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Anzeigensonderveröffentlichung 18 BAESWEILER-MAGAZIN Gewerbegebiet eine Erfolgsgeschichte Das „its“ und das Gewerbegebiet schreiben eine Erfolgsgeschichte. Mit wie vielen Unternehmenfing alles an, wie viele sind es bis heute geworden? Dirk Pfeifferling: Als 1975 die Baesweiler Zeche Carl-Alexander schloss, sank die Zahl der Arbeitsplätze im Baesweiler Stadtgebiet in kürzester Zeit um weit über 2.500. Betroffen waren hiervon nicht nur die im Bergbau beschäftigten Mitarbeiter (2.100), sondern auch Mitarbeiter in den Zulieferer-Betrieben des Bergbaus sowie Beschäftigte im Baesweiler Einzelhandel. Erst zehn Jahre nach Zechenschließung – Mitte der 80-er Jahre – wurden verstärkte Anstrengungen unternommen, in Baesweiler neue Unternehmen anzusiedeln. 1985 betrug die Zahl der im Baesweiler Gewerbegebiet zwischen Beggendorf und dem Ortsteil Baesweiler ansässigen Firmen zehn. In den darauffolgenden Jahren wurde das Gewerbegebiet schrittweise erschlossen/erweitert und es wurden zahlreiche flankierende Maßnahmen ergriffen, den Standort Baesweiler für Unternehmen attraktiv zu gestalten. Hierzu zählte auch die Errichtung und der Betrieb des Baesweiler Technologie- und Gründerzentrums its im Jahre 1990. Seit dieser Zeit wurden rund 200 neue Unternehmen im Baesweiler Gewerbegebiet angesiedelt. Wie viele Arbeitsplätze konnten dort bis heute geschaffen werden? Dirk Pfeifferling: Diese positive Entwicklung des Baesweiler Gewerbegebietes lässt sich auch an den vorhandenen Arbeitsplatzzahlen ablesen. Nach der Zechenschließung waren bis Mitte der 80-er Jahre keine 200 Mitarbeiter in den Unternehmen im Baesweiler Gewerbegebiet beschäftigt. Bis Anfang 2022 kletterte die Beschäftigtenzahl, trotz einer „Corona-Delle“ auf ca. 4.000. Dies sind deutlich mehr Arbeitsplätze, als der Bergbau während seiner Hochphase (Mitte der 60er Jahre) im Stadtgebiet Baesweiler bereitstellen konnte und annähernd doppelt so viel Beschäftigt wie bei der Schließung der Zeche im Jahr 1975. Was waren und sind aus Ihrer Sicht die Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung des Gewerbegebietes und der Bewältigung des Strukturwandels in Baesweiler? Pfeifferling: Die Erfahrung in Baesweiler hat gezeigt, dass es für die Bewältigung des Strukturwandels nach dem Steinkohlenbergbau richtig und wichtig gewesen ist, nicht auf ein oder zwei große Unternehmen zu setzen, sondern dass die Schaffung neuer und zukunftssicherer Arbeitsplätze, durch die Ansiedlung von zahlreichen kleinen und mittelständischen Betrieben im Baesweiler Gewerbegebiet erreicht werden konnte. Auch die gute branchenmäßige Durchmischung führte zu einer nachhaltigeren und krisensicheren Unternehmensstruktur. Neben Unternehmen aus dem Handwerk und dem Maschinenbau konnten in den zurückliegenden Jahren zahlreiche technologieorientierte Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie, Lasertechnik, um nur einige zu nennen, in Baesweiler angesiedelt werden. Die deutlich verbesserte verkehrstechnische Erschließung und Anbindung des Baesweiler Gewerbegebietes durch den Bau und die Fertigstellung der B 57n wertete den Unternehmensstandort Baesweiler weiter auf und hat nicht zuletzt dazu geführt, dass sich das weltweit größte eigentümergeführte Medizintechnik-Unternehmen aus den USA mit dem europäischen Distributions-Zentrum im Baesweiler Gewerbegebiet angesiedelt hat. Auch für eines der erfolgreichsten deutschen Distributions- bzw. Großhandelsunternehmen für EDV, Hardwarekomponenten, Peripherie und Software sowie PC-Zubehör der letzten Jahre, war die gute infrastrukturelle Anbindung der neuen Gewerbeflächen in Baesweiler ein wichtiges Kriterium für ihre Standortentscheidung zu Gunsten Baesweilers. Hierzu zählte nicht nur die ortsdurchfahrtsfreie Straßenführung über die neue B57, sondern auch die Verfügbarkeit einer schnellen Internetverbindung über einen Glasfaseranschluss. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor war und ist sicherlich die Ansiedlung und der Betrieb des Technologieund Gründerzentrums, „its“ mitten im Gewerbegebiet. Diese Einrichtung hat als Nukleus und Kristallisationspunkt für mehr als 100 Unternehmensgründungen einen großen Anteil an der positiven Entwicklung des Baesweiler Gewerbegebietes in den zurückliegenden Jahren. So langsam aber wird der Platz knapp, um das Gewerbegebiet noch ausweiten zu können. Welche räumlichen Optionen gibt es noch? Pfeifferling: Die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken ist seit Jahren, auch während der Corona-Pandemie, ungebrochen groß. Leider verfügen wir zurzeit nicht über ein ausreichend großes Angebot, um alle Anfragen erfüllen zu können. Auch die aktuellen Gewerbegebietserweiterung (Bebauungsplan 3F) in Richtung Setterich ist bereits weitgehend vergeben. Mit einer Bruttofläche von 9,2 ha (inkl. Straßenverkehrsflächen,Ökoausgleich und öffentlichen Grünflächen) handelt es sich bei diesem Gewerbegebietsabschnitt leider um eine recht kleine Fläche im interkommunalen Vergleich. Acht Gewerbegrundstücke sind bereits verkauft, zwei weitere werden in den nächsten beiden Monaten verkauft. Sechs Grundstücke sind Bestandteil konkreter Verhandlungen und werden von den potenziellen KäuferInnen bereits geplant. Die dringend erforderlichen Erweiterungsflächen im nördlichen Bereich des neuen Gewerbegebietsabschnittes sind bereits in der vorbereitenden Planung. Eine detailliertere Planung ist jedoch erst dann möglich, wenn das Land NRW und die Bezirksregierung Köln diese Erweiterungsflächen in den neuen Regionalplan aufgenommen haben. Mit einem entsprechenden Beschluss kann 2024/2025 gerechnet werden. Ein weiteres Gewerbegebiet wird nahe Siersdorf entstehen. Was hat es damit auf sich? Pfeifferling: Bei diesem Projekt handelt es sich um eine interkommunale Gewerbeflächenentwicklung am alten Kraftwerksstandort der ehemaligen Zechenanlage Emil-Mayrisch zwischen Setterich und Siersdorf in direkter Nachbarschaftdes Aldenhoven Testing-Centers (ATC) der RWTH Aachen. Im Zuge des anstehenden Strukturwandels durch den vollständigen Ausstieg aus dem Braunkohleabbau und der Kohleverstromung sollen hier hochwertige Gewerbe- und Industrieflächen geschaffen werden, die über den lokalen Bedarf hinausgehen und eine überregionale Strahlkraftbesitzen. Das Vorhaben trägt den Titel „Future Mobility Park“ und widmet sich dem Leitthema „Mobilität der Zukunftfür den ländlichen Raum“ (u.a. automobilaffine Forschung und Produktion, vertikale Mobilität). Die dazugehörigen interkommunalen Gewerbegebietsabschnitte sollen schrittweise realisiert werden und im Endausbau bis zu 5.500 neue Arbeitsplätze hervorbringen. (GvF) Der Geschäftsführer des „its“, Dirk Pfeifferling, im Interview. Dirk Pfeifferling ist Geschäftsführer des „its“. Foto: Günther von Fricken www.biermanufaktur-langguth.de Bier wird zu einem Erlebnis! - FrOnk-Bier - Biertastings - Braukurse - Eventhalle - Biergarten d Auch als Geschenk 100% Super! Terminkalender Rollläden für Selbstabholer · Energie sparen · Einbruchschutz für Fenster + Türen · Sonnen- und Insektenschutz · Rollladen + Tore Mit unseren Markisen behalten Sie einen kühlen Kopf Homeoffice? 52499 Baesweiler Hermann-Hollerith-Str. 10 Tel.02401/91550 WWW.THEO-FEST.DE GmbH

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