baesweiler-magazin

Anzeigensonderveröffentlichung 19 Weinbauern sind sehr ambitioniert „Wir möchten unseren Wein gerne bei einem Weinfest in Baesweiler der Öffentlichkeit vorstellen.“ Eine klare Ambition, die Dr. Christian Winde daäußert. Doch ein solches Weinfest mit der Premiere des Baesweiler Weines, so sagt er, kann es nicht wie geplant schon in diesem oder dem nächsten Jahr geben, sondern eher erst 2025, weil der Weg des Weinanbaus schwieriger sei als zunächst angenommen. Auf der Bergehalde Emil-Mayrisch – genauer gesagt dem Teil auf Baesweiler Stadtgebiet – hat Dr. Christian Winde gemeinsam mit Thomas Klee und Josef Clahsen 2019 damit begonnen, Weinanbau als innovative Rekultivierung in der Region Aachen vorantreiben. Unter dem Namen„Glückauf Bacchus GbR“firmieren die drei Weinfreunde und möchten den Wein„Glückauf Bacchus“ in der Region etablieren. Rund 1000 Quadratmeter Fläche stehen hierfür am Weinberg zur Verfügung, nach Zielsetzung der Drei mit steigender Tendenz. „Wenn die Nachfolgeregelung der Halde geregelt ist, würden wir gerne auf zwei Hektar ausweiten“, schildert Dr. Christian Winde die Zukunftsvision. Mit der Viva West und den angrenzenden Kommunen ist man hierzu bereits in Gesprächen. Pilotphase gestartet Mit drei pilzresistenten Sorten, die sich für ökologischen Weinbau eignen, haben die drei Weinanbauer ihre Pilotphase gestartet. Aus den Trauben der Rebsorten Solaris, Cabernet blanc und Johanniter soll der erste Wein entstehen. 400 Reben wurden auf dem rekultivierten Teil der Halde gepflanzt. „Zuvor wurde der Boden natürlich darauf geprüft, dass es keine Schadstoffe gibt und wir haben die Bodenbeschaffenheit analysiert“, so Dr. Winde im Gespräch mit dieser Zeitung. Doch bei aller Euphorie mussten die Baesweiler Hobby-Weinbauern bei einer Bilanz nach drei Jahren jetzt Rückschlage einstecken. „Wir liegen hinter der geplanten Pflanzenentwicklung zurück und es hat sich herauskristallisiert, dass nur die Rebsorte Solaris mit dem Boden harmoniert“, berichtet Dr. Christian Winde von nicht eingeplanten Ernte-Ausfällen. Um die Arbeit am Weinberg zu optimieren, hatten die Weinbauern den Kontakt zur Hochschule Geisenheim im hessischen Rheingau intensiviert, wo man im Bereich Weinanbau intensiv forscht. Ein Student, der sich in seiner Bachelor-Arbeit mit dem Thema beschäftigt, hatte sich jetzt die Entwicklungen in Baesweiler vor Ort angeschaut und wird nun Boden, Blattmaterial und das Holz der Reben analysieren und schauen welche Dinge optimiert werden können. „Den Dialog mit der Hochschule Geisenheim und mit der RWTH Aachen, die ebenfalls am Thema forscht, werden wir fortsetzen und hoffen nun, mit dem Anbau von Solaris, dessen Traubenwachstum gut ausgeprägt ist, bald Ergebnisse erzielen zu können“, so Dr. Winde. Die bereits jetzt geernteten kleinen Volumen möchten Winde, Klee und Clahsen zunächst für den Eigenbedarf nutzen, eine Vermarktung soll erst bei größeren Mengen voraussichtlich 2025 erfolgen. „Es ist schon jetzt ein schönes Gefühl, wenn die Arbeit am Weinberg, bei der wir auch von unseren Familien unterstützt werden, Früchte trägt“, sagt Dr. Winde weiter. Zu tun gibt es aktuell immer etwas, bei der Bodenbearbeitung, dem Harken von Unkraut oder dem Binden von Reben sind alle hochmotiviert bei der Sache. Schließlich, so wissen alle Beteiligten, sei es ein langfristiges Projekt, das man zum Erfolg führen möchte. Ein erstes Design für ein Flaschen-Etikett hattenübrigens bereits Studenten der Hochschule für Gestaltung in Aachen entworfen und es im„Kreativ“ an der Kückstraße ausgestellt, zudem sind die Markenrechte für „Glückauf Bacchus“ eingetragen. (GvF) „Glückauf Bacchus“ kommt voraussichtlich 2025. Hier tut sich was: Blick auf die Entwicklung der Weintrauben an der Baesweiler Halde. Foto: Günther von Fricken BAESWEILER-MAGAZIN Investieren Sie doch mal in die Zukunft unseres Planeten. Jetzt zu nachhaltigen Finanzen beraten lassen – von Ihrer Sparkasse. Mehr auf sparkasse-aachen.de/mehralsgeld Weil’s um mehr als Geld geht.

RkJQdWJsaXNoZXIy MTk4MTUx