reiter erlitten zwar keine ernsthafte Verletzung, aber für Ehning war der CHIO beendet. Ohne ihn landete die deutsche Equipe seinerzeit nur auf Rang sechs. André Thieme war im September 2021 Europameister geworden, hatte mit dem Team zudem Silber gewonnen. Anschließend hatte er Chakaria eine Pause bis Ende des Jahres gegönnt und dann in den USA überwintert. „Seine Stute ist super in Schuss, hat das in Mannheim, Hamburg und Sopot, wo sie zur Equipe gehörten, unter Beweis gestellt“, so Becker. In Mannheim hatte der 47-jährige Mecklenburger gewonnen, war in Hamburg Zweiter im Großen Preis geworden und hatte zum deutschen Nationenpreis-Sieg in Sopot wie auch Janne-Friederike Meyer-Zimmermann zwei Nullrunden beigesteuert. „Das läuftrichtig gut bei ihm“, ist Becker zufrieden. Unglaublich schnell war Meyer-Zimmermann in den Sattel zurückgekehrt, erst im Januar war die 41-Jährige erstmals Mutter geworden. Unter anderem gewann sie den Großen Preis in Hagen und war Dritte in Sopot, jeweils im Sattel von Messi van’t Ruytershof. Den zehnjährigen belgischen Wallach hat sie seit fünf Jahren unter dem Sattel und behutsam aufgebaut. Ihr Traum vom Start mit ihm in einem Nationenpreis hatte sich schon in Sopot erfüllt, Aachen ist die zweite Nominierung und die junge Mutter eine Option für die WM. Sie steht schon auf der berühmten Siegertafel: 2011 gewann die Hamburgerin den „Großen Preis von Aachen“ auf Lambrasco. Zum Silber-Team bei der EM 2021 hatte Christian Kukuk gehört, mit Mumbai war er auch bei den Olympischen Spielen in Tokio am Start, allerdings nur im Einzel, verpasste das Finale knapp. In Aachen ist es für den Schimmelhengst, den Kukuk seit 2019 reitet, der erste Nationenpreis-Start. Noch nicht ganz so bekannt ist in der breiten Öffentlichkeit Jana Wargers, auch wenn sie 2021 schon in der Soers am Start war, belegte u.a. mit Limbrigde als beste Deutsche Platz drei im „Preis von Nordrhein-Westfalen“. Seit Frühjahr 2021 lebt und arbeitet die 30-Jährige zusammen mit ihrem italienischen Partner Michael Cristofoletti auf der AshfordFarm im belgischen Bocholt. „Mit Limbridge hat sie ein Top-Pferd zur Verfügung, das vor allem zuletzt konstant eine Top-Leistung zeigt und schon in den Nationenpreis-Teams in Rom und La Baule dabei war“, so der Springreiter-Bundestrainer. In Rom war Wargers Zweite im Großen Preis geworden. „Das wird eine interessante Woche in Aachen“, freut sich Otto Becker. „Noch ist keine Entscheidung in Sachen WMTeam gefallen.“ Vorausgesetzt alle Pferde bleibenfit, dürften diese fünf Paare plus Deußer und Ahlmann den Weg auf die Longlist für die WMfinden, die im Anschluss an den CHIO Aachen aufgestellt wird. „Aber wir werden danach zeitnah die fünf Reiter für Herning benennen“, verspricht Becker. (rau) 16 der Top 20in der Welt werden ab Dienstag in den Parcours gehen. Neben Daniel Deußer (9) und Christian Ahlmann (20) kommen u.a. der Weltranglisten-Erste Martin Fuchs (Schweiz), die Briten Ben Maher (4), Harry Charles (17), Scott Brash (18), Conor Swail (Irland, 5), Marlon Modolo Zanotelli (Brasilien, 7) sowie der Österreicher Max Kühner (14), der 2021 den „Preis von Europa“ gewonnen hatte. Für Brasilien steht zudem Rodrigo Pessoa auf der Startliste. Acht Teamswerden im Nationenpreis antreten: Deutschland, Belgien, Brasilien, Frankreich, die Niederlande, die Schweiz, die USA und nach längerer Abstinenz Großbritannien – mit dabei Altmeister John Whitaker (66). (rau) 16 Springreiter der Top 20 aus der Weltrangliste starten beim CHIO 2022 Sieger im Großen Preis 2021: Daniel Deußer. Foto: Thomas Rubel „Das wird eine interessante Woche für uns in Aachen.“ Otto Becker, Bundestrainer der Springreiter Daniel Deußer, Sieger 2021 im Großen Preis, reitet nicht in der Equipe. Silvia Staritz - Tel. 0 24 02 / 9 74 48 55 www.abbruch-star.de Alles NEU! Wir schaffen Platz für Neues! Silvia Staritz – Ihr zuverlässiger Partner für alle Bereiche von Abbrucharbeiten, Erdarbeiten und Entkernung. ✓Abbruch ✓Erdarbeiten ✓Entkernung Abbrucharbeiten | Erdarbeiten | Entkernung Silvia

„Aachen war mein Ziel“ Reiten wollte sie schon früh, „doch erst nach meiner Kommunion durfte ich dann aufs Pferd, da mein Vater Angst hatte“, blickt Theresa Friesdorf zurück und lacht. Das hat sich geändert: „Inzwischen ist er mein eifrigster Turnierhelfer.“ Unterstützung in der Vorbereitung, aber auch mental ist in der kommenden Woche besonders wichtig, denn erstmals wird die 20-Jährige beim CHIO Aachen in den Prüfungen für die U25 starten. „Das ist so aufregend, Aachen war mein Ziel“, freut sich die 20-Jährige, die in Vettweiß zu Hause ist und für den RV Deutschritter Düren reitet. Längst gehört sie in ihrer Altersklasse zur nationalen Elite, wurde gerade als Reservistin für das Junge-Reiter-Team bei der Dressur-Europameisterschaftim britischen Hartpury (25. bis 31. Juli) nominiert. Nachdem sie ihren Vater überredet hatte, startete Theresa Friesdorf ihre Reitkarriere wie so viele Kinder ganz normal im Reitstall in Kreuzau. Zuerst auf Ponys, dann auf Großpferden, und mit Formelli folgten erste Erfolge bis Klasse S. Formelli und Shadow „Ich habe fünf Jahre lang bei Antonius Holland in Kerpen trainiert“, erzählt die 20-Jährige, die neben ihrem eigenen Pferd Formelli bis 2019 Shadow zur Verfügung gestellt bekam. Mit beiden ritt sie erfolgreich auf S-Niveau, mit Formelli auf Zwei-Sterne-, mit Shadow auf Drei-Sterne-Niveau. „Formelli gehört jetzt meiner Freundin, die ich trainiere“, erzählt die junge Dressurreiterin. Von Holland wechselte sie zum Training zu Jochen Bender (Mülheim an der Ruhr) und begab sich mit ihm auf die Suche nach einem neuen Sportpartner für die U21-Tour. Ein Lehrgang sollte vieles verändern – Friesdorf trainierte bei Isabell Werth in Rheinberg. Und fand dort im Januar 2020 ihr neues Pferd – Quotenkönig. Der jetzt 13-jährige Dunkelfuchs, ein Sohn des Quarterback, war 2012 Prämienhengst der Körung in Münster, wurde aber 2018 kastriert, weil er sich ganz auf den Sport konzentrieren sollte. Seine Besitzer gaben ihn in den Stall von Isabell Werth zur Ausbildung, wo er von ihrem Bereiter Niklaas Feilzer bis S*** ausgebildet wurde. „Quotenkönig war ja lange Hengst und liebt es, sich zu präsentieren. Und wenn ich alles richtig mache, dann macht er auch alles richtig“, gerät seine Besitzerin über ihn ins Schwärmen. Mit dem schicken, im Hengsttyp stehenden Wallach gelang ihr schnell der Aufstieg, abzulesen an der Berufung in den Bundeskader der Jungen Reiter. „National haben wir schon Zwei-Sterne-Prüfungen gewonnen, aber international hat es bisher nur zu zweiten Plätzen gereicht“, erzählt Friesdorf lachend. So u.a. zuletzt in Le Mans, wo sie mit dem deutschen Junge-Reiter-Team Zweiter im Nationenpreis hinter Großbritannien und zudem im Einzel Zweite wurde. Im Mai kam Platz fünf im „Preis der Besten“ hinzu, und zuletzt, bei den Future Champions in Hagen, brachten ihr zwei dritte und ein sechster Platz die erste EM-Nominierung, wenn auch als Reserve, ein. „Aber darüber habe ich mich trotzdem sehr gefreut.“ Es ist ihr letztes Jahr im Lager der Jungen Reiter, in der nächsten Saison muss die Vettweißerin bei den Senioren starten. „Quoti“, wie ihr Vierbeiner liebevoll genannt wird, bringt gute Voraussetzungen für ein GrandPrix-Pferd mit. „Einer- und Zweierwechsel liebt er geradezu, sein starker Galopp ist zudem sein Highlight. Und auch Piaffe und Passage liegen ihm, wir wollen uns dann gemeinsam auf das höhere Niveau weiterentwickeln“, so Friesdorf. Das tägliche Reiten bei Isabell Werth tut sein Übriges: „Es ist eine unfassbare Möglichkeit, von ihr lernen und bei ihr reiten zu dürfen. Und es pusht ungemein, immer sein Bestes zu geben, wenn man täglich mit ihr reitet.“ Im Januar 2021 begann Friesdorf eine Lehre zur Pferdewirtin im Stall Werth – neben dem Studium. Seit November studiert sie Medien- und Kommunikationsmanagement in Köln, wo sie inzwischen auch lebt. „Da ich zugleich studiere, muss ich nicht in die Berufsschule, sondern nur die Prüfung ablegen“, erläutert die 20-Jährige, die 2023 den Bachelor in der Tasche haben möchte, danach den Master draufsetzen und 2025 die Prüfung zur Pferdewirtin abschließen will. „Am liebsten wäre mir dann ein Job in der Turnier- oder Auktionsorganisation“, würde die 20-Jährige gerne beides verbinden. Jetzt steht erst einmal der CHIO Aachen an. „Wir haben das Turnier jedes Jahr besucht, es geht ein Traum in Erfüllung, da selbst reiten zur dürfen. Das ist das Highlight.“ Nach der EM ist noch der Start bei der DJM in Verden (8. bis 11. September) geplant. „Zum Abschied der Junge-Reiter-Zeit, und dann werde ich den Umstieg auf Grand-Prix-Niveau angehen.“ (rau) Vettweißerin Theresa Friesdorf startet beim CHIO in der Dressur der U25. Als Reserve ins EMTeam berufen. Ukrainerin Diana Borovyk startet Zwölf Reiter aus acht Nationen starten in der U25-Dressur. Für Deutschland reiten neben Theresa Friesdorf zudem Anna Derlien (Pattensen) mit Holly Golightly und der frühere, dreifache Pony-Europameister Moritz Treffinger (Oberderdingen) mit Superstition. 2021 hatte Marten Luiten (Niederlande) beide Prüfungen um den „Preis der Liselott und Klaus Rheinberger-Stiftung“ gewonnen. Geritten wird am Freitag und Samstag. Aus der Ukraine ist Diana Borovyk mit Baby Royal am Start. Die 20-Jährige, die vor dem Krieg in ihrem Heimatland fliehen musste, erhielt ein Stipendium der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) basierend auf dem bestehenden FEI Solidarity Athlete Scholarship Programm. Gemeinsam mit ihr wurden Dressurreiter Danylo Konovalov sowie die beiden ukrainischen Springreiter Oleksandr Prodan und Anastasia Bondarieva ausgewählt. Endziel ist, die Ukraine bei den FEI-Meisterschaften 2022 und 2023 zu vertreten. QR-Code und Starterlisten Die Starter- und Ergebnislisten stehen digital zur Verfügung, entweder in der kostenlosen CHIO-Aachen-App, oder via QR-Code, der gescannt werden kann. Der Verzicht auf das Verteilen ausgedruckter Exemplare ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Die kostenlosen Online-Listen verfügen über ein „Live-Scoring“, die Liste wird automatisch digital mitgeschrieben und ist somit stets topaktuell. Anzeigensonderveröffentlichung 4 TurnierZeitung Hat keinen weiten Weg von Vettweiß zum Turnier: Theresa Friesdorf startet erstmals beim CHIO Aachen wird ihr Top-Pferd Quotenkönig in der U25-Prüfung satteln. Foto: Mirka Nilkens „Es geht ein Traum in Erfüllung, da selbst reiten zur dürfen.“ Theresa Friesdorf Championat der Quadrillen Es ist immer wieder ein großer Spaß dabei zuzuschauen – beim Quadrillen-Championat. Am Freitagabend, 21 Uhr, im Dressurstadion reiten je vier Starter der verschiedenen Kreisverbände eine muntere Kür zur Musik. Und manche Quartette sind passend dazu verkleidet und auch die Pferde geschmückt. Gewertet werden die Ausführung und die künstlerische Gestaltung.

Zwei Newcomer in der Equipe „Wir sind mit einem etwas anderen Team unterwegs als in den vergangenen Jahren. Aber so bekommen auch mal andere die Chance, sich auf dem großen Parkett zu zeigen.“ Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte ihre Equipe gleich nach den Deutschen Meisterschaften in Balve benannt, schickt Isabell Werth (Rheinberg) mit Quantaz, Frederic Wandres (Hagen) mit Duke of Britain, Benjamin Werndl (Aubenhausen) mit Famoso und Ingrid Klimke (Münster) mit Franziskus ins Rennen. Reservistin ist Helen Langehanenberg (Billerbeck) mit Annabelle. Nur in der CDITour wird Showtime, in Balve unter Dorothee Schneider (Framersheim) Spécial-Sieger, gehen, da er nach einer längeren Verletzungspause mit Blick auf die WM Anfang August aufgebaut werden soll. Wandres erneut dabei „Isabell und Quantaz gehörten 2021 in Aachen zum Team. Da gewannen sie den ,Großen Dressurpreis‘, die Kür, ebenso wie in Balve“, so Theodorescu. „Frederic Wandres war auch schon 2021 dabei. Er gewann Silber, hat sich in diesem Jahr sehr konstant gezeigt und seine Leistung verbessert.“ Eine Überraschung ist Ingrid Klimke. Die Vielseitigkeits-Europameisterin reitet oftauch in der Dressur, überzeugte in Balve auf Franziskus mit Bronze. „Sie überzeugt, ebenso wie Benjamin Werndl, dessen Famoso immer konstanter geht.“ Beim CHIO Aachen dürfte das stark besetzte dänische Team die größte Konkurrenz der Deutschen im Nationenpreis sein. „Ich schau nie nach der Konkurrenz, damit bin ich immer gut gefahren“, sagt Theodorescu und zwinkert. (rau) Anzeigensonderveröffentlichung 5 TurnierZeitung Dänen trumpfen vor der WM auf Cathrine Dufour als Favoritin für den „Großen Dressurpreis“ gehandelt. „Ich denke, dass Cathrine Dufour die Favoritin ist“, sagt Isabell Werth, 2021 auf Quantaz Siegerin in der Kür um den „Großen Dressurpreis von Aachen“ mit Blick auf die Teilnehmerliste für den CHIO Aachen. Die Dänen haben im Vorfeld der Weltmeisterschaften im dänischen Herning ein starkes Team in die Soers geschickt, mit Cathrine Dufour, die auf Bohemian bei den Europameisterschaften 2021 Kür-Silber hinter Jessica von Bredow-Werndl gewonnen hatte und im Weltcup-Finale im April in Leipzig hinter der Olympiasiegerin mit Vamos Amigos Zweite geworden war. Beide Pferde hat sie für Aachen gemeldet. Daniel Bachmann Andersen, Carina Krüth und Nanna Merrald komplettieren das Team. Angeführt von Dinja van Liere, die 2021 den Grand Prix gewonnen hatte, schicken die Niederländer – im vergangenen Jahr Zweite vor Großbritannien – Karen Nijvelt, Marieke van der Putten und Thamar Zweistra. Dagegen decken die Briten vor der WM wie gewohnt ihre Karten nicht auf, die Olympia-Dritte Charlotte Dujardin fehlt. Es starten Lara Butler, Charlotte Fry, Susan Pape und Laura Tomlinson. Der letzte Tanz von Bella Rose „Ich gehe dann mal Schritt üben.“ Lachend verabschiedet sich Isabell Werth. Ihren Humor hat die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt nicht verloren. Vor zwei Wochen hatte sie auf Quantaz bei den Deutschen Meisterschaften in Balve Kür-Gold gewonnen – ihr nationaler 17. Titel. Doch im Nachhinein gab es in den sozialen Medien einen Aufschrei, dass ihr Pferd lahm gewesen sei. „Quantaz hat den Vetcheck ohne Probleme passiert, am Viereck sitzt ein kompetentes Richtergremium“, wunderte sich Bundestrainerin Monica Theodorescu über die Diskussionen. „Quantaz ist fit, er war es vor der DM und ist es auch danach“, unterstreicht Werth. Taktfehler im Schritt Diskussionen hatte vor allem die Schritttour in der Kür ausgelöst, bei der Quantaz keinen reinen Takt zeigte. „Er war teilweise sehr verspannt, aber die Diskussion hat mich schon sehr überrascht“, sagt Werth, wohl wissend, dass in Aachen jeder ganz genau auf die Füße ihres Pferdes schauen wird. In Balve hatte Quantaz nach einem Grand Prix, „mit dem ich sehr zufrieden war“, eine zu hohe Fehlerquote im Spécial gezeigt und war Dritter geworden. „Mit der Kür war ich deutlich zufriedener, wenn wir auch ein paar Fehler hatten und er vor allem im Schritt sehr verspannt war. Aber auch andere Pferde haben mal Taktprobleme, mit einer Lahmheit hat das nichts zu tun. Quantaz ist völligfit.“ In Balve gewann Werth mit ihrer alten Kür-Musik „Pomp and Circumstances“ mit Klängen u.a. aus „Bohemian Rhapsody“. In Aachen wird Quantaz erstmals zu seiner eigenen Musik tanzen: „Alles Songs von Bonnie Tyler, wie ,Lost in France‘ oder ,Total Eclipse‘. Ichfinde die Frau supercool und stark, und Quantaz ist ein starkes Pferd“, verrät Werth. Erstmals wird sie dieses Wochenende zu Hause dazu reiten, „die Musik wird gerade erst fertig“. Premiere auf der einen Seite, Abschied auf der anderen: 2021 in Tokio hatte Isabell Werth mit Bella Rose letztmals einen Wettkampf bestritten, mit dem Team Olympia-Gold und -Silber im Einzel hinter Team-Kollegin Jessica von Bredow-Werndl gewonnen. Beim CHIO Aachen, der pandemiebedingt ausnahmsweise im September stattfand, sollte Bella Rose vor großem Publikum aus dem Sport verabschiedet werden. Doch in der Woche zuvor musste die Fuchsstute wegen einer Kolik operiert werden. Doch ein Pferd wie Bella, wie sie genannt wird, verdient einen gebührenden Abschied. „Sie ist topfit. Und es fühlt sich an, als würde ich sie auf eine Prüfung vorbereiten und nicht auf den Abschied“, sagt die 52-Jährige und kämpftmit den Tränen, denn die Fuchsstute war immer ihr „Herzenspferd“. 2014 bei den Weltreiterspielen in der Normandie gewann sie Team-Gold und verschwand danach verletzungsbedingt vier Jahre von der Bildfläche. Niemand hatte an ihr Comeback geglaubt – außer Isabell Werth. Mit der Stute gewann Werth u.a. 2018 Einzel- und TeamGold bei der WM in Tryon sowie 2019 zwei Mal Einzel-Gold und Team-Gold bei der EM in Rotterdam. Zudem siegte sie 2019 im „Großen Dressurpreis von Aachen“. Am Freitagabend wird Bella Rose mit einer Gala im Dressurstadion verabschiedet und noch ein letztes Mal in der Kür tanzen. „Es fühlt sich an, als würde ich Bella auf eine Prüfung vorbereiten und nicht auf den Abschied.“ Isabell Werth Zeigt ein letztes Mal ihre Kür: Bella Rose unter Isabell Werth. Foto: CHIO Aachen/Arnd Bronkhorst Isabell Werths Pferd wird mit einer Gala verabschiedet. VIEL ERFOLG. CHIO TEILNEHMERN ALLEN www.horsch.de

Anzeigensonderveröffentlichung 6 TurnierZeitung Riedls Motto: „Don’t Stop Me Now“ Wenige Tage vor dem CHIO geht es in der Halle des beschaulichen Reitstalls Weber am Rande von Aachen hoch her. Mittendrin Pauline Riedl. Die 28-jährige Voltigiererin leitet parallel zu ihrem eigenen Training für ihre CHIO-Teilnahme im Einzelwettkampf das Übungsprogramm ihres Voltigierteams. Und dann kommt auch noch hoher Besuch: Voltigier-Weltmeister Lambert Leclezio stößt hinzu und turnt abwechselnd mit Pauline auf dem Pferderücken. „Wir kennen uns schon viele Jahre. Im Moment ist er für den CHIO in der Gegend und gleichzeitig auf der Suche nach einem Ersatzpferd für die WM in Herning. Deshalb ist er hier, um unseren William kennenzulernen“, erklärt Riedl. Dass die beiden sich schon so lange kennen, hat auch mit Riedls beachtlicher Karriere zu tun: Zwei WM-, drei EM- und zehn DM-Titel konnte die gebürtige Neusserin in rund 20 Jahren als Gruppenvoltigiererin mit dem RSV Neuss-Grimlinghausen holen, hinzu kommen zahlreiche Erfolge als Einzelsportlerin, etwa Silber beim CHIO 2019 und 2021. 2019 holte sie sowohl den DMund den WM-Titel, diesmal in der Funktion der Logenführerin und Trainerin der Juniorgruppe des RSV. Dann folgte für Riedl, die zu diesem Zeitpunkt schon seit einigen Jahren Maschinenbau in Aachen studierte, der Abschied aus Neuss. Eigentlich in Richtung Karriereende. Doch sie kam von ihrer Leidenschaftnicht los. So veranstaltete sie Ende 2020 beim Reitverein Aachen ein Casting und gründete ein Voltigierteam, das sie seitdem trainiert. Und lernte dabei Maik Husmann kennen, der sie heute als Logenführer begleitet und dem William gehört, mit dem Pauline seit 2021 auch wieder bei Einzelwettkämpfen antritt. „Das war vergangenes Jahr ein Kaltstart. Nach zwei Trainingseinheiten sind wir schon bei einem Turnier angetreten, doch es hat super geklappt. Mit dem zweiten Platz beim CHIO hatten wir einfach eine tolle Saison“, blickt Riedl auf die Wiederaufnahme ihrer Solokarriere zurück. In Aachen konnte sich Riedl ebenfalls Silber im Nationenpreis sichern und damit eine Nominierung für die Reserve der Weltmeisterschaft. Ob es in diesem Jahr mit einer Berufung in den WM-Kader klappt, der traditionell nach dem CHIO verkündet wird, das kann Riedl nicht genau sagen. Das liegt auch daran, dass sie nach wie vor als Trainerin und Logenführerin ihres Voltigierteams aktiv ist, seit Februar 2022 in dem von ihr neu gegründeten Voltigierverein Aachen e.V. Den möchte sie gemeinsam mit ihrem Co-Trainer Husmann in den kommenden Monaten weiter ausbauen, etwa um eine Anfängermannschaft erweitern. All das geht natürlich auf Kosten ihrer eigenen Erfolgsaussichten, dessen ist sich Riedl bewusst: „Hätte ich meinen Fokus rein auf meine Einzelkarriere legen wollen, dann hätten wir das mit dem Verein nicht stemmen können. Es ist ganz klar: Alles was ich mit dem Team mache, geht von meiner eigenen Trainingszeit ab.“ Zumal Riedl auch noch mitten in ihrer Masterarbeit in Maschinenbau steckt und auch Husmann in Vollzeit arbeitet und studiert. Gleichzeitig musste Riedl vor einigen Monaten einen persönlichen Schicksalsschlag hinnehmen, durch den sie ihr Training nicht wie geplant durchziehen konnte: „Ich bin in der Vorbereitung einen kompletten Monat ausgefallen, und dementsprechend haben wir, auch in Bezug auf die WM-Quali, gesagt, wir müssen es nehmen, wie es kommt.“ In dieser Zeit wurde der Hit „Don’t Stop Me Now“ von Queen, zu dem sie auch beim CHIO voltigieren wird, zu ihrem persönlichen „Motivationslied“, wie sie verrät: „Wir hatten viele Hürden zu nehmen dieses Jahr, sind quasi ohne Training in das erste CVI in Ermelo gegangen und haben uns gedacht: Wir machen das jetzt trotzdem, und entweder es geht richtig in die Hose oder wir haben Glück.“ Am Ende reichte es für Platz fünf. So ähnlich möchte es Riedl nun auch bei ihrer dritten CHIO-Teilnahme als Einzelvoltigiererin halten, die Konkurrenz ist groß. Deshalb gibt sich die Vorjahreszweite bescheiden: „Silber ist auf jeden Fall nicht das erklärte Ziel, sondern dass wir gut durchkommen und wir mit unserer Leistung zufrieden sind.“ Für die Wahl-Aachenerin ist die Teilnahme etwas Besonderes: „Es klingt abgedroschen, aber es ist tatsächlich so: Man kann den CHIO nicht mit anderen internationalen Turnieren vergleichen.“ Für die 28-Jährige wird es altersbedingt wohl diefinale Teilnahme sein: „Es ist klar, dass ich den aktiven Sport bald an den Nagel hängen werde, wahrscheinlich ist das meine letzte Saison. Ich mache im Moment so lange weiter, wie es mir Spaß macht.“ (lib) Körperbeherrschung pur: Pauline Riedl überzeugt mit ihrer Kür beim CHIO 2021 und wird Zweite. Foto: Thomas Rubel Voltigiererin Pauline Riedl nimmt mit Pferd William und Logenführer Maik Husmann am CHIO teil. Foto: Lillith Bartczak „Das war vergangenes Jahr ein Kaltstart.“ Pauline Riedl, die beim CHIO 2021 Zweite wurde Die Aachener Voltigiererin hat 2021 mit Silber überrascht. 43 Einzel-Voltigierer, sechs Teams und neun Pas de Deux‘ aus 17 Nationen gehen bei den Voltigierprüfungen in der Aachener Albert-Vahle-Halle an den Start, darunter mit dem Franzosen Lambert Leclezio auch der amtierende Welt- und Europameister. Er triffterneut auf Vize-Weltmeister Jannik Heiland (Wulfsen). Höhepunkt der Voltigierprüfungen in der Aachener Albert-Vahle-Halle , die bereits am Freitag den diesjährigen CHIO eröffnet haben, ist am Sonntagnachmittag der Nationenpreis. Im vergangenen Jahr waren die beiden deutschen Teams nicht zu schlagen gewesen, hatten vor der Niederlande gewonnen. Voltigierer aus 17 Nationen sind am Start

Mit „Dreamteam“ ins Gelände Badminton, Kentucky und Luhmühlen hat er als Bundestrainer bereits erlebt, doch nun folgt erstmalig Aachen. „Ich bin voller Erwartung, die Aufregung ist groß“, beschreibt Peter Thomsen, der seit Jahresbeginn Chefcoach der Vielseitigkeitsreiter ist. Zuvor hatte Hans Melzer 20 Jahre lang diese Aufgabe ausgefüllt und in dieser Zeit eine sagenhafte Entwicklung in dieser Reitsportdisziplin in Deutschland mit getragen. Dafür wurde er vor wenigen Tagen noch mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold geehrt. Nun aber Thomsen, und der übt sich gleich in Understatement: Mit Michael Jung (Horb), Ingrid Klimke (Münster), Julia Krajewski (Warendorf ) und Sandra Auffarth (Ganderkesee) tritt eine Mannschaft beim Nationenpreis des CHIO an, wie sie erfahrener und erfolgreicher nicht sein kann. Dennoch erklärt Thomsen: „England ist mit Sicherheit Mitfavorit, wenn nicht gar Favorit.“ Stark schätzt der neue Bundestrainer auch die Amerikaner ein. „Und Neuseeland ist ebenfalls immer für eine Überraschung gut.“ In der Planung haben er und die deutschen Offiziellen sich allerdings keine Blöße gegeben. Die Turniere sind auf die einzelnen Spitzensportler hin handverlesen und wohldosiert geplant. Beispielsweise sattelte Ingrid Klimke in Baborowko (Polen) ihre Stute Siena Just Do It, pausierte dann bis jetzt zum CHIO mit dem Pferd, um zur letzten Sichtung vor dem kommenden Championat, der Weltmeisterschaftin Italien, noch in Haras du Pin (Frankreich) anzutreten. Diese Auswahl kommt nicht von ungefähr: In Haras du Pin wird der Parcoursbauer der Gleiche sein, der bei der Europameisterschaftim nächsten Jahr und perspektivisch auch bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 bauen wird. „Wir wollen seine Handschrift lesen lernen“, erklärt Thomsen dazu. Michael Jung ist, so Thomsen, in einer Form, in der es nicht besser geht. Er reitet allerdings Chipmunk, mit dem er in diesem Jahr in Kentucky bereits einen neuen Weltrekord aufstellte, als Einzelreiter, und tritt mit Kilcandra Ocean Power, seinem neunjährigen Irish Sport Horse, für die Mannschaftan. Olympiasiegerin Sandra Krajewski ist spät in die Saison eingestiegen, weil ihre Stute Amande de B‘Neville sich auf der Weide selbst getreten hatte, legte dann in Wiesbaden jedoch direkt einen StartZiel-Sieg hin. Sandra Auffarth schließlich ist aktuell auch vielfach erfolgreich im Springsattel unterwegs, sie tritt in Aachen ebenfalls bei den Springreitern an. Bei den Deutschen Meisterschaften ritt sie in Absprache mit dem Bundestrainer „nur eine ruhige Trainingsrunde“ und will nun in Aachen angreifen. „Für Prüfungen auf dem Niveau benötigen die Pferde drei bis fünf Wochen Regeneration“, erklärt der Bundestrainer. Dagegen benötigen die Reiter offensichtlich für multiple Turnierstarts keine Auszeit. Neben Sandra Auffarth, die sich unter die Springreiter mischt, wird Ingrid Klimke in der Dressur auch im Nationenpreis an den Start gehen. Dass sie zwei Nationenpreise in Aachen gleichzeitig reitet, ist ein Novum. Doch Klimke nimmt es locker. Was soll die Münsteranerin, die sich am liebsten mit ihrem Team in einem fahrbaren Zuhause auf dem Turnierplatz einquartiert, auch sonst mit ihrer Zeit anfangen?! Als Einzelstarter werden für die deutschen Farben ferner Anna Siemer (Garlstorf ), Andreas Dibowski (Döhle), Sophie Leube (Hamm) und die beiden Nachwuchsreiter Jan Matthias (Lindewitt) und Arne Bergendahl (Wesel) an den Start gehen. Dibowski muss durch den verletzungsbedingten Ausfall seines Toppferdes Corrida Brennus satteln, doch dazu erklärt Thomsen: „Wenn Zweitpferde von hier auf gleich zum Erstpferd werden, dann kriegen die meistens so einen Push. Den erlebt Brennus auch gerade.“ Das neunjährige polnische Warmblut reitet Dibowski übrigens in sportlich-familiärer Abstimmung mit seiner Tochter Alina. Über die beiden Nachwuchsreiter sagt Thomsen: „Beide haben erfahrene Pferde und sollen in Aachen vor allem Erfahrung auf internationalem Parkett und in so einer Atmosphäre sammeln, um später davon zu profitieren.“ (ust) Anzeigensonderveröffentlichung 7 TurnierZeitung Der neue Bundestrainer Peter Thomsen beruft mit Michael Jung, Julia Krajewski, Sandra Auffarth und Ingrid Klimke seine erfahrensten und erfolgreichsten Reiter in die Aachen-Equipe. Top drei von Olympia am Start 41 Teilnehmer aus 13 Nationen gehen in der Vielseitigkeit beim CHIO Aachen an den Start. Mit William Coleman ist auch der Vorjahressieger wieder dabei. Der US-Amerikaner war mit zwei Sekunden über der erlaubten Zeit der Schnellste im Cross und schob sich so von Rang drei nach Dressur und Springen noch an die Spitze des Feldes. Er war der erste US-Amerikaner seit Einführung des SAP-Cups 2007, der die Einzelwertung in Aachen und zudem Silber mit der Mannschaftgewann. Die Briten waren 2021 das Maß aller Dinge. Mit Emilie Chandler und Kirsty Chabert waren zwei Newcomer im Team, während Laura Collett und Zara Tindall, die 2006 in Aachen Weltmeisterin geworden war, das Gelände bereits kannten. Von diesen vier Mädels ist diesmal keins dabei, stattdessen werden Rosalind Canter, William Fox-Pitt, Yasmin Ingham und Tom McEwen, der bei den Olympischen Spielen in Tokio zur siegreichen Equipe gehört und zudem hinter Julia Krajewski Einzel-Silber gewonnen hatte, sowie als Einzelreiterin Sarah Bullimore an den Start gehen. Mit den Olympia-Pferden Mit Andrew Hoy ist auch der Olympia-Dritte wieder mit dabei. Der Australier hatte zudem in Tokio Silber mit der Equipe gewonnen. Wie Tom Mc Ewen, der Toledo de Kerser satteln wird, wird auch Hoy sein Olympiapferd Vassily de Lassos an den Start bringen. Die Teilprüfung Dressur startet am Freitag um 8.30 Uhr im Deutsche-Bank-Stadion, die Teilprüfung Springen folgt um 17.45 Uhr im Hauptstadion. Um 9.30 Uhr geht es am Samstag ins Gelände mit dem Ziel im Hauptstadion. (rau) Da geht es lang: Olympiasiegerin Julia Krajewski startet in der Equipe. Foto: imago/Laffrenz Schwer beschäftigt am Geländetag: Nach dem Ritt durch die Soers muss Ingrid Klimke im Spécial antreten. Foto: Thomas Rubel „England ist mit Sicherheit Mitfavorit, wenn nicht gar Favorit.“ Bundestrainer Peter Thomsen Jakobstraße 45 | 52064 Aachen | Telefon 0241-35117

Poensgen sieht seine Fahrer vorn Eine mutige Prognose? Zweckoptimismus? Oder was steckt dahinter, wenn René Poensgen die deutsche Mannschaftder Vierspänner beim CHIO mit Mareike Harm (Negernbötel), Georg von Stein (Modautal) und Christoph Sandmann (Lähden) in der Favoritenrolle auf den Gesamtsieg sieht? Der Eschweiler, wie im Vorjahr auch jetzt wieder Teamchef der deutschen Fahrer in der Aachener Soers, sieht die Chance durchaus gegeben, dass es diesmal mit dem Gewinn der Nationenwertung der drei von Bundestrainer Karl-Heinz Geiger nominierten Fahrer klappt. Auch ohne Michael Brauchle (Aalen), der aus familiären Gründen nicht startet (siehe Zusatzbox), denn Dauersieger Niederlande sei momentan „nicht ganz so stark unterwegs“. In Windsor, wo Mitte Mai der erste CAIO 2022 stattfand, musste sich die deutsche Equipe in der Gesamtwertung nur Belgien ganz knapp geschlagen geben. „In Aachen ist alles möglich“, sagt Poensgen – und kommt noch einmal auf die Niederländer zurück: „Koos de Ronde hat momentan etwas Probleme in der Dressur, Ijsbrand Chardon kämpftgegen Fehler in der Geländeprüfung, und sein Sohn Bram Chardon fährt in Aachen erst sein zweites Turnier in diesem Jahr.“ 23 Gespanne aus elf Nationen gehen in Aachen an den Start. Höhepunkt ist nach der Dressur am kommenden Donnerstag und dem Hindernisfahren am Freitag, das nicht für die Gesamtwertung zählt, wieder die Marathonjagd in der Soers am Samstag, für die sich Parcours-Designer Wolfgang Asendorf garantiert einmal mehr schwerste Hindernisse ausgedacht hat. Schließlich geht es in Aachen um Weltklassesport. Abgeschlossen werden die Fahrwettbewerbe dann am Sonntag mit dem Hindernisfahren mit Siegerrunde. Dass lediglich drei deutsche Gespanne und keine weiteren nationalen Einzelfahrer starten dürfen, liegt an einer Änderung des Reglements durch die FEI. Poensgen nennt das „ärgerlich“ und hofft, „dass darüber noch mal nachgedacht und diese Einschränkung für die gastgebende Nation wieder kassiert wird“. Bis 2021 hatten weitere deutsche Einzelgespanne neben dem Team an den Start gehen dürfen, eine Regelung, von der seinerzeit auch René Poensgen selber profitiert hatte. Der Bundestrainer erklärt: „Bei Championaten und CAIO-Wettbewerben dürfen nun immer nur dieselbe Anzahl an Fahrern aus fremden wie aus den gastgebenden Ländern starten. Stellt ein Land also drei Teamfahrer und erlaubt als Gastgeber die Teilnahme weiterer Fahrer, muss auch allen anderen teilnehmenden Nationen erlaubt werden, mehr als drei Starter zu nominieren. Dann würden etwa in Aachen, wo vom Veranstalter maximal 25 Gespanne für die Wettbewerbe zugelassen sind, viel mehr Kutschen teilnehmen. Das würde wohl den Rahmen sprengen.“ Dass in der Soers der australische Seriensieger und -Einzelweltmeister Boyd Exell topfavorisiert ist, liegt auf der Hand. Geiger allerdings hat ihn jüngst in Valkenswaard „mit Problemen“ beobachtet: „Exell war nicht so dominierend, wie man ihn kennt. Wenn er in Aachen den Gesamtsieg holt, dann vermutlich nicht so überragend wie in den Jahren zuvor.“ Für Boyd Exell wäre es dann der zehnte Erfolg beim CHIO, nachdem er 2021 Ijsbrand Chardon den Vortritt lassen musste. Auf seine drei Fahrer in der Aachen-Equipe angesprochen, sagt der Bundestrainer: „Mareike Harm ist zurzeit in der Dressur überragend, im Hindernisfahren sehr gut und wird im Marathon von Jahr zu Jahr schneller, und Georg von Stein ist ein Garant im Gelände.“ Gespann im Aufbau Bei Christoph Sandmann dagegen könnte man beim Blick auf die aktuelle Weltcup-Wertung stutzig werden. Er rangiert hinter Harm (6.), Brauchle (8.), von Stein (9.), Poensgen (11.) und seiner Tochter Anna Sandmann (25.) nur auf Rang 32. Geiger: „Christoph Sandmann ist mit seinem vierbeinigen Team zwar noch im Aufbau, bringt aber extrem viel Erfahrung mit und hat gute Dressur- und Marathonpferde im Gespann.“ Klingt plausibel. Nachdem die Weltmeisterschaft2020 coronabedingt ausfallen musste, ist der CHIO Aachen auch der Fingerzeig auf die Favoriten für die WM im italienischen Pratoni del Vivaro vom 21. bis 25. September. Die Jagd nach Zeit und Punkten kann also losgehen. Der Erfolg wird nicht ausbleiben. Für wen auch immer, denn in Aachen werden bekanntlich alle Teilnehmer wie Sieger gefeiert. (wp) Einer, denKarl-Heinz Geiger, Bundestrainer der deutschen Gespannfahrer, als den „momentan besten deutschen Gespannfahrer“ bezeichnet, fehlt beim CHIO: Michael Brauchle, unter anderem 2015 in Aachen Einzel-Europameister der Vierspänner und dort auch mit Team-Silber geschmückt, holte 2021 in Budapest Einzel-Bronze und erneut Team-Silber sowie 2021 in Drebkau den nationalen Titel in der Kombination. Er spannt beim CHIO keine Pferde vor seine Kutsche. Gespannt ist er dennoch, sehr gespannt sogar: „Ich freue mich sehr und bin glücklich“, sagt der 32-jährige Aalener. Er erwartet mit seiner Ehefrau Petra genau in dieser CHIO-Woche Nachwuchs – Zwillinge. „Alle wohlauf, nur die Hitze macht meiner Frau etwas zu schaffen“, sagte Brauchle wenige Tage vor der Geburt und wünschte seinen Kollegen für den CHIO „ganz viel Erfolg“. Auch der Bundestrainer sieht den kommenden Familienzuwachs nur positiv, zumal ihn Marathon-Spezialist Brauchle über die Gründe des Aachen-Verzichts frühzeitig informiert hatte. Schmunzelnd merkt er zu seinen guten Wünschen für die junge Familie an: „Die Geburt hat absoluten Vorrang. Und Fahrernachwuchs ist höchst willkommen.“ (wp) Michael Brauchle fehlt in Aachen – und das aus gutem Grund Anzeigensonderveröffentlichung 8 TurnierZeitung Ein Garant im Gelände: Der deutsche Vierspännerfahrer Georg von Stein, hier beim CHIO 2021. Foto: Thomas Rubel 23 Starter aus elf Nationen gehen mit den Gespannen in Aachen in die Wettbewerbe. Exell Favorit auf den EinzelGesamtsieg. „Boyd Exell war nicht so dominierend, wie man ihn kennt.“ Bundestrainer Karl-Heinz Geiger über den australischen Weltmeister

Stars von morgen im Fokus 30 Länder, 30 Nachwuchsreiter und ein kleines bisschen Olympia-Feeling in der Soers. Im Rahmen des CHIOfinden in diesem Jahr erstmals die FEI Youth Equestrian Games in Aachen statt. Seitdem die Olympischen Jugendspiele im Jahr 2010 das erste Mal ausgetragen wurden, ist das Springreiten ein fester Bestandteil des Wettkampfs. In einem Einzel- und einem Mannschaftswettbewerb treten 30 junge Talente zwischen 15 und 18 Jahren gegeneinander an. Und das wird auch bei den FEI Youth Equestrian Games nicht anders sein. Der erste Team-Wettkampf findet am Mittwoch um 11.30 Uhr statt. Dann treten sechs Kontinental-Teams, also Afrika, Nordamerika, Südamerika, Asien, Australien und Europa, im Hauptstadion gegeneinander an und können dabei das besondere CHIO-Feeling erleben. Jedes Team besteht insgesamt aus fünf Reitern – das Team Australien wird durch die Teilnehmer aus Neuseeland, Saudi-Arabien, Syrien und den Vereinigten Arabischen Emiraten komplettiert. Die Entscheidungsrunde im Team-Wettkampf folgt einen Tag später um 16.15 Uhr an selber Stelle. Der Einzel-Champion wird am Samstag, 2. Juli gekrönt. Das Finale startet gegen 13.15 Uhr im Hauptstadion. Die Veranstaltung soll den Nachwuchsspringreiter einen adäquaten Ersatz für die Olympischen Jugendspiele 2022 in Dakar/Senegal bieten, die coronabedingt ins Jahr 2026 verschoben werden mussten. Für viele feste Größen der Springreiter-Szene, darunter der Schweizer Weltranglistenerste Martin Fuchs oder der Italiener Giacomo Casadei, waren die Jugendspiele eine wichtige Etappe auf dem Weg nach ganz oben. In Aachen werden Springreiter aus Argentinien, Australien, Ägypten, Belgien, Costa Rica, Deutschland, Ecuador, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Guatemala, Honduras, Iran, Jordanien, Katar, Kolumbien, Mexiko, Marokko, Neuseeland, Palästina, Paraguay, Saudi-Arabien, Simbabwe, Südafrika, Syrien, Tunesien, den USA, Uruguay, Usbekistan und den Vereinigten Arabischen Emiraten dabei sein. Der jüngste Teilnehmer ist mit 15,5 Jahren der Ecuadorianer Juan José Tamayo, dicht gefolgt Jad Guerraoui aus Marokko – er ist nur einen Tag älter. Mit Charlotte Höing geht erstmals eine deutsche Teilnehmerin bei den Jugendspielen an den Start. Die 17-jährige Brandenburgerin nimmt bereits seit zehn Jahren an Turnieren teil. Mit ihrem Pferd Caboom gehört sie derzeit dem zweiten U18-Nachwuchskader an. Doch die Reise nach Aachen ist sie ohne Caboom angetreten – denn alle Nachwuchsreiter springen auf zugelosten Pferden. Damit das gut funktioniert, hatten die Athleten schon seit Donnerstag Zeit, sich mit den Tieren vertraut zu machen, die Holger Hetzel für die FEI Youth Equestrian Games ausgesucht hat. Auch ein unbewerteter Willkommenswettkampf und drei Trainingstage sollen die Verbindung zwischen Pferd und Reiter stärken. Darüber hinaus wird den Jugendlichen ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen und Workshops zu Kultur-, Gesundheits- und Bildungsthemen geboten. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die olympischen Werte. So sollen den Stars von morgen wichtige Impulse für ihre weitere Karriere mitgegeben werden, bevor sie am 3. Juli beim Abschieds der Nationen vom Aachener Publikum wieder feierlich in die ganze Welt entlassen werden. (lib) Im Rahmen des CHIO werden erstmals die FEI Youth Equestrian Games ausgerichtet. 30 Reiter aus 30 Nationen sind am Start. Mit Malin Reipert und Paula Pahl Der CHIO Aachen unterstützt die Nachwuchsförderung mit dem CHIO Aachen Campus, richtet daher für die Top-Talente U21 seit 2021 zwei Springprüfungen aus, zu denen Nachwuchsreiter eingeladen werden. Aus der Region gehören Malin Reipert (Heinsberg), die Dutch Apple und Nikita gemeldet hat, sowie Paula Pahl (Jülich), die Easy Kolibra Mo und Cascade gemeldet hat, dazu. Es starten 19 Teilnehmer aus neun Nationen, jeder darf zwei Pferde reiten. Nach Runde eins am Samstag folgen am Soerser Sonntag im Fahrstadion zwei weitere U21-Springen ab ca. 10.30 bzw. 14.30 Uhr. Bei der Premiere 2021 gewann die Niederländerin Skye Morssinkhof. Der Eintritt ist frei. Verzicht auf den Start beim CHIO Der 14-jährige Tony Stormanns ist für die Children-EM nominiert worden Schon seit er denken kann, besuchte er mit seinen Eltern den CHIO Aachen unweit seines Heimatortes Weisweiler. „Wir sind jedes Jahr auf den Gelände, und natürlich ist es mein Traum, da reiten zu dürfen.“ In diesem Jahr sollte es so weit sein: Mit nur 14 Jahren erhielt Tony Stormanns die Startgenehmigung, um in der neuen Prüfung der U21 zu starten. Und doch wird der junge Springreiter wieder nur zuschauen. Aus gutem Grund: Er wurde für die Europameisterschaftin der Altersklasse Children nominiert und vertritt die deutschen Farben vom 11. bis 17. Juli im spanischen Oliva. „Am vergangenen Wochenende Hagen, dieses Wochenende Aachen und dann zur EM, das wäre zu viel für die Pferde gewesen“, sagt Mutter Helena Stormanns. Pferde, weil ihr Sohn nicht nur mit Dia Nova fürs Team nominiert ist, sondern mit Cascada auch das Reservepferd mitnehmen darf. Beide Vierbeiner hatten Nachwuchs-Bundestrainer Peter Teuween bei den Future Champions in Hagen überzeugt. Mit Dia Nova ritt Tony Stormanns im Nationenpreis nur eine Runde, da seine Kollegen alle fehlerlos waren. „Aber es ging um die Qualifikation“, so der 14-Jährige, der ebenfalls ohne Fehler und in der schnellstem Zeit blieb. Im Großen Preis wurde er mit Dia Nova Zweiter, mit Cascada, die in diesem Jahr schon einiges gewonnen hat, siegte er gleich am ersten Tag. „Ich hatte mich schon sehr auf Aachen gefreut, das war immer mein Ziel. Aber bei der EM im letzten Children-Jahr starten zu dürfen, ist schon sehr aufregend“, überwiegt bei Tony Stormanns letztlich die Freude über das EM-Ticket. Schon 2021 startete er bei der EM und wurde Neunter. (rau) Anzeigensonderveröffentlichung 9 TurnierZeitung Finale um den U25-Springpokal 20 junge Springreiter haben sich für das Finale um den U25-Springpokal, das im Rahmen des CHIO Aachen entschieden wird, qualifiziert. Nach Runde eins am Samstag steht am Soerser Sonntag im Fahrstadion – bei freiem Eintritt – ab circa 12 Uhr das Finale an. „Wir haben in diesem Jahr viele starke Paare, die aus dem U21-Lager in die Altersklasse U25 gewechselt sind“, freut sich Nachwuchs-Bundetrainer Peter Teeuwen auf einen spannenden Wettkampf. 2021 hatte Richard Vogel (Dagobertshausen) gewonnen. Ausgelassener Jubel bei den Olympischen Jugendspielen 2018 in Buenos Aires: Das Team Nordamerika gewann. Foto: FEI/Liz Gregg

Volles Programm beim CHIO Aachen bis zum 3. Juli Sonntag, 26. Juni Fahrstadion 10.30 NetAachen-Preis, Springen (Fehler/Zeit) für Junge Reiter 12.00 U25-Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport, Preis der Familie Müter, Finale, Springen mit Stechen 14.30 NetAachen-Preis (Springen mit Stechen für Junge Reiter) Albert-Vahle-Halle 13.30 Preis der Sparkasse Pas de Deux, Kür 15.00 Preis der Sparkasse, Nationenpreis der Voltigierer Dienstag, 28. Juni Hauptstadion 10.30 Trainingsspringen presented by STAWAG - öffentlich und moderiert 14.15 STAWAG Eröffnungsspringen (Fehler/Zeit) 17.00 Sparkassen-Youngsters-Cup, Springen für junge Pferde (Fehler/Zeit) 20.00 Eröffnungsfeier Mittwoch, 29. Juni Hauptstadion 11.30 FEI Youth Equestrian Games Aachen 2022, Teamwettkampf, erste Runde 13.30 Preis des Handwerks, Springen (Fehler/Zeit) 16.00 Preis der StädteRegion Aachen in memoriam Landrat Hermann-Josef Pütz, Zwei-Phasen Springen 18.30 Turkish Airlines-Preis von Europa, Springen mit zwei Umläufen, unter Flutlicht Deutsche-Bank-Stadion 14.00 Preis der VUV - Ver. Unternehmerverbände Aachen, Prix St. Georges 16.30 HAVENS Pferdefutter-Preis, Grand Prix CDI4* Donnerstag, 30. Juni Deutsche-Bank-Stadion 9.30 Preis der Familie Tesch, Grand Prix CDIO5*, Wert. für den Lambertz-Nationenpreis Fahrstadion 10.15 Preis der Martello Immobilienmanagement GmbH & Co. KG, Dressur für Vierspänner Hauptstadion 11.00 Sparkassen-Youngsters-Cup, Springen für junge Pferde (Fehler/Zeit) 13.30 STAWAG-Preis - Springen (Fehler/Zeit) 16.15 FEI Youth Equestrian Games Aachen 2022, Teamwettbewerb, Finale 19.30 Mercedes-Benz-Nationenpreis, Mannschafts-Springen mit zwei Umläufen, unter Flutlicht Freitag, 1. Juli Deutsche-Bank-Stadion 8.30 SAP-Cup, Vielseitigkeit, Teilprüfung Dressur 15.30 Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung, Junge Reiter Dressur, Einzelwert. 17.45 Lindt-Preis, Grand Prix Spécial, CDI4* 20.00 Gala „Bella Rose“; Verabschiedung des Erfolgspferds von Isabell Werth 21.00 Preis des Handwerks, Quadrillen-Championat Aachen 2022, nat. Dressur Fahrstadion 10.00 Preis der Fa. Horsch, Der Entsorger „Jagd um Punkte“, Vierspänner-Hindernisfahren Hauptstadion 11.15 VBR-Preis, Zwei-Phasen-Springen 13.00 RWE-Preis von Nordrhein-Westfalen, Springen mit Stechen 16.15 Preis der Soers, Jagdspringen 17.45 SAP-Cup, Vielseitigkeit, Teilprüfung Springen Samstag, 2. Juli Geländestrecke Soers 9.30 SAP-Cup, Vielseitigkeit, Teilprüfung Gelände 13.30 Preis der schwartz Gruppe, Marathon für Vierspänner (Eintritt frei) Deutsche-Bank-Stadion 8.30 MEGGLE-Preis, Wertung für den Lambertz-Nationenpreis, Grand Prix Spécial CDIO5* 16.00 Preis der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung, Junge Reiter, Prix St. Georges Kür 19.00 WOTAX-Preis, Intermédiaire I 21.30 FUNDIS-Preis, Grand Prix Kür CDI4* Hauptstadion 9.30 SAP-Cup, Vielseitigkeit Teilprüfung Cross-Country, Ziel im Hauptstadion 13.15 FEI Youth Equestrian Games Aachen 2022, Einzel, Finale 15.30 Allianz-Preis, Springen mit Siegerrunde 19.00 Sparkassen-Youngsters-Cup - Finale, Springen für junge Pferde mit Stechen 21:30 CHIO-Cup, Kombinierte Spring-, Vielseitigkeits- und Fahrprüfung Sonntag, 3. Juli Deutsche-Bank-Stadion 10.00 Deutsche Bank Preis, Großer Dressurpreis von Aachen Grand Prix Kür CDIO5* Fahrstadion 10.00 Baron und Baronin von Buchholtz Preis, Vierspänner-Hindernisfahren mit Siegerrunde Hauptstadion 12.00 Röwer & Rüb Preis, Springen (Fehler/Zeit) 14.30 Rolex-Grand-Prix, Teil des Rolex-Grand-Slam, „Der Große Preis von Aachen“, Springen mit zwei Umläufen und Stechen 18.20 Abschied der Nationen Anzeigensonderveröffentlichung 10 TurnierZeitung Ein Blick hinter die Kulissen der STAWAG Die STAWAG lädt ein zum „Tag der offenen Tür“ am 21. August, von 12 bis 18 Uhr. Besuchen Sie uns am Tag der offenen Tür und entdecken Sie das bunte Programm für die ganze Familie! Nutzen Sie die Gelegenheit und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen. Lernen Sie eine unserer Anlagen kennen und fahren per Shuttle beispielsweise zu einem Blockheizkraftwerk, einem Windpark oder zu einer Fernwärmeübergabestation. Hier können Sie unseren Experten der STAWAG über die Schulter schauen. In der Lombardenstraße können Sie sich außerdem über Elektroautos und alle Themen rund um Ihre Energie informieren. Testen Sie Pedelecs und nutzen Sie eine Tour mit Scout entlang der Wurm. Wer es lieber entspannt mag, kann in der Aperol-Lounge mit DJ auf unserem Parkdeck relaxen. Live-Musik als Walking Music bringt mit Dixie Sounds gute Stimmung auf das Gelände. Musik-Highlights auf der STAWAG-Bühne sind um 14 Uhr die Gruppe „Kasalla“ und um 16 Uhr Torben Klein. Für Kinder gibt es viele Attraktionen, wie Karts und Minimotorrad, Personen-E-Golfkart, Schießbude, Bogenschießen, Dart, Dosenwerfen, Entenangeln, Bike Loop und vieles mehr. Der Eintritt zum „Tag der offenen Tür“ ist frei, kostenlose Parkmöglichkeiten sind vorhanden. An zahlreichen Ständen erhalten Sie leckere Speisen vom Grill und Getränke zu kleinen Preisen.

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